Bullerei :-)

Aus gegebenen Anlass unterbreche ich die Reihenfolge der Stories und komme mit etwas sehr sehr Altem, also eine Storie aus den 80er, aber mit Bezug zur Neuzeit. Los ging es mit einem Bild bei Facebook. Und wie ich noch mit Tränen in den Augen da sitze und drüber Nachdenke ob ich nicht genau zwei solcher Typen kennen, fällt mir die Storie aus dem 80er Jahren ein.

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Ich fahre mit meiner damaligen LAB (Lebens Abschnitts Begleiterin) aus dem Sauerland (auch bekannt als Woll-Gebirge) so mir nichts dir nichts mit knapp 180 km/h auf der Autobahn. Das Fahrzeug ? Es war meine geliebte Kawasaki „GPz 900 R“ und wir waren auf dem Weg nach Hockenheim, früh am Morgen im Sauerland losgefahren und deswegen entsprechend DICK eingepackt.

Leder, Jacke und noch zum Abdichten eine Regenkombi drüber. Selbst mit der in den 80er noch vorhandenen schlanken Figur, haben wir ausgesehen wie zwei Michelin Männchen.

Da fahren wir also so gegen 06:00 morgens auf der Autobahn, kurz vor Hockenheim und freuen uns schon auf einen Kaffee auf dem Zeltplatz und die Überraschung unserer Freunde, das wir schon da sind. Da kommt langsam ein weinroter (ich glaube) BMW auf der linken Seite an mir vorbei und eine Uniformierte Person hält mit 2 Händen ganz verzweifelt eine Kelle halb aus dem Fenster.

Musste erstmal lachen, weil es einfach Witzig aussah, wie das Männchen versucht hat die Kelle in dem Sturm von knapp 180 km/ nicht zu verlieren, oder sie doch mir vor die Nase halten zu wollen. Ich hab dann höflich eine Hand vom Lenker genommen und ihm mit einem Finger gezeigt was ich von der Aktion halte.

Da ich aber auch damals schon wusste das man über den ersten Reflex noch Nachdenken soll, hab mir überlegt das es besser ist den Daumen als Kommunikationszeichen zu geben, anstelle des Mittelfingers. Die zwei sind dann vor mir eingeschert und ich bin langsamer geworden und ihnen auf einen Parkplatz gefolgt.

KawaHsk

OK, Kopfkino einschalten. Augen zu, folgende Situation:
2 Leute auf dem Bike, sitzen da schon seit knapp 1 Stunde in der kalten Morgenluft und sind eingepackt als wenn sie in die Antarktis wollten. Anhalten vom Bike sieht dann nicht so elegant aus. (Fertig mit dem Lachen).

Also die zwei Sheriffs, wahrscheinlich aus Österreich importiert (weil die dort damals Messinstrumente in ihrem Körper eingebaut hatten, die alten Biker Wissen worüber ich spreche), also die zwei raus aus ihrem Wagen und kommen ganz aufgeregt auf mich zu und plärren mich an, das dies eine ALLGEMEINE VERKEHRSKONTROLLE wäre und sie SOFORT meine Papiere sehen wollen.

Ich hab, immer noch bis oben hin zugepackt und im Ohr die guten Ohropax, ne runde rumgeschaut ob noch jemand da ist. Das muss den einen anscheinend noch mehr Aufgeregt haben, und er brüllt mich an, das ich sofort die Papiere abzuliefern habe. Na ja ich habe ihm dann gesagt das die Papiere in der Innentasche meiner Lederjacke sind und das ich ein bisschen Ausziehen müsse um daran zu kommen.

Meine LAB und ich habe angefangen mit dem „Auspellen“, wie man sich Denken kann, gaaaannnzzzz langsam und ordentlich. Gibt es nicht so ne Werbung von IKEA?? Der Typ packt erst seine Sachen einsortiert die gerade Ausgezogen hat. Ungefähr in der Art.

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Die zwei, ich nenne sie mal „Knallschote“ und „Kasperkopf“, sind in der Zwischenzeit immer um das Motorrad rum, haben Bilder von den Reifen gemacht (alles I.O., nagelneu und völlig legal), der Auspuffanlage (Termignioni, der gleiche Hersteller der seit neuestem auch für die neue African Twin den Auspuff produziert, war an der GPz LEGAL damals), der Verkleidung (alles Original, gab noch keine LED Blinker, also eine Sorge weniger)und alles in allem sind sie sehr aufgeregt um das Bike rum und haben immer wieder nach den Papieren gefragt.

Die kamen auch dann irgendwann einmal. Der mit dem Perso ist sofort zu seinem Wagen gestiefelt und hat anscheinend bei Mutti angerufen um zu Fragen ob ich wirklich der bin der sich mit dem Perso ausweist. Der andere allerdings hat sich alles ganz genau im Schein angesehen und ist von einer Stelle zu nächsten gerutscht und hat Nummern verglichen und eine Stelle gesucht an der er mich Ficken kann.

Anscheinend ist dann der Punkt gekommen wo er die EG Nummer der Auspuffanlage gesucht hat und weil er sie nicht finden konnte (haben die ganz geschickt in Italien nach unten gemacht, stört eh nur das Design), blafft er mich an ob ich an der Auspuffanlage rumgebastelt hätte. Das hab ich mir mit einer Andeutung einer Dienstaufsichtsbeschwerde damit verneint, das die Anlag eine komplett verschweißte Anlage ist.

Und wenn er die Nummer nicht findet, liegt das daran das er sich nicht drunter gelegt hätte, denn dann hätte er sie gesehen. Er also auf dem Rücken unter der (ist schon klar, das die glühend Heiss ist, wir sind ja gerade erst von der Bahn runter) die Auspuffanlage und verbrennt sich doch auch sofort die Finger als er versucht die Nummer mit seinem Zeigefinger zu ertasten. Es ist sooooo was von verdammt schwer nicht loszulachen bei der Situationskomik.

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Anyway, der andere kommt zurück gibt mir die Papiere und sag, die Maschine wäre sehr laut, und ich nur kurz gesagt, alle eingetragen und Street-Legal was aber ein Fragezeichen in das Gesicht der Kontrolleure gepackt hat. Kommt der andere wieder vom Boden hoch und sag zu mir: „Starten Sie den Motor mal und halten ihn dann auf 6.000 U/Min“. Das hat dann ein Fragezeichen in mein Gesicht gepackt und er erklärt mir das er HÖHREN will ob die Maschine zu Laut ist. Tja und dann geht er auf die Knie neben den Auspuff und lauscht.

Mir bliebt dann nix anderes übrig als festzustellen das der eine Unten kniet, der andere sich auch in die Richtung beugt und beide nicht sehen können ob jetzt nun 6.000 oder 10.000 anstehen. Schon mal ne 900er Kawasaki mit einer 4-in-1-Auspuffanlage auf dem Seitenständer in den Drehzahlbegrenzung laufen lassen ? Das hört sich Schrecklich an, der ganze Bock vibriert wie Sau und wandert auf der Bodenfläche. 

Dreht sich der eine um und sagt (anscheinend) „Das reicht jetzt“ und ich Grins ihn nur an und lass den Hahn offen stehen. Dann kommt der andere hoch und wirbelt wild mit seinen Armen rum, das es jetzt gut ist und er genug gehört hat.

Kaum ist der Motor aus und die beiden sind immer noch dabei das Klingeln in ihren Ohren zu beenden, kommt auf der Autobahn neben uns ein holländischer Chopper mit einer hochgezogenen Auspuffanlage (offen) und offenen Ansaugtrichter vorbei geöttelt. Wir könnten das schlürfen der Vergaser in knapp 600 m Entfernung noch hören, lach.

Und plötzlich haben die zwei also nicht besseres zu tun als mir meine Papiere in meine Hand zu drücken ruft dem anderen zu „Denk holen wir uns“ und Rennen los um sich in ihre komische Kiste zu schwingen um dem Holländischen Kollegen einen Besuch abzustatten. Ich denke mal das sie dort auch auf keinerlei Mitgefühl und auch keine Dollars gestossen sind. Damals gab es noch keine grenzüberschreitende Zusammenarbeit. 

Meine LAB und ich haben uns dann wieder angezogen und sind die letzten paar Kilometer zum Hockenheim Ring gefahren. Geschichten wie sie das Leben schreibt, kann man garnicht besser erfinden. lach.

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Copyright bei “Joerg Wenzel“ HashTag: #WhyAskWhy

Servus, ich bin Joerg. Fahre 2 Räder mit Motor Biker seit 1975, „Nordrhein-Vandale“ nun langjähriger Beute-Bayer und ein Schreiber für dieses Blog. Mit dem Hastag „#WhyAskWhy“ in anderen Social Medien zu finden .
Fragen & Anregungen :

Unterstützung unser „Virtuelle Driver“ Aktion auf der „Isle of Man“.

Mehr Informationen hier : VirtuellDriver.

Isle of Man ? What ?

#TT2018

Warum fährt jemand eigentlich zur Isle of Man? Hin und zurück, mit ein bisschen auf der Insel rumfahren, sind schnell 3 1/2 Tausend Kilometer auf den Fahrzeugtacho geschraubt. Und die Kosten sind auch nicht ohne, Fähren müssen genommen werden (Dover ca. 75, IoM je nach Event 300), dann Benzin (1,33 GBP Stand 15.07.18) und Verschleiß und Essen und Trinken und und und.

Was hat diese Insel das es einige Leute dort regelmässig hinzieht.  Also jedes Jahr dorthin und einige fahren dorthin sogar mehrfach im Jahr. Es kann nicht der Hafen sein, die Aussicht ist zwar toll, mit der kleinen Insle in der Bucht und dem Blick auf die Promenade von Dougas.

Sagen wir die Insel und die Renn-Events haben etwas Besonderes, damit muss jeder selber rausfinden ob und wie die „Isle of Man“ für einen persönlich passt. Ich habe für mich beschlossen, mehr/öfters „Insulaner“ zu werden. Die geplante Liste für 2019:

Tourist Trophy 2019 24.05. – 09.06. Gebucht
Southern 100 (The Friendly Races) 08.07. – 11.07. geplant
Manxx Grand Prix (Festival of Motorcycles) 15.08. – 31.08. geplant

Es gibt 2 (zwei) Rennstrecken auf der Insel, die eine große Strecke “ den „Mountain Course“ mit 37,73 Meilen länge, also 60,725 km (EINE Runde).  Dort wird die Tourist Trophy, der Max GP und einige weitere Veranstaltungen mit Motorrädern und Autos gefahren.

Es gibt noch einen weiteren „etwas“ kleinere (4,25 Meilen oder 6,84 km) im Süden der Insel, den „Billown Circuit“ in Castletown. Hier werden die Pre-, und Post-TT Races gefahren und natürlich die „Southern 100

Tja, da dann wäre noch das Problem mit der Anreise. Für die TT (Tourist Trophy) habe ich das Ticket schon reserviert. Aber irgendwie sollte ich für die zwei weiteren Termine noch eine Anreise in Betracht ziehen, die ein bisschen (sagen wir) bequemer ist.

Man könnte z.B. mit dem Motorrad zur TT hinfahren, es dort geparkt lassen und zurück nach München Fliegen. Und dann zum „S100“ hin und zurück Fliegen und zu guter Letzt zum „Manx GP“ hinfliegen und mit dem Motorrad zurückfahren. Oder es einfach für 2020 dort geparkt lassen. Hmmm, das sind Überlegungen die noch ein bisschen Ausarbeitung brauchen.

OK, damit ist zwar immer noch nicht geklärt warum ich so gerne zur IoM fahre, aber das Schreiben hat gereicht einen irgendwie noch nebulösen Plan zur An-, und Abreise zu Entwickeln.

Links zu:  Wikipedia Deutsch – Wikipedia English – Southern 100 Site

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