Fahr ich allein ?

Weil die Frage „Fährst Du solche Touren allein?“ heute in einem anderem Medium aufkam, hier meine Einstellung zur Motorrad Gruppen Reisen Geschichte.  Auslöser war das Bild von dem Fish&Chips Shop in Südengland.

20170824_185522Ja manchmal fahre ich allein. Warum? Weil manchmal meine Buddies eben keine Zeit haben, kein Geld haben, keine Lust haben, oder ich sie einfach nicht gefragt habe. Das ist auch schwierig  die „richtige Truppe“ für eine längere Tour zusammen zu bekommen.

Bei einigen meiner Freunde ist es ganz einfach. Das geht dann so:“ Yo Stefan, wollen wir nächste Woche zum Gardasee fahren ?“, Antwort: „Klar ich komme dann am Freitag um 12:00 zu Dir und dann fahren wir los“.

Keine Planung nur ein Ziel und ein Startdatum. Ob man jetzt auf einem Zeltplatz in einem (un-)Mobile Home oder in einem Bed&Breakfast (Garni) oder einem Hotel übernachtet, wird dann während der Tour geklärt. Man weiß ja noch gar nicht ob man überhaupt zum Gardasee kommt, vielleicht bleibt man ja wegen super schönen Strassen, oder einem See, oder sonst wegen irgendwas in einer anderen Gegend hängen.

Dann gibt es einige Leute die schon im Vorfeld sagen: „Aber auf einem Campingplatz / B&B / Garni / Hotel gehe ich nicht“, ohne überhaupt über die Tour nachzudenken. Denen möchte ich dann am liebsten sagen, „Ja Fick Dich doch selber“, mach ich aber nicht. Aber ich zeigen speziell den Personen all die wunderschönen Bilder von der Tour wenn ich zurück bin 🙂

Dann gibt es Touren die benötigen eine bestimmte Menge an Vorbereitung, speziell wenn es um Fähren oder Flüge geht. Typisches Beispiel ist die „Tourist Trophy“ auf der „Isle of Man“. Jeder kann auf die Isle of Man fahren, kein Problem. Jeder bekommt auch ein Fährticket (das ist nämlich das Bottleneck, oder die entscheidende Stelle die über Teilnahme oder nicht entscheidet).

Wo ist das Problem hier? Wenn man sich bei der „Steam-Packet Company“ auf der WEB_Seite ansieht wann die nächste Fähre fährt, bekommt man auch einen Platz. Allerdings NICHT in der Zeit von Mitte Ende Mai bis Mitte Juni. Da wird es eng auf der Insel wegen der Tourist Trophy. Also hier muss vorgeplant werden. Und dabei kann die Vorlaufzeit auch schon mal 1 (ein) Jahr betragen.

Aber zurück zum eigentlichen Thema, fahre ich so was lieber allein oder mit mehreren Teilnehmern. Ehrlich? 2 – 3 Personen aber dann ist Schluss. Ich mag keine riesen Gruppen, beim Fahren wohlgemerkt. Nachher am Zielort ist mir das sogar Recht das viele Leute da sind. Aber auf der Fahrt ? Nee, da doch lieber noch 1-2 Motorräder in meiner Gruppe und das war’s. Und am liebsten Leute die ein gewisses Maß an Eigenständigkeit besitzen.

Die Truppe für die kommende IoM Reise scheint so zu Funktionieren. Das wird bestimmt gut.  Die erste Gruppen Challenge wird die Fähre nach Newcastle, lach. Da Liegen wir dann zu viert (4) eine einer Kabine, grins, ich glaube aber das sind Etagenbetten, lach. Ausserdem höre ich mein Schnarchen nicht, grins.

Zweites Handicap sind dann Ausländische Feiertage (in England z.B. andere Ferien und Bankholidays), die sollte man auch im Auge behalten. Nicht so wie im Herbst, auf dem Weg nach Stonehenge vergessen(oder besser nicht gewusst) das an genau dem Wochenende ein langes Bankholiday in der UK war. Und alle an die Küsten in den Süden zum Kurzurlaub gefahren sind. Demzufolge ist meine Idee mit, „Da fahre ich jetzt mal hin und guck mal nach einem Motel Zimmer“ völlig ins Wasser gefallen und ich bin bis in die Nacht nach nach Norden gefahren um ein Zimmer in einem „bezahlbaren“ Motel zu bekommen.

Das geht mit mir allein und noch 3-5 anderen Leuten die ich kenne, aber der Grossteil der Leute die ich kennengelernt habe, sind eher nicht Abenteuerfest und brauchen eine genaue Planung.

OK, Holidays und Ferien sind eingeplant, was man aber nicht Beeinflussen kann ist das Wetter. Und da die Klima Erwärmung nur eine Erfindung der Chinesen ist (sagt jedenfalls der allwissende Mr. Trump in den USA) macht man sich besser auch darüber sein eigenen Gedanken, wenn eh schon geplant wird. Also sollten die geplanten Routen, die sicherlich durch die schönsten Gegenden Europas verlaufen, eine Wetter-Abkürzung beinhalten. Muss bei einer Planung immer mit bedacht werden. Das macht die Routen-Übersicht nicht gerade klarer, aber am Ende ist es einfacher morgens im Motel aufzuwachen, Dauerregen festzustellen und mit einem Klick auf die Alternative-Route umzustellen, als erst Stundenlang nach einer anderen Strecke zu suchen, dazu hat man ja die Zeit VOR der Tour investiert. Die muss man dann nicht WÄHREND der Tour verplempern.

 


 

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IoM Anreise

IoM ? was soll das denn sein ?? IoM ist die Abkürzung für Isle of Man. Eine kleine Insel in der Irischen See zwischen England und Irland.

Hier finden jedes Jahr zwei sehr wichtige Motorrad Events statt. Von Ende Mai bis Mitte Juni die „Tourist Trophy“, die  und von Ende August bis Mitte September der „Manxx Grand Prix“ oder auch unter „Classic TT“ bekannt. Dazu findet man im Internet eine ganze Menge Informationen, aber in Kürze fand ich den Beitrag bei WISSEN.DE ganz gut.

Eigensinnig, klein und ein bisschen skurril: Auf der Isle of Man zwischen Großbritannien und Irland ist alles ein wenig anders. Königin Elisabeth II. ist zwar Staatsoberhaupt  zum Vereinigten Königreich gehört das Eiland von der doppelten Größe Dortmunds allerdings nicht. Die Insel hat eigene Gesetze und verlangt ihren Bewohnern nur niedrige Steuern ab. Wer über die “Fairy Bridge nahe der Hauptstadt Douglas geht, grüßt nach altem keltischen Brauch die Feen, um kein Unglück auf sich zu ziehen. Die antiquierte Dampfeisenbahn an der Ostküste bringt es gerade einmal auf 40 km/h und stellt keine Gefahr für die Inselkatzen dar, die keine Schwänze haben. Ach ja, und das berüchtigste Motorradrennen der Welt findet hier statt: die Tourist Trophy. Seinen Rang als Motorrad-Mekka unterstreicht die Isle of Man vollends durch die jährliche Austragung des Manx Grand Prix, der Mitte August beginnt.

Warum zur IoM und nicht zu einem GP-Rennen nach sagen wir mal Brünn?
Zuerst einmal die Fans. Um sich die Rennen (es sind eine ganze Menge, eine Woche Training in verschiedenen Klassen und dann 1 Woche Rennen und den verschiedenen Klassen) auf der Insel zu kommen muss man schon mal Planen, oder extrem viel Geld in einen Flug investieren. Oder verdammt viel Glück haben und ein zurückgegebenes Ticket zu ergattern. 

Also muss geplant werden, damit trennt sich der Fan vom Enthusiasten.  Und die Enthusiasten sind mir lieber, weil sie so viel in die Reise zum „ROCK“ gesteckt haben, das man sicher ist die wollen auch einen gute Zeit haben.  Klar gibt es immer wieder den ein oder anderen, aber das sind die typischen 1%er die es einfach nicht Verstehen können oder wollen was die Tourist Trophy auf der Isle of Man für alle anderen bedeutet.

 

 

 


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„IOM“ – Synonym für echte Biker (in den 80er)

IoM“ – die drei Buchstaben bringen mich immer zum Grinsen. Vor allen Dingen wenn ich die Motorräder und den Komfort sehe, den wir heutzutage bei unseren Touren haben. Ich will ja nicht sagen, dass früher alles besser war (oder warte mal, das war es irgendwie doch), aber im Prinzip sind die alten Stories doch immer die besten. image00599B

Zum einen, weil die meisten Begebenheiten schon vergessen / verdrängt wurden und weil auf der anderen Zeit die Erzähler jetzt so alt sind, dass es bei vielen mit der Erinnerung ein bisschen hapert und sie beim Erzählen dann immer zu sich sagen, „hmm, passt schon was ich da erzähle“, lach. Aber zum Glück hat es in den 80er auch schon Fotoapparate gegeben und ich habe noch ein paar Bilder gefunden, die ich hier zur Untermalung der Stories jetzt veröffentliche 😉

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Eine Tour fing damals an, dass man erstmal bei der Fährgesellschaft angerufen hat, oder ein Reisebüro besucht hat. Internet, hihihih, FIDO Netz war gerade das neueste Geek-Mobil.

(Don’t know FIDO, Google it for god’s sake)

Tja und dann ist man entweder über Hull mit der Fähre gefahren, oder hat den längeren Weg über Calais und Dover gewählt. Beides hatte Vorteile. Beim ersteren konnte man sich auf der Nachtfähre immer so schön Betrinken (ja auch auf der Rückfahrt, lach) und bei der zweiten Option ist man auch mal nach London gekommen. Beefeater schauten damals schon wild wenn deutsche Biker im Leder die Kronjuwelen der Queen sich näher angesehen und intelligente Witze wie „Die Dinger kriegen wir auch noch mal“ gemacht haben, lach.
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Unterkunft war in meiner 80’er IOM Zeit immer das Zelt in „Little Germany“.

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„Little Germany“ war eine Wiese an einem kleinem Bach/Fluss, die einem älterem Herrn gehört hat, der ein Herz für uns arme deutschen Biker gehabt hat, lach. Wir konnten dort für den Betrag von 20 Pfund die ganze Woche zelten. Wie cool war das denn.

(Das sind heute 27,xx Euro für eine Woche – 8 Tage Zelten pro Zelt)
Irgendwie haben sich da aber auch nur Deutsche Biker gefunden. Manchmal ist auch was kaputt gegangen. Das war aber irgendwie kein Problem, jeder hatte noch ein „richtiges“ Bordwerkzeug. Und eine Hebebühne für tiefergehende Motorreparaturen wurde auch flugs aus 2 leeren Bierfässern improvisiert, die man natürlich im Seitenwagen mitgebracht hatte, weil man die „Englische Plörre“ nicht Trinken „konnte“.

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Ach ja Rennen gab es auch, viele wunderschöne Maschinen sind in einer für uns unglaublichen Geschwindigkeit um „unsere Kurve“ rumgekommen. Und man konnte so schön Nahe an der Strecke liegen. Abenteuer oder Dummheit, keine Ahnung aber für uns war es das Grösste auf/hinter dem Erdwall zu liegen und die Bikes vorbeirasen zu sehen, immer mit dem kleinen Hintergedanken, wenn der jetzt Abfliegt, muss ich den Kopf aber einziehen. Ob es geholfen hätte? Wahrscheinlich nicht, aber es war ein geiles Gefühl 20 Meter ohne Zaun vom Renngeschehen entfernt zu sein. Solche Stellen gab es früher (und ich heute auch noch) überall auf der Insel.

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Ach ja, während und auch nach der Rennwoche ist noch ein bisschen Zeit für Entdeckungen. Manx-Wheel, ein altes Wasserrad das eine Pumpe in einem Bergwerk angetrieben hat. Manx-Cat, die Katzen OHNE Schwanz, ich bin mir nicht sicher ob das so gezüchtet oder gekappt wurde. Jedenfalls hat NUR der Bürgermeister der grösseren Dörfer einen Kater (Erzählt man sich so) und damit würde die Population kontrolliert. Na ja, auch eine Methode, lach. Dann gibt es noch geniale Manx-Kühe die ein besonders weiches Leder für Motorradfahrers Jacken Beschriftung haben (Erzählt der Verkäufer so), lach. 

Ein schöner Artikel über die Tourist Trophy ist hier im Spiegel Online (100 Jahre TT), aber das muss man selber erlebt haben, an „Crazy Sunday“ schon morgens mit dem Trinken anfangen damit man nicht mit den Bekloppten auf die Strecke geht, auf einer 500er Enduro ein Fässchen zum lokalen Pub zum Auffüllen gefahren und bei der Rückfahrt mit Polizeibegleitung zum Zeltplatz zurückzukommen hat was, mit einer normalen CX500 versuchen in der Mountain Region auf einen Hügel raufzufahren -aber nicht die Strasse sondern eine Wiese nehmend (hat natürlich nicht geklappt), in Liverpool zig Liter teureren Sprit abgezapft bekommen weil man keine Ahnung hatte (diese Gangster) und so weiter und so weiter.

Mein Tipp: GO THERE ! see for yourself 

 Nur so als kleiner Tipp, das ist die Wiese auf der wir früher gezeltet haben.  https://goo.gl/maps/bKZMMnGep2w


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IoM TT ??

Wie dir sagen die Abkürzungen nix ?

Im Mai / Juni ist jedes Jahr die „Tourist Trophy“ auf der Isle of Man
Was ist also diese ominöse „Tourist Trophy“? Am besten bei Wikipedia nachschauen.
Und warum fahren wir da hin ?Wegen der Atmosphäre, wegen der Motorradrennen, wegen der neuen Freunde die wir dort gemacht und auch alten Freunden die wir dort getroffen haben.

Wegen der Party in Douglas, dem Feuerwerk, der „Lady Isabella“, weil ich die Insel wirklich mag, weil die TT ein Grund ist, in London,  die Towerbridge zu besuchen,  ach und wegen dem Rennen, aber das hab ich ja schon gesagt.
Wie kommt man nun dorthin ? Ist relativ einfach, hier ist die „faule“ Variante.

Von München aus, nach Rotterdam (oder einen der anderen Häfen die eine UK Verbindung anbieten) und mit dem Schiff auf die Ostseite von Mittel-England fahren lassen.

Dort dann mit Linksverkehr zur Westküste von Mittel-England (Liverpool oder Heysham) selber Fahren. Dann wieder die Fähre zur IoM benutzen um schließlich und endlich auf der „Motorradfahrer“ Insel anzulanden.

Mit welchen Kosten muss man Rechnen ??
Fähren:
– Rotterdam nach Hull ca. 260 € EINFACH (2Personen/1Bike inkl. Verpflegung)
– Liverpool / Heysham nach Douglas ca. 360 € Hin u. Her (2Personen/1Bike)
Unterkunft:
– Zeltplätze ca. 7-15 Euro pro Tag / Person (2Personen/14 Tg  280 € )
Verbrauchstoffe:
200 € Benzin 2.300 km (Fahrstrecke)

20160530_171421Dazu kommen noch Ausgaben für Verpflegung, Getränke auf der Insel und natürlich die sonstigen Kosten wie Souvenir, T-Shirts,
usw. auch mal 500 € Einplanen.

520+360+280+200+500 = 1860 € bei 2Personen und 1Bike als relative unterste Grenze auf dem Zeltplatz für 14 Tage.

Ja ja, ist mir schon klar das es auch noch billiger geht, aber auf der anderen Seite ein Besuch der „Tourist Trophy“ sollte nicht auf dem „letztem Cent“ sein.
SERVICE: Überall auf der knapp 60 km langen Strecke ist Zuschauen erlaubt und auch erwünscht. Es gibt Sicherheitsbereiche die Eingehalten werden müssen, oder irgendwelche Anwohner die nicht Tausende von Personen in ihrem Vorgarten haben wollen. Hier eine PDF Datei der Stellen wo man NICHT stehen darf. Gibt auch einen guten Überblick über die Rennstrecke.

Noch ein SERVICE: Der schönste/netteste/sauberste/angenehmste  Campingplatz (meine persönliche Meinung) ist übrigens „Silly Moos„.

Zum Wettercheck hier die Live-WebCams auf der Isle of Man

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Bild anklicken, hinten in der Mitte Schildchen lesen 🙂

GOT – Service:
Das „Würstl„-Bild gibt Auskunft über den Werdegang der Drachen von „Game of Thrones“ nachdem die Aufnahmen beendet waren.
Grösser machen durch Anklicken.

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#WhyAskWhy

Links zu:  Wikipedia Deutsch – Wikipedia English – Isle of Man Tourist Board – Isle of Man TT Webseite – Silly Moos Campsite