Southern 100 – Teil 2

Mein „Arbeitstag“ auf der IoM fängt immer erst am späten Nachmittag an, weil die „Practice Sessions“ von 18:xx bis 21:xx sind, je nachdem ob es eine Verzögerung gibt, so wie gestern,oder ob alles nach Plan läuft. Ich muss sagen der „Southern 100 Club“ hat ein Schedule, das sehr sehr ENG ist. Und es wird von Montag und Dienstag Abends werden für die verschiedenen Klassen ein nach der andere Trainings-Session durchgeführt. 250/600/1000/SideCar, hier fahren 6 oder mehr verschiedene Klassen, teilweise zusammen, außer den Sidecars (Motorräder mit Seitenwagen). Eine geniale Mischung.  Da wird es nie Langweilig. Aber eigentlich wollte ich etwas zu dem Bild hier schreiben. 

Kawasaki GPz 900 RR

Mein erstes “Superbike”, mit dem ersten Rahmen der (fast) nicht mehr gewackelt hat. Jeder der in den 70er und 80er Jahren ein Motorrad gefahren ist, weiss wovon ich Spreche. Ich hatte eine Honda CX 500 mit damals 48 PS (wegen der Versicherung) und einem Rohrrahmen. Der hat schon geschlabbert wenn das Motorrad noch auf dem Seitenständer stand. Vor allen Dingen sind die Plastik-Schwingenlager nach mehr als 120.000 km jenseits von Gut & Böse gewesen. Und dann kam die Kawasaki, was für ein geiles Motorrad. Diamond Frame, mit fetten Aluminiumplatten, einem (na ja so la la) funktionierendem Anti-Dive System. Wassergekühlter Motor mit mehr als 115 PS, was für eine geniale Maschine. Und gestern habe ich wieder eine hier auf der Insel gesehen. Da musste ich erstmal ein Foto machen und gestern Abend nach dem Rennen habe ich noch den Besitzer getroffen, der zufällig am “Ballabeg Hairpin” der Practice Session zugeschaut hat. War ein sehr interessantes Gespräch. Er ist der 1. Besitzer der Kawa und hat sie für mehrere Jahre (Familie und so) in der Garage stehen gehabt und erst kürzlich wieder Restauriert. Schade das da eine 4-1 Anlage dran gekommen ist, aber der Sound war schon nicht schlecht, lach. Tja das wäre in Deutschland so nicht durch den TÜV gekommen, grins.

Ballabeg Hairpin, mein “Arbeitsplatz” nicht nur für die Practice Montag und Dienstag, sondern auch am Mittwochabend für die dann stattfindenden Rennen und am Donnerstag den ganzen Tag für die Rennen die Vormittags und Nachmittags geplant sind. Wenn ich mir die Wetterlage ansehe, könnte es wirklich “Dry&Warm” werden. Ich halte jedenfalls beide Daumen gedrückt das wir gutes Wetter haben werden. Am Ende kann ich es aber nicht ändern und hier bei der Southern 100 wird sowieso gefahren, da gibt es keine Einschränkung. Regenreifen drauf geschraubt und los geht es. Der Hubschrauber kann hier immer Fliegen und wie ich dem neuen IMC (Incident Management Course) am Montag gelernt habe, dauert es maximal 2 Minuten bis an wirklich jeder Stelle der Rennstrecke ein Rettungswagen/Notfall Doktor eintrifft. Normalerweise geht das noch schneller, weil die Rettungskräfte an den neuralgischen Punkten der Rennstrecke bereit stehen.

Hab ich was neues Gelernt beim IMC des Southern 100 Clubs ? Klar, lach. Mir war die Procedure nicht klar wie man einen Fahrer aus einem Sidecar herausbekommt, also ohne weitere Verletzungen hinzuzufügen. Der kann ja nicht einfach so aufstehen. Die Geräte sind mittlerweile an der Motortechnisch möglichen Grenze angekommen. Da gibt es keine besonderen Vorteile mehr ob man jetzt einen 600er Suzuki/Yamaha/Honda Motor fährt. Die haben alle mehr oder weniger die gleichen PS, das Drehmoment ist auch in ähnlichen Bereichen. Der einzige Vorteil den man sich noch verschaffen kann ist durch Aerodynamic. Das heißt aber der Fahrer und der Beifahrer sitzen in oder unter/hinter einer mehr oder weniger engen Verkleidung. 

Gestern konnte ich 1. Hand sehen wie schwierig es für den Fahrer ist, einfach nur aus dem Gespann Motorrad auszusteigen, genau AUS dem Motorrad. Der Fahrer ist mehr oder weniger komplett eingekapselt und hat z.B. seine Beine in Schächten nach hinten um dort die Schaltung und die Bremse zu benutzen. Wenn man sich jetzt vorstellt, das der Fahrer nicht mehr selber aussteigen kann, ist es für die Marshal’s ein 5 Mann Job um den Fahrer aus dem Sidecar Motorrad korrekt aus dem Bike zu bekommen. Das müsst eigentlich viel öfters geübt werden, aber das geht leider so auch nicht. Deswegen gehe ich eben jedes Jahr zu einem IMC (Incident Management Course) und bisher habe ich immer wieder etwas dazugelernt, oder konnte schon bekanntes verbessern. Denn am Ende geht es darum das ich als Marshal in einer Stress Situation weiss was zu tun ist. 

 

Joerg Wenzel – Blog-ender Motorrad Enthusiast – aus München – schreibt http://www.WhyAskWhy.de

Southern 100 – Teil 1

 OK ich bin (schon) wieder auf der Isle of Man. Böse Zungen behaupten ja das es mir einfach viel zu warm in Deutschland ist. Dem muss ich energisch Widersprechen, das sind keine „Böse“ Zungen, nur Leute die mich ganz gut kennen. Aber Spaß beiseite, es war wirklich so Warm in München das meine Frau und ich für ein langes Wochenende in ein nettes Hotel gezogen sind, weil die nämlich eine Klimaanlage haben. Nein ich kaufe mir keine Mini Klimaanlage für 3-5 Tage Hitze, es ist doch viel Angenehmer sich in einem Hotel Bedienen zu lassen, lach. Hat das etwas mit meinem Aufenthalt auf der IoM (Flughafenkürzel für – Isle of Man) zu tun? Nee nicht wirklich. Kurz und knapp es sind die Southern 100. Aber dann wäre dieser Blog Beitrag jetzt schon wieder zu Ende. 

Also erstmal zur Erklärung. Die Isle of Man liegt mitten in der Irischen See und war bis zur “Erfindung” der günstigen Flug-Pauschal-Urlauber “DIE Urlaubsinsel” der Engländer. Einfach mit dem Schiff zu erreichen und durch den Golfstrom auch so klimatisiert das hier sogar an einigen Stellen Palmen wachsen. Nein das hat mit “Global Warming” nix zu tun, ist der Golfstrom. Ein “kleiner” Teil des Golfstroms vor Irland zweigt ab und umspült die Isle of Man. Der ist für das eher gemäßigte Klima hier zuständig. Palmen, Wallabies (kleine Känguruhs), Tropische Pflanzen sind keine Besonderheiten hier.

Aber neben Tourismus sind für uns “Continentals” natürlich die Motorradrennen der “Tourist Trophy” ein Begriff (oder auch nicht). Jedenfalls hat sich die Insel den Titel des “Capitol of Motorsport” gegeben. Hier gibt es nicht nur die “Tourist Trophy” (TT), sondern auch die “Classic TT” (oder auch “Manxx Grand Prix” MGP genannt), die Britischen TRIAL Meisterschaften haben hier einen Event, die Britische Rally Meisterschaft, Dragster-Events auf einer speziellen “Drag Race” Strecke  und unter weiteren Events auch abseits des Motorsports gibt es die “Southern 100” auch die “Friendly Races” genannt.

Diese Woche bin ich hier um meine Freizeit als Ehrenamtlicher “Marshal” hier zu verbringen. Zelten ist wie schon so oft meine bevorzugte Übernachtungsart und wie schon dieses Jahr zur Tourist Trophy bin ich  auf dem “einzigen” Campingplatz der Insel, auf “Silly Moos Campsite”, der einen “Deutschen mit Humor” verkraften kann. Und ich kann mein Zelt IN einer der Scheunen aufschlagen. das hat den Vorteil das bei schlechtem Wetter mein Zeug trocken bleibt und bei Hitze ich nicht im Zelt einfach dahin schmelze. Alles in allem ein sehr guter wenn auch ungewöhnlicher Ort sein Zelt aufzuschlagen.  Na ja und wie das Wetter es heute wieder zeigt, war das genau die RICHTIGE Idee IN der Scheune zu Zelten. Kommt gerade wieder in Bindfäden vom Himmel runter. Ich hab mir gerade die Wetter Radar Vorhersage angesehen, es könnte um 15:00 trocken werden. Vielleicht klappt das ja doch mit im trocken „Marshalling“. Ich werde jetzt mein Mittagessen zubereiten und dann schau ich mal wie ich zur Rennstrecke komme. Vielleicht kann ich ja wie gestern die „Farm Hure“ einen RAV4 verwenden und kann mir die Busfahrt sparen. Der Billown  Course ist von hier ca. 30 KM Entfernt. Mit dem Bus eigentlich kein Problem, man muss nur genügend Zeit mitbringen, es gibt keine direkte Verbindung, muss Umsteigen in Douglas und dann sind noch die Streckensperrungen, im Prinzip muss man hier im 15:00 losfahren um dann um 17:30 am Einsatzort zu sein. Geht mit dem Auto einfach viel Einfacher.

 

Joerg Wenzel – Blog-ender Motorrad Enthusiast – aus München – schreibt http://www.WhyAskWhy.de

 

A calve named „Joerg“

Bi-Lingual: English further down.

Ich bin ein mehr oder weniger „regulärer“ Besucher der Isle of Man im Mai/Juni zur „Tourist Trophy“ und im August/July dem „Manx GP“ und in diesem Jahr nun auch im Juli zum „Southern 100„. Ich fahre auch „fast“ immer auf den gleichen Zeltplatz,  nämlich zum „Silly Moos Campsite„. Wie aus dem Namen ersichtlich , ist das eine Farm, genauer eine Milchfarm auf der Isle of Man im Norden, in der Nähe von Ramsey.

Es hat sich als sehr nette Geste herausgestellt das ab und zu den neugeborenen Kälber Namen von Camper erhalten. Und dieses Jahr war ich dran, grins. Das Kalb „702141“ hat den Namen „Joerg“ bekommen. Natürlich fühle ich mich geehrt und freudig überrascht. Damit hatte ich ja nun wirklich nicht gerechnet.

Das ganze mag für den ein oder anderen kein grossen Deal zu sein. Für mich ist es eine kleine Anerkennung und Wertschätzung der Campingplatzbetreibern. Es macht das zu einem Event zu dem man gerne geht, sozusagen ein Familien Event.

Danke nochmal an Fiona und den Rest der Gang, die bei der Namensauswahl meinen gezogen haben 🙂

ACalfNamedJoerg

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Translated with www.DeepL.com/Translator

I am a more or less „regular“ visitor to the Isle of Man in May/June for the „Tourist Trophy“ and in August/July for the „Manx GP“ and this year also in July for the „Southern 100“.

I also „almost“ always go to the same campsite, namely to the „Silly Moos Campsite“. As the name suggests, this is a farm, more precisely a dairy farm on the Isle of Man in the north, near Ramsey.

It turned out to be a very nice gesture that from time to time the newborn calves get names from Camper. And this year it was my turn, grin. The calf „702141“ got the name „Joerg“. Of course I feel honored and joyfully surprised. I really hadn’t reckoned with that.

The whole thing may not be a big deal for one or the other. For me it is a  recognition and appreciation of the campsite operators. It makes this an event you like to go to, a family event so to speak.

Thanks again to Fione and the rest of the gang who chose my name 🙂

Bullerei :-)

Aus gegebenen Anlass unterbreche ich die Reihenfolge der Stories und komme mit etwas sehr sehr Altem, also eine Storie aus den 80er, aber mit Bezug zur Neuzeit. Los ging es mit einem Bild bei Facebook. Und wie ich noch mit Tränen in den Augen da sitze und drüber Nachdenke ob ich nicht genau zwei solcher Typen kennen, fällt mir die Storie aus dem 80er Jahren ein.

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Ich fahre mit meiner damaligen LAB (Lebens Abschnitts Begleiterin) aus dem Sauerland (auch bekannt als Woll-Gebirge) so mir nichts dir nichts mit knapp 180 km/h auf der Autobahn. Das Fahrzeug ? Es war meine geliebte Kawasaki „GPz 900 R“ und wir waren auf dem Weg nach Hockenheim, früh am Morgen im Sauerland losgefahren und deswegen entsprechend DICK eingepackt.

Leder, Jacke und noch zum Abdichten eine Regenkombi drüber. Selbst mit der in den 80er noch vorhandenen schlanken Figur, haben wir ausgesehen wie zwei Michelin Männchen.

Da fahren wir also so gegen 06:00 morgens auf der Autobahn, kurz vor Hockenheim und freuen uns schon auf einen Kaffee auf dem Zeltplatz und die Überraschung unserer Freunde, das wir schon da sind. Da kommt langsam ein weinroter (ich glaube) BMW auf der linken Seite an mir vorbei und eine Uniformierte Person hält mit 2 Händen ganz verzweifelt eine Kelle halb aus dem Fenster.

Musste erstmal lachen, weil es einfach Witzig aussah, wie das Männchen versucht hat die Kelle in dem Sturm von knapp 180 km/ nicht zu verlieren, oder sie doch mir vor die Nase halten zu wollen. Ich hab dann höflich eine Hand vom Lenker genommen und ihm mit einem Finger gezeigt was ich von der Aktion halte.

Da ich aber auch damals schon wusste das man über den ersten Reflex noch Nachdenken soll, hab mir überlegt das es besser ist den Daumen als Kommunikationszeichen zu geben, anstelle des Mittelfingers. Die zwei sind dann vor mir eingeschert und ich bin langsamer geworden und ihnen auf einen Parkplatz gefolgt.

KawaHsk

OK, Kopfkino einschalten. Augen zu, folgende Situation:
2 Leute auf dem Bike, sitzen da schon seit knapp 1 Stunde in der kalten Morgenluft und sind eingepackt als wenn sie in die Antarktis wollten. Anhalten vom Bike sieht dann nicht so elegant aus. (Fertig mit dem Lachen).

Also die zwei Sheriffs, wahrscheinlich aus Österreich importiert (weil die dort damals Messinstrumente in ihrem Körper eingebaut hatten, die alten Biker Wissen worüber ich spreche), also die zwei raus aus ihrem Wagen und kommen ganz aufgeregt auf mich zu und plärren mich an, das dies eine ALLGEMEINE VERKEHRSKONTROLLE wäre und sie SOFORT meine Papiere sehen wollen.

Ich hab, immer noch bis oben hin zugepackt und im Ohr die guten Ohropax, ne runde rumgeschaut ob noch jemand da ist. Das muss den einen anscheinend noch mehr Aufgeregt haben, und er brüllt mich an, das ich sofort die Papiere abzuliefern habe. Na ja ich habe ihm dann gesagt das die Papiere in der Innentasche meiner Lederjacke sind und das ich ein bisschen Ausziehen müsse um daran zu kommen.

Meine LAB und ich habe angefangen mit dem „Auspellen“, wie man sich Denken kann, gaaaannnzzzz langsam und ordentlich. Gibt es nicht so ne Werbung von IKEA?? Der Typ packt erst seine Sachen einsortiert die gerade Ausgezogen hat. Ungefähr in der Art.

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Die zwei, ich nenne sie mal „Knallschote“ und „Kasperkopf“, sind in der Zwischenzeit immer um das Motorrad rum, haben Bilder von den Reifen gemacht (alles I.O., nagelneu und völlig legal), der Auspuffanlage (Termignioni, der gleiche Hersteller der seit neuestem auch für die neue African Twin den Auspuff produziert, war an der GPz LEGAL damals), der Verkleidung (alles Original, gab noch keine LED Blinker, also eine Sorge weniger)und alles in allem sind sie sehr aufgeregt um das Bike rum und haben immer wieder nach den Papieren gefragt.

Die kamen auch dann irgendwann einmal. Der mit dem Perso ist sofort zu seinem Wagen gestiefelt und hat anscheinend bei Mutti angerufen um zu Fragen ob ich wirklich der bin der sich mit dem Perso ausweist. Der andere allerdings hat sich alles ganz genau im Schein angesehen und ist von einer Stelle zu nächsten gerutscht und hat Nummern verglichen und eine Stelle gesucht an der er mich Ficken kann.

Anscheinend ist dann der Punkt gekommen wo er die EG Nummer der Auspuffanlage gesucht hat und weil er sie nicht finden konnte (haben die ganz geschickt in Italien nach unten gemacht, stört eh nur das Design), blafft er mich an ob ich an der Auspuffanlage rumgebastelt hätte. Das hab ich mir mit einer Andeutung einer Dienstaufsichtsbeschwerde damit verneint, das die Anlag eine komplett verschweißte Anlage ist.

Und wenn er die Nummer nicht findet, liegt das daran das er sich nicht drunter gelegt hätte, denn dann hätte er sie gesehen. Er also auf dem Rücken unter der (ist schon klar, das die glühend Heiss ist, wir sind ja gerade erst von der Bahn runter) die Auspuffanlage und verbrennt sich doch auch sofort die Finger als er versucht die Nummer mit seinem Zeigefinger zu ertasten. Es ist sooooo was von verdammt schwer nicht loszulachen bei der Situationskomik.

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Anyway, der andere kommt zurück gibt mir die Papiere und sag, die Maschine wäre sehr laut, und ich nur kurz gesagt, alle eingetragen und Street-Legal was aber ein Fragezeichen in das Gesicht der Kontrolleure gepackt hat. Kommt der andere wieder vom Boden hoch und sag zu mir: „Starten Sie den Motor mal und halten ihn dann auf 6.000 U/Min“. Das hat dann ein Fragezeichen in mein Gesicht gepackt und er erklärt mir das er HÖHREN will ob die Maschine zu Laut ist. Tja und dann geht er auf die Knie neben den Auspuff und lauscht.

Mir bliebt dann nix anderes übrig als festzustellen das der eine Unten kniet, der andere sich auch in die Richtung beugt und beide nicht sehen können ob jetzt nun 6.000 oder 10.000 anstehen. Schon mal ne 900er Kawasaki mit einer 4-in-1-Auspuffanlage auf dem Seitenständer in den Drehzahlbegrenzung laufen lassen ? Das hört sich Schrecklich an, der ganze Bock vibriert wie Sau und wandert auf der Bodenfläche. 

Dreht sich der eine um und sagt (anscheinend) „Das reicht jetzt“ und ich Grins ihn nur an und lass den Hahn offen stehen. Dann kommt der andere hoch und wirbelt wild mit seinen Armen rum, das es jetzt gut ist und er genug gehört hat.

Kaum ist der Motor aus und die beiden sind immer noch dabei das Klingeln in ihren Ohren zu beenden, kommt auf der Autobahn neben uns ein holländischer Chopper mit einer hochgezogenen Auspuffanlage (offen) und offenen Ansaugtrichter vorbei geöttelt. Wir könnten das schlürfen der Vergaser in knapp 600 m Entfernung noch hören, lach.

Und plötzlich haben die zwei also nicht besseres zu tun als mir meine Papiere in meine Hand zu drücken ruft dem anderen zu „Denk holen wir uns“ und Rennen los um sich in ihre komische Kiste zu schwingen um dem Holländischen Kollegen einen Besuch abzustatten. Ich denke mal das sie dort auch auf keinerlei Mitgefühl und auch keine Dollars gestossen sind. Damals gab es noch keine grenzüberschreitende Zusammenarbeit. 

Meine LAB und ich haben uns dann wieder angezogen und sind die letzten paar Kilometer zum Hockenheim Ring gefahren. Geschichten wie sie das Leben schreibt, kann man garnicht besser erfinden. lach.

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Copyright bei “Joerg Wenzel“ HashTag: #WhyAskWhy

Servus, ich bin Joerg. Fahre 2 Räder mit Motor Biker seit 1975, „Nordrhein-Vandale“ nun langjähriger Beute-Bayer und ein Schreiber für dieses Blog. Mit dem Hastag „#WhyAskWhy“ in anderen Social Medien zu finden .
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Übers Kochen, unterwegs

Nicht Motorrad, also nicht direkt.
KOCHEN muss auch mal erwähnt werden.

Na das könnte jetzt aber sehr kurz werden, wie :
– Feuer machen,
– Rost über die Glut,
– Fleisch drauf
– wenn es leicht verbrannt riecht einfach Essen. 

OK, hier die längere Version.
Zuhause koche ich ganz gerne. Nicht das meine Frau das nicht könnte, nein es macht mir einfach Spass festzustellen ob das was ich da fabrizieren in den Magen oder die Mülltonne geht. Es macht mir Spass.
Meistens wird das nichts extravagantes, eher in die Richtung gesunde Hausmanns Kost.

Auf Tour, wenn ich Zelte, hab ich in den letzten Jahren festgestellt, das ich dort auch gerne Koche und hier sind so einige meiner Gedanken dazu.

KocherIch hab ne ganze Zeitlang mit einem Bundeswehr Benzin Kocher, also der Coleman Version der Bundeswehr gekocht. Der war aber nur gut um Zeug zu verbrennen, oder Wasser heiss zu machen. Die Flamm-Regulierung war einfach nicht in den Griff zu bekommen. Oder ich bin zu doof dazu. Oder ich sollte vielleicht nicht die Brenner aus gebrauchten Ost-Armee Bestände kaufen. 

Dann bin ich mal ne Zeitlang mit einem echtem Coleman Benzin Kocher unterwegs gewesen, aber der ist nicht da Gelbe vom Ei, einfach weil hier die Heizleistung nur schwer über einen längeren Zeitraum zu kontrollieren ist. Wasser geht, alles andere brennt über kurz oder lang einfach an.

Dann kamen die GAS Kocher der verschiedenen Hersteller. Man merk schon das ich so einiges ausprobiert habe. Die Dinger die AUF der Gaskartusche sitzen sind zwar echt winzig zum Mitnehmen, aber wackelig wie Sau, da hab ich mehr umgekippt als gekocht. Und nein ich bin nicht sooooo Ungeschickt.

Im Augenblick koche ich wieder mit Gas und das mit einem 17 Euro Gaskocherder wie eine kleine Herdplatte aussieht. Damit kann MANN ganz gut die Temperatur regeln, die Spiegeleier werden nicht komplett durchgebraten und schwarz, sondern genießbar. Das Fleisch bleibt „einigermassen in Form“ und hat keine verbrannten Ecken, alles andere funktioniert sowieso. Und zum Glück ist der kleine Kocher in einem „verpackbaren“ Plastikkoffer untergebracht, der es erlaubt das zur Not oben auf das Top-Case zu packen.

Ja Gas ist nicht überall zu bekommen, ich weiss, aber das Problem hatte ich noch nie. Sollte ich in eine Gegend kommen wo es keine Gasflaschen zu kaufen gibt, dann wechsle ich wieder auf den „Multifuel“ von Dragon um. Da wo es kein Gas gibt, liefert Amazon nicht hin, deswegen fahre ich dann da nicht mit dem Motorrad hin, lach. Ich schleppe den Scheiss doch nicht immer mit.Pizza

Kochen, also der teil mit der Energiequelle ist jetzt erledigt. In  der Not gibt es übrigens PIZZA, ein Lieferservice ist immer um die Ecke. Aber darum ging es ja nicht. Pizza bestellen, auch am Hafen von Liverpool, kann fast jeder der ein Mobiltelefon hat. Ob die dann auch wirklich dorthin geliefert wird steht auf einem anderem Blatt.

Aber was kocht MANN denn so ? Zuerst einmal alles was einfach ist und maximal 2 Töpfe benötigt, denn ich habe nur zwei. Eintöpfe, klar  das ein oder andere vom Grill, also Schnitzel/Kotelett, Würstchen, usw. Zum Frühstück das ein oder andere Spiegelei, Rührei, oder irgendwas dazwischen. Abends kommt meistens der (das) BBQ ans Werk und dort werden dann Rind-, Huhn,- Truthan-,fleischige  Sachen aber die/der ein oder andere Paprika, Grillkäse, Maiskolben hat den Weg über den Grill in den Mund gefunden, Grins. 

Beim Cover-Foto ganz genau hinschauen, dort ist zu sehen was die Filmcrew von GoT mit den Drachen unter Umständen gemacht haben könnte.  Zumindest mit denen die hier beim Dreh verwendet wurden.  
Drachen sind so ersetzlich 🙂

Also was nimmt denn nun von Zuhause mit. Klar die Ausrüstung ZUM Kochen. Töpfe Pfanne, Wasserkessel, nach Möglichkeit aus Leichtbaumaterial wie Aluminium.

Side not to my american friends, it is ALUMINIUM not „aluminum“, hehehehe.

Tja dann wäre da noch Gewürze, wie Salz, Pfeffer, Paprika (mein Liebling), die entweder bei einem Kurztrip von Zuhause mitgenommen werden, oder bei längeren Ausflügen für kleines Geld vor Ort gekauft werden können. Genauso wie die Zutaten wie Fleisch, Gemüse und Obst. Das kaufe ich immer frisch auf dem Markt oder im Supermarkt an der Frischtheke. Irgendwie gehört das lokale Angebot beim Essen einfach zum Urlaub dazu.
AbendbrotManchmal muss man aber in den sauren Apfel beissen und etwas kaufen das auf den ersten Blick wirklich gut aussieht aber dann durch falsches Kochen nicht schmeckt. Kann passieren, deswegen sind  meine Urlaube ja ein kleines bisschen „Abenteuer Urlaub“. Aber keine Angst ich bin bisher noch nicht verhungert.

An den Tagen wo es spät wird weil die Tour einfach länger gedauert hat als geplant, gibt es die bewährte Käse/Wurst-Stulle. Und keine Panik das Bierchen ist das sogenannte „Stiefel Bier“, das getrunken wird nach der Rückkehr während die Stiefel / Boots noch am Fuß sind.

Wo ich das Bild sehen, frage ich mich jetzt wo das handliche kleine Messer geblieben ist. Vielleicht auf der „Isle of Man“, na gut da kommen wir ja wieder hin. Im Hintergrund ist die grüne Versand Kiste zu sehen. Die Erklärung dazu ist aber ein anderer Beitrag.

 


 

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Servus, ich bin Joerg. Biker seit 1975, Nordrhein-Vandale nun langjähriger Beute-Bayer und ein Schreiber für dieses Blog. Auch mit meinem Namen „Joerg Wenzel“ oder dem Hastag #WhyAskWhy in anderen Social Medien zu finden wie zum Beispiel -Twitter – Google+ – Facebook – Instagram  sowie bei YouTube.

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