Scheisst Euch nicht an!

Mein Blogger Kollege in Österreich hat einen BEMERKENSWERTEN BEITRAG verfasst. Ausnahmsweise heute nix von mir, sondern von Dieter Wellmann dem Schreiber bei : http://www.riskride.at/

Hier geht’s los.

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Scheisst Euch nicht an!

Publiziert am 18. März 2015 von Dieter Wellmann

Lieber Verkehrsminister! Liebe Hochsicherheitsindustrie!
Scheisst Euch nicht an!

Werner Munter ist Risikoforscher mit Bikerlook. Die einen nennen ihn eine Sicherheitskoryphäe, für andere ist er DER „Lawinenpapst“. Er selbst bezeichnet sich als „Unsicherheitsexperte“.
Eine für mich gewichtige Idee von Werner Munter ist die Unterscheidung zwischen gutem und schlechtem Risiko. Risiko ist laut Munter dann gut, wenn auf 100.000 Personentagen ein Todesfall kommt (Personentage!!! NICHT Personen!). Eine ähnliche Norm schwebt auch dem Verband Deutscher Sicherheitsingenieure für die Industrie vor.

Nun die entscheidende Frage: Ist das Risiko “Motorradfahren” gut?

OK! Kopf in den Fahrtwind, Hände vom Lenker und Rechenschieber aus der Schublade. Los geht’s:

Zugelassene Motorräder in Österreich (Stand 31.Dezember 2014): ca. 465.000 Stück

Wenige haben mehr als ein Motorrad. Manche sind Vielfahrer. Einige bewegen ihr Liebstes nur manche Tage im Jahr. Viele fahren tägliche auf zwei Rädern in die Arbeit. Wenn jemand von Euch besser schätzt, lasst es mich wissen. Ich tippe mal defensiv auf 300.000 in Betrieb genommenen Motorräder im Jahr. Im besten Fall fährt der 08/15-Motorradfahrer das halbe Jahr an ca. 26 Wochenenden eine kleine Runde. Ergibt daher 26 gefahrene Tage. Also 7,8 Millionen Personentage nach Werner Munter (26 x 300.000)!

Hätten wir in Österreich also 78 getötete Motorradfahrer jährlich (7,8 Mill. dividiert durch 100.000), dann wäre das Risiko „Motorradfahren“ GUT und AKZEPTABEL.

2014 gab es knapp über 70 tödlich verunglückte Motorradfahrer in Österreich, (2012/68; 2011/67; 2010/64). Also:

BITTE, liebe Hochsicherheitsindustrie, lieber Verkehrsminister, lasst unsere Leidenschaft unberührt. Lasst uns Motorradfahrer in Zukunft selbst bestimmen, ob wir ABS, Warnwesten, Protektoren oder Airbags verwenden. Warum soll ein und dieselbe Wahrscheinlichkeit getötet zu werden in der Industrie und im Bergsport akzeptabel und gut sein, beim Motorradfahren jedoch schlecht?

risk’n’ride,
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http://www.riskride.at/wordpress/allgemein/scheisst-euch-nicht-an/

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In eine ähnliche Richtung geht auch Clemens Gleich’s Blog Eintrag .
http://www.mojomag.de/2015/03/sagt-mir-nicht-wie-ich-motorradfahren-soll/

Sagt mir nicht, wie ich Motorrad fahren soll

– Clemens Gleich in Kategorie(n) eine Spur, Kommentarhabarber – 17.03.2015

Danke GOTT für die EU!!

Heute muss ich mal eine Fahne für jemanden anders schwenken, Uwe Flammer

Uwe hat in seiner Erklärung der EU für Motorradfahrer, mehr oder weniger auf den Punkt gebracht warum die EU für uns Motorradfahrer GUT ist. Besser hätte ich es auch nicht ausdrücken können.

Und BITTE MACHT MIT, am Schluss des Artikels ist ein Link zu WIE WERDE ICH MITGLIED IM BVDM

O-Ton Uwe :

Leute, Ihr alle solltet jeden Tag auf Knien durch die Garage rutschen und dem lieben Gott danken, dass es die Europäische Union gibt.

Glaubt Ihr denn im Ernst, dass wir heute noch eine europäische Motorradindustrie hätten, wenn es nicht diesen gemeinsamen Markt gäbe mit 500 Millionen Einwohnern, in dem überall die gleichen Führerscheinregelungen und die gleichen Vorschriften für die Typzulassung gelten?

In dem ein und dasselbe Motorrad in 28 Staaten identisch verkauft werden kann, ohne dass ein Teil angepasst werden oder ein Ersatzteil speziell hergestellt werden muss? Was glaubt Ihr denn, wie es geschehen konnte, dass es Firmen wie KTM, Ducati, MV Agusta, Moto Guzzi oder Triumph heute immer noch oder wieder gibt?

Und glaubt Ihr, deutsche Bürokraten würden irgendetwas besser machen, wenn man sie alleine werkeln ließe? Wie war das denn damals, in der alten Bundesrepublik?

Als 16-jährige maximal 50 ccm fahren durften? Als die japanischen Hersteller sich „freiwillig“ auf 100 PS beschränken mussten, um der Keule des Gesetzgebers zu entgehen?

Als Doppelscheinwerfer streng verboten waren, weil man sonst das Motorrad bei Nacht hätte für ein Auto halten können?
Als der TÜV bei Umbauten jede Kleinigkeit mit dem Zollstock nachmaß und man jeden noch so kleinen Scheiß abnehmen und eintragen lassen musste?

Als wir mit riesigen Kuchenblechen am Heck unterwegs waren?

Seit stolz auf die 12 Sterne auf euren Nummernschildern und haltet sie in Ehren, denn diese 12 Sterne sind nicht nur ein Symbol für Reisefreiheit auf einem Kontinent mit offenen Grenzen, sondern sie stehen auch für den Schutz vor der Willkür übereifriger Regionalpolitiker, die am liebsten eigene Zulassungsvorschriften für jedes Bundesland einzeln erlassen würden, wenn sie uns das Motorradfahren nicht schon ganz verbieten können.

Hört auf zu jammern und seit bereit, Euch zu wehren – gemeinsam mit uns im BVDM und unseren Motorradfreunden aus ganz Europa, die mit uns in der FEMA organisiert sind.

Nur Einigkeit macht stark, über Staatsgrenzen hinweg!

Wenn Ihr noch nicht Mitglied bei uns seit, hier könnt Ihr es werden:
http://www.bvdm.de/mitgliedschaft.html

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Copyright bei “Joerg Wenzel“ HashTag: #WhyAskWhy

Servus, ich bin Joerg. Biker seit 1975, Nordrhein-Vandale nun langjähriger Beute-Bayer und ein Schreiber für dieses Blog. Auch mit meinem Namen „Joerg Wenzel“ oder dem Hastag #WhyAskWhy in anderen Social Medien zu finden wie zum Beispiel -Twitter – Google+ – Facebook – Instagram  sowie bei YouTube.

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