Wir fährt sich eigentlich eine eigene Postleitzahl ??

Einer Einladung von Triumph Motorrad Deutschland folgend sind wir (meine „Pillion-Writer“ und ich) am Samstag nach Rosbach (bei FFM) gefahren und haben uns einige der Motorräder aus der aktuellen Produktpalette angesehen und auch ein paar davon Probegefahren.

Aber alles der Reihe nach, erstmal frühstücken, grins. Das ist schon mal ein guter Start in den Tag und dann hat Uli Bonsel und sein Team eine Klasse Veranstaltung auf die Beine gestellt. Firmen Informationen über Triumph in unterhaltsamer Weise präsentiert,  Tourguides für die aus der gesamten Republik angereisten und genügend Mitarbeiter aus dem technischen Bereich vorhanden um die Fragen der Teilnehmer zu beantworten.

Danke, alles gut gemacht, wir haben uns wohl und auch willkommen gefühlt.

Ach und dann ging es raus auf das Firmengelände wo schon die Englischen Schönheiten in ausreichender Anzahl warteten (kennt ihr das noch “ Her mit den kleinen Engländerinnen„, lach). Die Entscheidung fiel mir heute aber total leicht und ich habe mir gleich das Schwergewicht der Truppe geangelt. Die „Triumph Rocket III Roadster„, was für eine Maschine!

Wer ist nur auf die Idee gekommen eine 2,3 l Dreizylinder Engine in ein Motorrad einzubauen?? Egal, wer auch immer das war, vielen Dank dafür.

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Hier bekommt ein Motorrad endlich seine eigene Postleitzahl. Wie sich das anfühlt wenn man mit seiner eigenen Postleitzahl durch den Taunus fährt?

FUCKING GREAT 🙂

Beim Überholen frag’ ich mich nicht in welchem Gang ich gerade bin und ob die Beschleunigung ausreichen wird, sondern mit welcher Geräuschkulisse ich fahren will.

Es gibt da mehrere Optionen, einfach nur den (elektrischen) Gashahn auf und ohne eine große Veränderung der Soundkulisse ist der Überholvorgang abgeschlossen, selbst wenn man ursprünglich in der höchsten Fahrstufe mit 50 km/h fährt.

Tja dann könnte ich eine Steigerung in die Sache bringen und 1 Gang runterschalten, damit auch jeder in der näheren Umgebung mitbekommt, dass hier gerade beschleunigt wird.

Oder die Version die mich nach dem Motorrad süchtig macht, 2 Gänge runterschalten, die Umklammerung der Beifahrerin  sowie die Trompeten von Jericho genießend, das Opfer (bei dieser Beschleunigung gibt es keine Gegner mehr) überholen.
(Anmerkung der Sozia: ‘schnupfen’ würden die Bayern sagen).

Und um es kürzer zu sagen, “Soo-Cool” . “Great” und “Fucking Great”.

Das könnte ich den ganzen Tag machen. Nur gut dass ich auf einer Leihmaschine sitze und mir keine Gedanken über die Haltbarkeit des Hinterrads machen muss.

Auf der anderen Seite sind die Bremsen auch völlig auf der Höhe der Technik, ABS kombiniert mit richtig zupackenden Scheiben-Bremsen eliminieren die Geschwindigkeit ohne dass man drüber nachdenken muss.  Die Federung ist komfortabel aber bestimmt nicht “Butterweich”, genau so wie sie meiner Meinung nach für einen Cruiser sein sollte.

Alles in allem fühle ich mich „Sau-Wohl“ auf der Rocket III und könnte mir vorstellen das die Roadster ein weiteres Motorrad in unserem Fuhrpark werden wird. Ich muss allerdings nochmal mit meinem Finanzvorstand und auch Triumph reden, denn 18K-€ für die voll ausgestattete Rocket III sind ein dicker Batzen, selbst wenn man ein Motorrad in Arnold Schwarzenegger Format dafür bekommt.

Rocket III

Hier aber zum Vergleich die Meinung meines  “Pillion-Writer”.

Der Tag der Überraschungen oder „überblüft“ – der Triumph Pressetag am 14.6. in Rosbach.

Ich darf mit meinem Motorradfahrer zu Triumph zum Probefahren, ich werde wieder die  gefahrenen Maschinen aus Sicht des Sozius betrachten (Mein Fahrer sagt ich bin der “Writing Pillion”, was soviel wie heißt wie “Schreibende Beifahrerin”).

Der Event findet rund um den Feldberg im Taunus statt, Treffpunkt ist das Firmengelände von Triumph in Rosbach. Wir werden mit einen leckeren Frühstück empfangen. Das Wetter ? Na ja, es ist stark bewölkt, der Horizont zeigt sich tiefschwarz, aber an Ende des Tages sind es wirklich nur 2 Tropfen die vom Himmel fallen..

Im Rahmen einer sehr informativen Firmenpräsentation werden die Tour Guides vorgestellt, die drei Gruppen von Probefahrern (u.a. Blogger von Hamburg bis München) durch die kurvenreiche Gegend und zeitlich abgestimmt an die Fotopunkte führen werden.

Ich bin schon auf vielen Maschinen vieler Hersteller auf dem hinteren Polster der Sitzbank gesessen und dachte, ich würde die verschiedenen Modelle immer bereits im Vorfeld in die richtige Schublade einordnen können, aber dann begegne ich der “Triumph Rocket III Roadster”. Die zeigt mir, dass Schubladendenken nicht die beste Vorgehensweise ist. Sicherlich erleichtert es meist die erste Klassifizierung, aber manchmal landet man ganz weit neben der Realität.

Ich öffne folgende Schublade: “unhandliche Cruiser” und stopfe die Rocket III rein – VERSEHENTLICH, wie sich im Folgenden zeigt.

Triumph Rocket III

Und dann nähere ich mich der ersten Probefahrt und stehe erstmal vor der Maschine:
Ich betrachte das neben der Bulligkeit der Maschine verschwindend kleine Sitzpad für den Beifahrer und die Nähe der Auspuffrohre zu den Fußrasten und entscheide mich -trotz der eigentlich geringen Höhe der Sitzfläche- über die Fußraste aufzusteigen. Linker Fuß also auf die Fußraste, linkes Bein strecken und damit den Körper über das Moped heben, rechtes Bein über das Heck schwingen und auf der Fußraste aufsetzen, dann hinsetzen. Gute Entscheidung, so beschließe ich für mich, denn ich bin nicht -wie befürchtet- an den Auspuff bekommen.  (So steigt man übrigens auch bei Pferden auf, nur ein Hinweis)

Gewohnheitsgemäß möchte ich die Sitzposition optimieren und suche nach einer Möglichkeit mich mittels Aufstützen auf die Sitzbank oder (nicht vorhandener) Haltegriffe hochzustemmen um die Sitzposition neu zu wählen…  aber Moment mal … die Sitzposition kann nicht verbessert werden, denn ich sitze schon optimal.

Bei der ersten Kurve bin ich froh, als wir diese beim vom Fahrer gewählten Radius unbeschadet genommen haben. Bei dem Kreisverkehr dahinter bin ich nicht sicher ob wir den langen Weg außen herum oder den kurzen mittendurch wählen werden – aber nach diesen beiden erfolgreich absolvierten Gewöhnungsmanövern ist das Moped wie angewachsen an meinen Fahrer und benimmt sich wie eine kleine, leichte, handliche Maschine.

Ich hatte zunächst Bedenken, ob ich mich beim Beschleunigen festkrallen werden muss – aber weit gefehlt, ich sitze wie festbetoniert auf der Maschine (und die Armierungseisen in diesem Beton sind auch wohl platziert, kein bisschen nach vorne oder hinten klappen).

Wie sieht es denn aus, könnte ich meinen Dienst als „Hütehund“ bei Touren mit anderen erfüllen? Ich sehe im Spiegel meine Haare fliegen – ich habe heute früh mein Halstuch vergessen, und so machen sich die Haare auf in die Luft und flattern unter meinem Helm. Aber es ist ganz egal, dass ich die Straße hinter uns nicht sehe, die Fahrer, die uns folgen, sollen sich einfach am sonor donnernden Gebrüll der originalen Auspuffanlage orientieren, sie können uns einfach nicht verlieren.

Die Soundkulisse hat dann auch gleich eine Mitfahrerin dazu animiert immer hinter uns her zu fahren, hört sich wahrscheinlich dahinter noch besser an, als auf dem Motorrad und da ist es schon eine Gänsehaut erzeugende (legale) Soundkulisse, alles aus einem 2,3 l Dreizylinder.

Beim ersten Stopp will ich meiner Überraschung über diese Maschine Ausdruck verleihen und beginnen meinen Satz mit: „ich bin total über-„, mein Gehirn arbeitet im Hintergrund und beschließt dass überrascht in diesem Zusammenhang ein viel zu wenig aussagekräftiges Wort wäre und verblüfft doch besser passen würde und so vollende ich den Satz zu: “Ich bin total überblüfft“.
Ja genau, das trifft es am besten, ich bin überblüfft!

Die Rocket Roadster ist nicht nur Roadster sondern eher ein “Road Star” mit Tourer-Qualitäten, eine ausgiebige Ausfahrt auf dieser Maschine kann ich mir jederzeit vorstellen.

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Zum Wenden auf übrigens kleinstem Raum wechselt mein Mann auf der Rocket überraschenderweise von seiner gewohnten Richtung gegen den Uhrzeigersinn zum wenden im Uhrzeigersinn (für mich wäre die Richtung selbstverständlich, weil ich wegen meinen zu kurzen Armen die Kupplung loslassen müsste und nicht schleifen lassen könnte, wenn ich mit diesem breiten Lenker im Uhrzeigersinn zu wenden versuchen würde… aber er kuppelt doch gar nicht, wozu auch..). Das fällt mir einfach mal wertfrei auf.

Cruiser sind ja nicht so meine am liebsten (bei-)gefahrenen Maschinen, aber die Rocket…, die Rocket passt einfach gar nicht in diese Schublade.


Technische Daten und den ganzen anderen Kram gibt’s wie immer bei Triumph Motorräder im WEB oder bei deinem Triumph-Händler deines Vertrauens.

Bilder : Copyright bei „Triumph Motorcycles

 


 

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Is‘ das ne Harley ?? Oder doch ne Triumph??

So jetzt fährt man entspannt mit einer Rocket durch die Gegend und dann kommt der erste Stopp und schon meldet sich der ein oder andere Mit(Test)Fahrer :”Kann ich auch mal?”

Tja, also die alten Knochen von der Sitzbank runtergeschwungen, nachdem die Hinterfrau (unter Gemaule) den Platz geräumt hat.

Was fahren wir jetzt ? Ohh das sieht aber aus wie eine Harley, oder? Heißt aber “Triumph Thunderbird LT”. Sieht ein bisschen aus wie eine Heritage oder eine Roadking, mal sehen wie sie sich “anfühlt”. Und da ich beide HD schon gefahren bin, ja fühlt sich ÄHNLICH an. Auf alle Fälle sieht sie schon mal cool aus.
Thunderbird_1024Beim Fahren gibt es erstmal eine kleine Überraschung, die ist echt nicht schlecht mit Ihrem 94 PS produzierenden 1.700 ccm 2-Zylinder. Das Sitzgefühl ist “Easy-Riding” entspannt und plüschig weich.

Was sagt der “Writing-Pillion” dazu? Diese Maschine hat ihr nicht gefallen wie man an dem doch recht kurzem Text sehen kann.
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Wir machen bei dem Stopp den „Fehler“, die Maschinen zu tauschen.  Als zweite Maschine fahren wir wieder einen Cruiser – diesmal aber wirklich einen Cruiser, ganz klassisch mit Sissybar und Packtaschen-  die Thunderbird LT (die Maschine passt übrigens ohne Probleme in mein Schubladensystem).
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Na ja, ein bisschen mehr gibt es schon dazu zu sagen, lach.
Also die Sitzposition der holden Beifahrerin ist eher Harley typisch ein bisschen vom Fahrer entfernt, nicht so das man eine Gegensprechanlage braucht, aber es gibt immerhin eine spürbare Entfernung.

Aus der Fahrersicht gibt’s nix zu meckern, außer vielleicht Fußplatten (Trittbretter) die relativ schnell aufsetzen. Aber die Kurvenhatz ist ja auch nicht das gedachte Betätigungsfeld. Eher das gemütliche durch die Gegend gondeln mit einem Motorrad das keine Ecken und Kanten hat, also ein gutes und beschauliches Reisen ermöglicht.
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Ich glaube die 380 KG Leergewicht helfen dem Fahrer eine ruhige Fahrweise an den Tag zu legen. Selbst wenn die ABS unterstützten, 310er Doppelscheiben von 4 Kolbensätteln die Geschwindigkeit unauffällig in Wärme umwandeln (brrr, allein beim  Gedanken daran läuft’s mir den Rücken runter, bremsen, brrr), na jedenfalls bremsen die Bremsen wie sie bremsen sollen. Auch eher unauffällig, aber so will man das ja als Fahrer haben.

Sonst noch was ?? Jepp ich war eigentlich total überrascht, dass dem anderen “Test”-Piloten die Rocket nicht gefallen hat. Jedenfalls sind wir beim nächsten Stopp wieder grinsend auf das ursprüngliche Fahrzeug gestiegen und haben uns irgendwie wohler gefühlt.

Sagt auch die “Pillion-Writer”in :
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Beim nächsten Stopp drehen wir das Rad der Zeit zurück  und wechseln wieder auf die Rocket 🙂 und ich nehme auch die Rocket aus der falsch gewählten Schublade raus und erstelle eine ganz eigene Rocket-Lade, grins.

Wenn wir in einem Möbelhaus ein Sofa wie die Rocket finden würden, würde das bisherige Sofa (vorm Fernseher) ohne nachzudenken ersetzt werden!
Tür auf, altes Sofa raus, Rocket-Sofa rein, wohlfühlen.
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Technische Daten und den ganzen anderen Kram gibt’s wie immer bei Triumph Motorräder im WEB oder bei deinem Triumph-Händler deines Vertrauens.

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