Southern 100 – Teil 1

 OK ich bin (schon) wieder auf der Isle of Man. Böse Zungen behaupten ja das es mir einfach viel zu warm in Deutschland ist. Dem muss ich energisch Widersprechen, das sind keine „Böse“ Zungen, nur Leute die mich ganz gut kennen. Aber Spaß beiseite, es war wirklich so Warm in München das meine Frau und ich für ein langes Wochenende in ein nettes Hotel gezogen sind, weil die nämlich eine Klimaanlage haben. Nein ich kaufe mir keine Mini Klimaanlage für 3-5 Tage Hitze, es ist doch viel Angenehmer sich in einem Hotel Bedienen zu lassen, lach. Hat das etwas mit meinem Aufenthalt auf der IoM (Flughafenkürzel für – Isle of Man) zu tun? Nee nicht wirklich. Kurz und knapp es sind die Southern 100. Aber dann wäre dieser Blog Beitrag jetzt schon wieder zu Ende. 

Also erstmal zur Erklärung. Die Isle of Man liegt mitten in der Irischen See und war bis zur “Erfindung” der günstigen Flug-Pauschal-Urlauber “DIE Urlaubsinsel” der Engländer. Einfach mit dem Schiff zu erreichen und durch den Golfstrom auch so klimatisiert das hier sogar an einigen Stellen Palmen wachsen. Nein das hat mit “Global Warming” nix zu tun, ist der Golfstrom. Ein “kleiner” Teil des Golfstroms vor Irland zweigt ab und umspült die Isle of Man. Der ist für das eher gemäßigte Klima hier zuständig. Palmen, Wallabies (kleine Känguruhs), Tropische Pflanzen sind keine Besonderheiten hier.

Aber neben Tourismus sind für uns “Continentals” natürlich die Motorradrennen der “Tourist Trophy” ein Begriff (oder auch nicht). Jedenfalls hat sich die Insel den Titel des “Capitol of Motorsport” gegeben. Hier gibt es nicht nur die “Tourist Trophy” (TT), sondern auch die “Classic TT” (oder auch “Manxx Grand Prix” MGP genannt), die Britischen TRIAL Meisterschaften haben hier einen Event, die Britische Rally Meisterschaft, Dragster-Events auf einer speziellen “Drag Race” Strecke  und unter weiteren Events auch abseits des Motorsports gibt es die “Southern 100” auch die “Friendly Races” genannt.

Diese Woche bin ich hier um meine Freizeit als Ehrenamtlicher “Marshal” hier zu verbringen. Zelten ist wie schon so oft meine bevorzugte Übernachtungsart und wie schon dieses Jahr zur Tourist Trophy bin ich  auf dem “einzigen” Campingplatz der Insel, auf “Silly Moos Campsite”, der einen “Deutschen mit Humor” verkraften kann. Und ich kann mein Zelt IN einer der Scheunen aufschlagen. das hat den Vorteil das bei schlechtem Wetter mein Zeug trocken bleibt und bei Hitze ich nicht im Zelt einfach dahin schmelze. Alles in allem ein sehr guter wenn auch ungewöhnlicher Ort sein Zelt aufzuschlagen.  Na ja und wie das Wetter es heute wieder zeigt, war das genau die RICHTIGE Idee IN der Scheune zu Zelten. Kommt gerade wieder in Bindfäden vom Himmel runter. Ich hab mir gerade die Wetter Radar Vorhersage angesehen, es könnte um 15:00 trocken werden. Vielleicht klappt das ja doch mit im trocken „Marshalling“. Ich werde jetzt mein Mittagessen zubereiten und dann schau ich mal wie ich zur Rennstrecke komme. Vielleicht kann ich ja wie gestern die „Farm Hure“ einen RAV4 verwenden und kann mir die Busfahrt sparen. Der Billown  Course ist von hier ca. 30 KM Entfernt. Mit dem Bus eigentlich kein Problem, man muss nur genügend Zeit mitbringen, es gibt keine direkte Verbindung, muss Umsteigen in Douglas und dann sind noch die Streckensperrungen, im Prinzip muss man hier im 15:00 losfahren um dann um 17:30 am Einsatzort zu sein. Geht mit dem Auto einfach viel Einfacher.

 

Joerg Wenzel – Blog-ender Motorrad Enthusiast – aus München – schreibt http://www.WhyAskWhy.de

 

Warum zum Gardasee „F-F-F“ Teil 1

Warum ich so gern zum Gardasee oder auch „München-Süd“  genannt fahre ??
Vielleicht hilft ja das zur Erklärung. Freunde – Futter – Fahren

Poser

Klar ist es immer gut, wenn man seine Freunde mit hat. Aber noch besser wenn die Freunde schon da sind, lach. Dann kann man sich die Anreise einfach nach Gusto, oder Arbeitszeit aussuchen. Es gibt da zwei Strecken (zumindest von München) die der Biker nehmen kann.

My GS ADV in Italy :-)

Eine geht einfach auf der Brenner Autobahn runter bis nach Rovereto bzw. Garda Nord, oder Affi bzw. Garda Süd, je nachdem wo man hin will /muss. Mit dem Motorrad aus München hilft es schon mal die „Pickerl“ – also die Autobahngebühr – beim ADAC in München zu kaufen.

Ich werde es nie verstehen wieso z.B. Konzertkarten im Vorverkauf mehr Geld kosten als an der Abendkasse. Das „Pickerl“ kostet beim ADAC genauso viel wie an der Verkaufsstelle an der Grenze.  Ach ja, es ist auch dieses Jahr teurer geworden.
Typ                      Motorrad
Jahres-Vignette          33,60 €
2-Monats-Vignette     12,70 €
10-Tages-Vignette        5,00 €
Schnellste Route im Sommer ist : München – Rosenheim – Kufstein – Innsbruck – Brenner – Bozen – Trient – Bardolino (Südbereich Gardasee). Dauer    4:47 h:min
Entfernung    409.5 km  Gebühren    24,80 € zzgl. Vignette s.o. (Quelle ADAC)

Food, what else :-)
Breakfast at the Lake

Da kommen wir schon zum Punkt 2 meiner Liste Freunde – Futter – Fahren, genau, dem Futter.  Der Gardasee ist quasi eine Fundgrube für Fisch. Jedenfalls sieht es um den See so aus, als wenn man in jedem zweitem Lokal lokale Fische bekommt. Italien ist ja nicht nur Pizza und Nudeln, na ja man bekommt hier auch Pizza mit „See-Früchten“, oder Nudeln mit Fishies.

Da kommen wir schon zum Punkt 2 meiner Liste Freunde – Futter – Fahren, genau, dem Futter.  Der Gardasee ist quasi eine Fundgrube für Fisch. Jedenfalls sieht es um den See so aus, als wenn man in jedem zweitem Lokal lokale Fische bekommt. Italien ist ja nicht nur Pizza und Nudeln, na ja man bekommt hier auch Pizza mit „See-Früchten“, oder Nudeln mit Fishies.

OK, in der heutigen Zeit bekommt man natürlich auch alle anderen „Meeresfrüchte“ im Restaurant, auch wenn der Gardasee keine „Gardasee-Shrimps“ hat. Grins 🙂
Meiner Meinung nach schmeckt der Fisch am besten wenn er am Grill direkt vor deiner Nase gebraten wird. ODER auf dem Campingplatz auf dem eigenen Rost.

Morzarella and Tomato, different style, but absolute good.

Übrigens Campingplatz, so als Zwischenspiel, also Campingplätze gibt es genügend am See. Und einige davon haben „feststehende“ Wohnmobile zum Mieten. Diese sind meistens für 6-8 Personen ausgelegt und haben eine eigene Nasszelle und Toilette. Damit wird das leidige Problem des „über den Platz zum Klo“ Rennen ausgeblendet. Eine kleine Küche die in das Wohnzimmer eingebunden ist, gibst auch noch dazu.

Bei Preisen zwischen 45 und 70 Euro je nach Größe ist es eine gern genommene Alternative für den Gardasee Urlauber. Eigentlich mag ich diese Mobilheime, hier kann man am morgen auf der eigenen quasi Terrasse sitzen und soviel Frühstück wie nötig haben. Das einzige das „Nervt“ ist der Nachbar, der genau das gleiche macht 🙂 Futter war doch das Thema, oder ? Natürlich gibst hier Cappuccino, wir sind ja schließlich in Italien. Ob das Croissant nun genau dazu passt ist eigentlich egal, es schmeckt auf alle Fälle außerordentlich gut.  Nicht vergessen darf man die unendliche Auswahl an Gemüse. Ein Vegetarier könnte hier mal so richtig FETT werden. Der Gardasee hat im Norden den Wein, im Osten und Süden Olivenbäume sowie Zitrusfrüchte.

West side of Lake Garda
Up towards Passo Stelvio

Und da wir ja schon mal dabei sind, könnte man auch ein paar Worte über den Wein verlieren. Hier gibt es die  Rebsorten Groppello Gentile, Barbera, Cabernet Franc, Cabernet Sauvignon, Chardonnay, Cortese, Merlot, Pinot Blanc, Pinot Noir, Pinot Gris und Riesling. Tja da kann man sich schon mal den ein oder anderen Abend mit der Erkundung der Lokalen Weinerzeugnisse verbringen. Solange das nicht ausartet und am nächsten morgen der Kopf wieder Frei ist für den dritten Teil von Freunde – Futter – Fahren nämlich dem Fahren. Wie schon am Anfang erwähnt gibt es zwei Möglichkeiten zum Gardasee zu kommen.

Don't ask how I made this photo

Das ist nicht ganz richtig. Es gibt unzählige Wege von München zum Gardasee, eine davon ist der schnelle Weg über die Autobahn. Aber als Motorradfahrer ist das eher eine NOTLÖSUNG, wenn sooooooo viele schöne Passstraßen „im Weg“ zum Gardasee stehen.

Die Erklärung gibt es im nächsten Artikel.

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Übers Kochen, unterwegs

Nicht Motorrad, also nicht direkt.
KOCHEN muss auch mal erwähnt werden.

Na das könnte jetzt aber sehr kurz werden, wie :
– Feuer machen,
– Rost über die Glut,
– Fleisch drauf
– wenn es leicht verbrannt riecht einfach Essen. 

OK, hier die längere Version.
Zuhause koche ich ganz gerne. Nicht das meine Frau das nicht könnte, nein es macht mir einfach Spass festzustellen ob das was ich da fabrizieren in den Magen oder die Mülltonne geht. Es macht mir Spass.
Meistens wird das nichts extravagantes, eher in die Richtung gesunde Hausmanns Kost.

Auf Tour, wenn ich Zelte, hab ich in den letzten Jahren festgestellt, das ich dort auch gerne Koche und hier sind so einige meiner Gedanken dazu.

KocherIch hab ne ganze Zeitlang mit einem Bundeswehr Benzin Kocher, also der Coleman Version der Bundeswehr gekocht. Der war aber nur gut um Zeug zu verbrennen, oder Wasser heiss zu machen. Die Flamm-Regulierung war einfach nicht in den Griff zu bekommen. Oder ich bin zu doof dazu. Oder ich sollte vielleicht nicht die Brenner aus gebrauchten Ost-Armee Bestände kaufen. 

Dann bin ich mal ne Zeitlang mit einem echtem Coleman Benzin Kocher unterwegs gewesen, aber der ist nicht da Gelbe vom Ei, einfach weil hier die Heizleistung nur schwer über einen längeren Zeitraum zu kontrollieren ist. Wasser geht, alles andere brennt über kurz oder lang einfach an.

Dann kamen die GAS Kocher der verschiedenen Hersteller. Man merk schon das ich so einiges ausprobiert habe. Die Dinger die AUF der Gaskartusche sitzen sind zwar echt winzig zum Mitnehmen, aber wackelig wie Sau, da hab ich mehr umgekippt als gekocht. Und nein ich bin nicht sooooo Ungeschickt.

Im Augenblick koche ich wieder mit Gas und das mit einem 17 Euro Gaskocherder wie eine kleine Herdplatte aussieht. Damit kann MANN ganz gut die Temperatur regeln, die Spiegeleier werden nicht komplett durchgebraten und schwarz, sondern genießbar. Das Fleisch bleibt „einigermassen in Form“ und hat keine verbrannten Ecken, alles andere funktioniert sowieso. Und zum Glück ist der kleine Kocher in einem „verpackbaren“ Plastikkoffer untergebracht, der es erlaubt das zur Not oben auf das Top-Case zu packen.

Ja Gas ist nicht überall zu bekommen, ich weiss, aber das Problem hatte ich noch nie. Sollte ich in eine Gegend kommen wo es keine Gasflaschen zu kaufen gibt, dann wechsle ich wieder auf den „Multifuel“ von Dragon um. Da wo es kein Gas gibt, liefert Amazon nicht hin, deswegen fahre ich dann da nicht mit dem Motorrad hin, lach. Ich schleppe den Scheiss doch nicht immer mit.Pizza

Kochen, also der teil mit der Energiequelle ist jetzt erledigt. In  der Not gibt es übrigens PIZZA, ein Lieferservice ist immer um die Ecke. Aber darum ging es ja nicht. Pizza bestellen, auch am Hafen von Liverpool, kann fast jeder der ein Mobiltelefon hat. Ob die dann auch wirklich dorthin geliefert wird steht auf einem anderem Blatt.

Aber was kocht MANN denn so ? Zuerst einmal alles was einfach ist und maximal 2 Töpfe benötigt, denn ich habe nur zwei. Eintöpfe, klar  das ein oder andere vom Grill, also Schnitzel/Kotelett, Würstchen, usw. Zum Frühstück das ein oder andere Spiegelei, Rührei, oder irgendwas dazwischen. Abends kommt meistens der (das) BBQ ans Werk und dort werden dann Rind-, Huhn,- Truthan-,fleischige  Sachen aber die/der ein oder andere Paprika, Grillkäse, Maiskolben hat den Weg über den Grill in den Mund gefunden, Grins. 

Beim Cover-Foto ganz genau hinschauen, dort ist zu sehen was die Filmcrew von GoT mit den Drachen unter Umständen gemacht haben könnte.  Zumindest mit denen die hier beim Dreh verwendet wurden.  
Drachen sind so ersetzlich 🙂

Also was nimmt denn nun von Zuhause mit. Klar die Ausrüstung ZUM Kochen. Töpfe Pfanne, Wasserkessel, nach Möglichkeit aus Leichtbaumaterial wie Aluminium.

Side not to my american friends, it is ALUMINIUM not „aluminum“, hehehehe.

Tja dann wäre da noch Gewürze, wie Salz, Pfeffer, Paprika (mein Liebling), die entweder bei einem Kurztrip von Zuhause mitgenommen werden, oder bei längeren Ausflügen für kleines Geld vor Ort gekauft werden können. Genauso wie die Zutaten wie Fleisch, Gemüse und Obst. Das kaufe ich immer frisch auf dem Markt oder im Supermarkt an der Frischtheke. Irgendwie gehört das lokale Angebot beim Essen einfach zum Urlaub dazu.
AbendbrotManchmal muss man aber in den sauren Apfel beissen und etwas kaufen das auf den ersten Blick wirklich gut aussieht aber dann durch falsches Kochen nicht schmeckt. Kann passieren, deswegen sind  meine Urlaube ja ein kleines bisschen „Abenteuer Urlaub“. Aber keine Angst ich bin bisher noch nicht verhungert.

An den Tagen wo es spät wird weil die Tour einfach länger gedauert hat als geplant, gibt es die bewährte Käse/Wurst-Stulle. Und keine Panik das Bierchen ist das sogenannte „Stiefel Bier“, das getrunken wird nach der Rückkehr während die Stiefel / Boots noch am Fuß sind.

Wo ich das Bild sehen, frage ich mich jetzt wo das handliche kleine Messer geblieben ist. Vielleicht auf der „Isle of Man“, na gut da kommen wir ja wieder hin. Im Hintergrund ist die grüne Versand Kiste zu sehen. Die Erklärung dazu ist aber ein anderer Beitrag.

 


 

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Servus, ich bin Joerg. Biker seit 1975, Nordrhein-Vandale nun langjähriger Beute-Bayer und ein Schreiber für dieses Blog. Auch mit meinem Namen „Joerg Wenzel“ oder dem Hastag #WhyAskWhy in anderen Social Medien zu finden wie zum Beispiel -Twitter – Google+ – Facebook – Instagram  sowie bei YouTube.

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„IOM“ – Synonym für echte Biker (in den 80er)

IoM“ – die drei Buchstaben bringen mich immer zum Grinsen. Vor allen Dingen wenn ich die Motorräder und den Komfort sehe, den wir heutzutage bei unseren Touren haben. Ich will ja nicht sagen, dass früher alles besser war (oder warte mal, das war es irgendwie doch), aber im Prinzip sind die alten Stories doch immer die besten. image00599B

Zum einen, weil die meisten Begebenheiten schon vergessen / verdrängt wurden und weil auf der anderen Zeit die Erzähler jetzt so alt sind, dass es bei vielen mit der Erinnerung ein bisschen hapert und sie beim Erzählen dann immer zu sich sagen, „hmm, passt schon was ich da erzähle“, lach. Aber zum Glück hat es in den 80er auch schon Fotoapparate gegeben und ich habe noch ein paar Bilder gefunden, die ich hier zur Untermalung der Stories jetzt veröffentliche 😉

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Eine Tour fing damals an, dass man erstmal bei der Fährgesellschaft angerufen hat, oder ein Reisebüro besucht hat. Internet, hihihih, FIDO Netz war gerade das neueste Geek-Mobil.

(Don’t know FIDO, Google it for god’s sake)

Tja und dann ist man entweder über Hull mit der Fähre gefahren, oder hat den längeren Weg über Calais und Dover gewählt. Beides hatte Vorteile. Beim ersteren konnte man sich auf der Nachtfähre immer so schön Betrinken (ja auch auf der Rückfahrt, lach) und bei der zweiten Option ist man auch mal nach London gekommen. Beefeater schauten damals schon wild wenn deutsche Biker im Leder die Kronjuwelen der Queen sich näher angesehen und intelligente Witze wie „Die Dinger kriegen wir auch noch mal“ gemacht haben, lach.
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Unterkunft war in meiner 80’er IOM Zeit immer das Zelt in „Little Germany“.

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„Little Germany“ war eine Wiese an einem kleinem Bach/Fluss, die einem älterem Herrn gehört hat, der ein Herz für uns arme deutschen Biker gehabt hat, lach. Wir konnten dort für den Betrag von 20 Pfund die ganze Woche zelten. Wie cool war das denn.

(Das sind heute 27,xx Euro für eine Woche – 8 Tage Zelten pro Zelt)
Irgendwie haben sich da aber auch nur Deutsche Biker gefunden. Manchmal ist auch was kaputt gegangen. Das war aber irgendwie kein Problem, jeder hatte noch ein „richtiges“ Bordwerkzeug. Und eine Hebebühne für tiefergehende Motorreparaturen wurde auch flugs aus 2 leeren Bierfässern improvisiert, die man natürlich im Seitenwagen mitgebracht hatte, weil man die „Englische Plörre“ nicht Trinken „konnte“.

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Ach ja Rennen gab es auch, viele wunderschöne Maschinen sind in einer für uns unglaublichen Geschwindigkeit um „unsere Kurve“ rumgekommen. Und man konnte so schön Nahe an der Strecke liegen. Abenteuer oder Dummheit, keine Ahnung aber für uns war es das Grösste auf/hinter dem Erdwall zu liegen und die Bikes vorbeirasen zu sehen, immer mit dem kleinen Hintergedanken, wenn der jetzt Abfliegt, muss ich den Kopf aber einziehen. Ob es geholfen hätte? Wahrscheinlich nicht, aber es war ein geiles Gefühl 20 Meter ohne Zaun vom Renngeschehen entfernt zu sein. Solche Stellen gab es früher (und ich heute auch noch) überall auf der Insel.

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Ach ja, während und auch nach der Rennwoche ist noch ein bisschen Zeit für Entdeckungen. Manx-Wheel, ein altes Wasserrad das eine Pumpe in einem Bergwerk angetrieben hat. Manx-Cat, die Katzen OHNE Schwanz, ich bin mir nicht sicher ob das so gezüchtet oder gekappt wurde. Jedenfalls hat NUR der Bürgermeister der grösseren Dörfer einen Kater (Erzählt man sich so) und damit würde die Population kontrolliert. Na ja, auch eine Methode, lach. Dann gibt es noch geniale Manx-Kühe die ein besonders weiches Leder für Motorradfahrers Jacken Beschriftung haben (Erzählt der Verkäufer so), lach. 

Ein schöner Artikel über die Tourist Trophy ist hier im Spiegel Online (100 Jahre TT), aber das muss man selber erlebt haben, an „Crazy Sunday“ schon morgens mit dem Trinken anfangen damit man nicht mit den Bekloppten auf die Strecke geht, auf einer 500er Enduro ein Fässchen zum lokalen Pub zum Auffüllen gefahren und bei der Rückfahrt mit Polizeibegleitung zum Zeltplatz zurückzukommen hat was, mit einer normalen CX500 versuchen in der Mountain Region auf einen Hügel raufzufahren -aber nicht die Strasse sondern eine Wiese nehmend (hat natürlich nicht geklappt), in Liverpool zig Liter teureren Sprit abgezapft bekommen weil man keine Ahnung hatte (diese Gangster) und so weiter und so weiter.

Mein Tipp: GO THERE ! see for yourself 

 Nur so als kleiner Tipp, das ist die Wiese auf der wir früher gezeltet haben.  https://goo.gl/maps/bKZMMnGep2w


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IoM TT ??

Wie dir sagen die Abkürzungen nix ?

Im Mai / Juni ist jedes Jahr die „Tourist Trophy“ auf der Isle of Man
Was ist also diese ominöse „Tourist Trophy“? Am besten bei Wikipedia nachschauen.
Und warum fahren wir da hin ?Wegen der Atmosphäre, wegen der Motorradrennen, wegen der neuen Freunde die wir dort gemacht und auch alten Freunden die wir dort getroffen haben.

Wegen der Party in Douglas, dem Feuerwerk, der „Lady Isabella“, weil ich die Insel wirklich mag, weil die TT ein Grund ist, in London,  die Towerbridge zu besuchen,  ach und wegen dem Rennen, aber das hab ich ja schon gesagt.
Wie kommt man nun dorthin ? Ist relativ einfach, hier ist die „faule“ Variante.

Von München aus, nach Rotterdam (oder einen der anderen Häfen die eine UK Verbindung anbieten) und mit dem Schiff auf die Ostseite von Mittel-England fahren lassen.

Dort dann mit Linksverkehr zur Westküste von Mittel-England (Liverpool oder Heysham) selber Fahren. Dann wieder die Fähre zur IoM benutzen um schließlich und endlich auf der „Motorradfahrer“ Insel anzulanden.

Mit welchen Kosten muss man Rechnen ??
Fähren:
– Rotterdam nach Hull ca. 260 € EINFACH (2Personen/1Bike inkl. Verpflegung)
– Liverpool / Heysham nach Douglas ca. 360 € Hin u. Her (2Personen/1Bike)
Unterkunft:
– Zeltplätze ca. 7-15 Euro pro Tag / Person (2Personen/14 Tg  280 € )
Verbrauchstoffe:
200 € Benzin 2.300 km (Fahrstrecke)

20160530_171421Dazu kommen noch Ausgaben für Verpflegung, Getränke auf der Insel und natürlich die sonstigen Kosten wie Souvenir, T-Shirts,
usw. auch mal 500 € Einplanen.

520+360+280+200+500 = 1860 € bei 2Personen und 1Bike als relative unterste Grenze auf dem Zeltplatz für 14 Tage.

Ja ja, ist mir schon klar das es auch noch billiger geht, aber auf der anderen Seite ein Besuch der „Tourist Trophy“ sollte nicht auf dem „letztem Cent“ sein.
SERVICE: Überall auf der knapp 60 km langen Strecke ist Zuschauen erlaubt und auch erwünscht. Es gibt Sicherheitsbereiche die Eingehalten werden müssen, oder irgendwelche Anwohner die nicht Tausende von Personen in ihrem Vorgarten haben wollen. Hier eine PDF Datei der Stellen wo man NICHT stehen darf. Gibt auch einen guten Überblick über die Rennstrecke.

Noch ein SERVICE: Der schönste/netteste/sauberste/angenehmste  Campingplatz (meine persönliche Meinung) ist übrigens „Silly Moos„.

Zum Wettercheck hier die Live-WebCams auf der Isle of Man

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Bild anklicken, hinten in der Mitte Schildchen lesen 🙂

GOT – Service:
Das „Würstl„-Bild gibt Auskunft über den Werdegang der Drachen von „Game of Thrones“ nachdem die Aufnahmen beendet waren.
Grösser machen durch Anklicken.

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Links zu:  Wikipedia Deutsch – Wikipedia English – Isle of Man Tourist Board – Isle of Man TT Webseite – Silly Moos Campsite