Und dann kam die Triumph Explorer XC.

Und dann kam die Explorer.  *Es gab mal einen Film der hieß: “Und dann kam Polly”, mit J.Aniston*
MJ1_0301_2048x1365Warum fahre ich eigentlich noch ein weiteres Motorrad, die Wahl für mein nächstes Bikes ist doch schon passiert.

Aber privat fahre ich eine GS Adventure und die Triumph Tiger Explorer XC ist ja DAS Bike welches im GS Umfeld fährt. Also mit dem „Writing Pillion“ rauf auf die Explorer (mit komplettem Kofferset) und da passt schon in der ersten Sekunde meine Sitzposition, der Griff zu allen Schaltern und auch der Kontakt mit der Hinterfrau ist gerade Richtig. Also schon mal 10 Punkte hier.

Auf der Straße ist der 3 Zylinder mit 1200 Kubik bestens aufgestellt. Mit dem Teil kann man bestimmt noch bis nach “Pusemuckel-Anton” fahren und fühlt sich dann noch Frisch und Ausgeruht. Wir sind jedenfalls auf den kleinen Straßen rund um den Feldberg unterwegs und das ist ein Gebiet wo die Explorer in einem Ihrer Elemente ist. Die Schaltung ist kurz und knapp, hier hakelt nix und die Kupplung ist bisher das „am leichtest Bedienbare“ Element das mir jemals untergekommen ist.

Bremsen sind in dieser Klasse einfach dazu da um im Hintergrund so unauffällig wie möglich Ihren Dienst zu verrichten und doch im Notfall mit einer Bremsleistung aufzuwarten die ABS-Unterstützt die Fuhre in kürzester Zeit zum stehen bringt.
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Eine Besonderheit ist der „Elektrische Gasgriff“, heisst es gibt keinen Gaszug im ursprünglichen Sinn, sondern die Drehstellungs-Informationen werden elektrisch an einen Stellmotor weitergeleitet, der super-schnell den Drosselklappenöffungswinkel verstellt. Damit verbunden ist auch ein sensationell schnelles Motoransprechverhalten. Machst einfach Spass mit der Explorer zu Fahren.

Als eingefleischter GS-Fahrer würde mich natürlich auch ein kleiner Off-Road Einsatz freuen, aber damit wäre die mitfahrenden Kollegen auf Ihren Strassenmotorrädern hoffnungslos unterlegen. Deren Federung hat ja schon Probleme die schlechten Strassen hier um den Feldberg auszugleichen. Da hat es das Federungssystem der Explorer einfacher, sie bügelt mit ihrem langem Federweg einfach alle Unebenheiten weg und lässt die Beifahrerin ganz entspannt hinten sitzen. Ich gehe mal davon aus, das sie das genauso anstandslos im Geländer machen würde.

Ein Wort zum Geländeeinsatz der Gross-Enduros. Meiner Meinung nach sind diese Motorräder ALLE nicht dafür gemacht Motor-Cross zu fahren. Keine GS, obwohl der Name es suggeriert (Gelände/Strasse), keine Explorer oder CrossTourer. Es geht darum unbefestigte Wege der normalen Feldweggattung ohne Probleme befahren zu können. Oder auf dem Zeltplatz mal auf der Wiese zu fahren. Aber bitte keine Geländerexkursionen die etwas mit Matsch oder Morast oder ähnlichem zu tun haben. Klar macht der Enduro-Park von BMW und diverse Anbieter von Enduro Trainings ein Bombengeschäft mit Fahrer der Groß-Enduros, aber am Ende fahren von den zig Tausend GS (oder ähnliches) Besitzer sicherlich 99,5 % NUR auf der Strasse, denn dafür sind die Maschinen gemacht. Komfortabel lange und längste Strecken zurückzulegen. Klar kann ich mit dieser Meinung keinen Blumentopf bei den Marketing Abteilungen der verschiedenen Herstellern gewinnen, aber so ist es halt. Es ist meine Meinung dazu.

AR6K3613_2048x1365Aber zurück zur Explorer. Bei etwas schneller Gangart (immer im legalen Speed-Limit Bereich) entzückt die Explorer mit einer bemerkenswerten Laufruhe. Der 3-Zylinder läuft einfach Turbinengleich und faucht durch das Endrohr einen ruhigen aber druckvollen Ton.
Der weiter unten angesprochene (und in den Bildern sichtbare) N44 von Nolan wird in einem anderem Artikel beschrieben. Jetzt hat erstmal die “Writing – Pillion” das Wort.
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Wir fahren zurück zum Firmengelände, um uns zu stärken (Gulaschsupe) und neue Probefahrzeuge auszuwählen.

Mein Mann beschließt einen Helm-Test einzubauen. Triumph und Nolan habe eine  Firmenpartnerschaft geschlossen und Nolan stellt seine Helme in den gängigen Größen zum Testen zur Verfügung.

Wir nehmen auf der Tiger Explorer XC Platz und schließen auf „unseren“ Tourguide auf. Es fallen zwei Tropfen Wasser vom Himmel (buchstäblich nur zwei Tropfen!), mehr Regen gibt es heute den ganzen Tag nicht mehr.

Auch die Explorer XC wartet mit einer Überraschung auf, aber vielleicht liegt das auch an dem Probe gefahrenen Helm meines Fahrers, das muss ich mal offen lassen, denn wir haben keine Vergleichsfahrt gemacht.

Die Explorer XC ist ein klassisches Adventure-Bike, wir fahren diesen Tourer mit zwei Koffern. Mein Fahrer ist fasziniert vom multifunktionalen LCD Display und er probiert alle Einstellungen gründlich durch. (den beim endlich Finden der Tempomateinstellung verursachten Abwurfversuch nehme ich nicht übel, war ja auch nur ein erfolgloser Versuch).

Ich als Beifahrer bekomme den Fahrtwind überraschenderweise direkt an den Helm, ich fühle mich als wäre ich auf einem Naked Bike ohne Fahrer unterwegs, meine Halsmuskeln müssen den Winddruck gefühlt alleine abfangen ohne Schutz von Scheibe oder Fahrer.

Das ist also das ‚verrascht‘ Erlebnis passend zum ‚überblüft‘ zu Beginn.

Im Spiegel sehe ich die Straße hinter mir, ich habe einen guten Blick. Die Sitzposition ist erwartungsgemäß sehr bequem und ich könnte es auf viele (hundert) Kilometer auf dem Sitz aushalten. Fotografieren könnte ich während der Fahrt auch ohne Probleme nach hinten, ideale Sitzposition und Bewegungsfreiheit für mich als Beifahrerin.
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Technische Daten und den ganzen anderen Kram gibt’s wie immer bei Triumph Motorräder im WEB oder bei deinem Triumph-Händler deines Vertrauens.

Bilder : Copyright bei “Triumph Motorcycles


Copyright bei “Jörg Wenzel
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