Reifenwahl – BMW K1600GT

Welcher Reifen soll auf die neue BMW K1600GT ? Eine wirklich  gute Frage, grins. Wenn man in den diversen BMW Foren nachschaut, bekommt man mehr Antworten auf die Frage, als es Reifen am Markt gibt. Mein persönlicher Favorit war bisher immer der „AVON Spirit ST„. Zumindest auf der Suzuki GSX 1400, die in einer ähnlichen Gewichtsklasse wie eine K1600 spielt.

Aber dann kamen die Freunde von METZELER auf die Idee den „Roadtec 01“ zu Produzieren. Den Reifen hatte ich schon auf der BMW „S 1000 XR“ drauf und bin da schon total überrascht worden über die Einfachheit des Handlings und die Haftung des Reifens. Einfach der beste Reifen für die S1000XR, zumindest meiner Meinung nach.

Tja und dann kam die BMW „R1200 GS Adventure“  ins Haus und nach dem der erste Satz Reifen dort aufgebraucht war, kam auch hier ein „Roadtec 01“ drauf.  Hier war der Reifen, sagen wir mal, Indifferent.

Soll heißen, er hatte eine geniale Haftung, eine gute Haltbarkeit, irgendwie hab ich beim Autobahn fahren um 200 km/h aber immer das Gefühl als wenn die ganze Fuhre irgendwie um die Hochachse pendelt. Das wurde öfter getestet, auch den Lenker genauer beobachtet, aber da war immer alles ruhig. Aber das Gefühl des „verdrehen“ ist allerdings immer da gewesen. So gegen 200 km/h Für eine ADV nicht gerade die Geschwindigkeit Region in der man die Maschine immer bewegt, aber eben doch manchmal.

Das könnte sich vielleicht mit einer HWM Version eventuell noch ändern. Aber vor dem Reifenwechsel um die verstärkte Version des Reifens zu Testen, wurde die 2-Zylinder GS gegen die 6-Zylinder ‚rote Zora‘ BMW K 1600 GT gewechselt.. 

Tja und da der original Reifen der ‚roten Zora‘ mittlerweile mehr als 10.000 km runter hat, wird der nächste Reifen diesmal ein „RoadTec 01 HWM“ werden.  Ob das jetzt eine Verbesserung oder eine Verschlechterung wird, laut einiger BMW Foren 70:30 zugunsten einer Verbesserung.

Laut Metzelers WEB Seite :
Die Geometrie (breite, aber kurze Aufstandsfläche) und Positionierung der Profilrillen, sowie die optimierte Gummimischung stellen eine erhöhte Laufleistung und anhaltende Performance über die gesamte Lebensdauer, sicher.

Ich vermute das der Grund für die ‚verbesserte‘ Haftung bei Nässe in dem „breite, aber kurze Aufstandsfläche “ zu Suchen ist. Das verringert die Gefahr von Aquaplaning und bringt eine verbesserte „Reifen Seiten Führung“.

Und wenn man sich die Profilierung des Hinterrads ansieht dann erkennt der Fachmann das die gebogenen Profil-Rinnen nicht nur bei Kurvenfahrt an der Reifenaufstandsfläche im 90° Winkel quer zur Fahrbahn befinden. Und damit dann ein Optimum an Grip bereitstellen.

 

Joerg Wenzel – Blogender Motorrad Enthusiast – München – schreibt das WhyAskWhy.de

Meine Sozia und ich :-)


cropped-suzukiIm Augenblick geht nix mit meiner Beifahrerin, einfach weil es ihr VIEL zu kalt ist. Mir eigentlich auch.

Kennst Du das, so ein typische November Wetter, trüb, feucht, knapp über 0 Grad und es wird nicht richtig hell?

Die beste Beifahrerin der Welt will bei dem Wetter nicht aufs Bike. Damit fällt mein Rückenwärmer aus 🙂

Auf der anderen Seite, mittlerweile ist die Ausrüstung und auch das Motorrad um Lichtjahre besser als, sagen wir mal, vor 20 Jahren  (siehe dazu auch das Bild oben, ein Internet Fund, soll eine Gegensprechanlage aus den vermutlich 50er Jahren seine, lach).

Für die Jahreszeit genau RICHTIG ist diese Jacke, die es auch einmal in „sauber“ bei „Hein Gericke“ gab (Jacke, siehe Fußnote).

Der oder die „Hein Gericke“ ist leider wieder Insolvent gegangen (das wie vielte mal in den letzten 5 Jahren, gefühlt 6 Insolvenzen).

Aber jetzt kann man bei „Hein Gericke“ nix mehr Kaufen, wenn man Endkunde ist so wie ich. Das Management sich entschlossen nur noch an Großabnehmer zu verkaufen.

Kleiner Kurs für’s Management hier: Das hat auch eine Firma namens „LOTUS DEVELOPMENT“ versucht. Ja genau die Firma, bei denen es „1-2-3“ und „Symphony“ gab. Und als dann noch Ray Ozzy (nicht der Bruder von Ozzy Osborn) dazu kam und ein geiles Produkt namens „Lotus Notes“ einführte, entschied sich das Management, „Na jetzt verkaufen wir nur noch an Großkunden“.

Microsoft lachte sich ins Fäustchen mit deren damals doch noch sehr jämmerlichen Produktpalette. Ach so die MS hat natürlich an jeden verkauft und manchmal einfach das Produkt verschenkt, weil sie dann mit dem Update verdient haben. Aber ich schweife ab in meine IT-Vergangenheit.

Winterfahren, eine Studie sagt das ein Biker mit reflektierende Bekleidung bis zu 37% weniger Unfälle und mit einem weißen Helm bis zu 27% weniger Unfälle hat, weil er besser gesehen wird.

Für die Schlaumeier, nein man kann das nicht zusammenzählen, entweder oder. Wobei mit Signal/Reflektions-Bekleidung UND einem weißen Helm sollte die Zahl dann über 37% liegen, aber darüber lässt sich die Studie nicht aus.

OK aber bitte nicht diesen „Bob-der-Baumeister“ Look. Es gibt mittlerweile soviel schicke Bekleidung für den geneigten Winter-Biker, das es nicht die Sicherheitsweste vom Baumarkt für 3,50 sein muss. Sieht auch scheiße aus, wenn man auf einem 20.000 Euro Bike sitzt und dann nicht das Geld für ordentliche Bekleidung ausgibt.


Das ist genauso wie die „Menschen“ die in einem überdimensionalen PKW für mehr als 80.000€ sitzen aber es entweder nicht in der Lage sind die Bluetooth Freisprechanlage mit dem Handy zu verbinden, oder beim Bestellen nicht aufgepasst haben und jetzt keine 20 Euro mehr haben um sich ein Hands-Free Set zu kaufen.
GET YOUR HANDS OFF THE FUCKING PHONE WHILE DRIVING!
(ja in Englisch weil ich dann meine Abscheu solchen Leuten gegenüber mit „FUCKING„zum Ausdruck bringen kann,“FUCKING IDIOTS„).

In Deutsch würde sich das zu sehr verniedlichend Anhören wie z.B.
Lass deine verwichsten Finger vom Telefon wenn Du fährst„.
Hört sich nicht wirklich gut an. Ist im Prinzip das gleiche. Kleine Side-Note an die mit dem Telefon am Ohr fahrenden, ich persönlich glaube, ihr seid alle IDIOTEN! und POTENTIELLE MÖRDER!.

Meine Meinung und viele Statistiken geben mir recht. Also das mit dem „TELFON SCHEISSE BEIM FAHREN“, nicht mit dem IDIOTEN, das eine kann man Messen und das andere ergibt sich zwangsläufig aus dem ersten.

Ich bin nur so Stinkig weil schon wieder einer meiner Freunde von so einem Individuum abgeschossen wurde und der Unfallverursacher dann auch noch abgehauen ist. Die Pestilenz soll dich beim Scheißen erwischen.

Ich bin schon wieder abgeschweift. Angefangen hat der Beitrag damit, das meine Sozia-Götting nicht mehr mitfährt, jetzt Anfang Dezember weil es verdammt Kalt ist. Und mit einem kleinen Abstecher über HG und Bob den Baumeister Bekleidete Bikern (sag das 5mal hintereinander sehr schnell), zu Autofahrern. Und jetzt wieder zurück zur Beifahrerin.

Ich fahre gerne mit ihr, also wirklich, ich mag das wenn ich meine Beifahrerin hinten drauf habe. Das verändert mein Fahren. Ich bin dann eher geneigt zu stoppen und die Gegend zu genießen, als einfach mich auf das Bike zu setzten und eine Runde zu drehen. Das kann natürlich auch Spaß machen, macht es ja auch, aber es ist doch schöner wenn die Sozia mit dabei ist.
Aber ich kann sie ja Verstehen, wenn Sie nicht unbedingt bei dem Wetter hinten drauf sitzen will, Sie wir ja nur noch von der Sitzheizung gewärmt, ich sagte doch ein modernes Motorrad, oder 🙂

Na gut beim nächsten Beitrag ein bisschen mehr zur Bekleidung.

Und was mehr zu Gegensprechanlagen, wenn schon ein Bild davon hier in diesem Beitrag ist.  🙂

NEIN, mit so was fährt man NICHT rum.

Fussnote:
1 – Jacke „concrete night eye“ oder nach „essential night eye“ im Internet suchen

2- Statistik von „thebmj“ in English

3- Das Statistische Bundesamt beschäftigt sich in seiner Statistik von 2015 zwar nicht mit der Unfallursache „Handy am Steuer“, jedoch hatte eine Langzeitstudie aus den USA erst kürzlich bewiesen, dass das Unfallrisiko dreimal so hoch ist, wenn während des Fahrens SMS geschrieben, telefoniert oder der Facebook-Status aktualisiert wird.
Ein solches Verhalten begünstigt vor allem Auffahrunfälle – auch ohne Statistik ist dies nachvollziehbar.

 


 

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2300km Rocket-Ride

Tacho_1024x768So die ersten 2300 km auf der Rocket sind rum. Was kann ich bisher sagen ?? IST IMMER NOCH GEIL WIE AM 1. TAG!!
Rocket-Fahren ist FUCKING COOL !!

Wie hat alles angefangen (im Schnelldurchgang). Bei Triumph am Pressetag teilgenommen. Frau verliebt sich in Rocket und dann die Maschine gekauft.

Nach dem ersten Wochenende ist dann das Bike zum 1.Service gefahren worden und hatte da 996 km auf der Uhr.

RocketMaedelIn der Zwischenzeit hat sich das neue Bike ganz toll in den vorhandenen Fuhrpark eingefügt und  auch die Rocket Besitzerin fühlt sich ganz ausgezeichnet auf dem Teil.

Wenn man mal mit einer Rocket fährt, dann fährt man ein Motorrad das immer und in allen Lagen einen Vorschub produziert der Atemberaubend ist. Es fühlt sich an, als wenn der Magen sich um die Wirbelsäule wickelt. Oder wie man das auch immer anders Beschreiben kann. So nach dem Motto, na dann wollen wir mal Überholen, Upps schon dran vorbei. Genau, so schnell kann das mit der Rocket gehen. Deswegen heisst sie ja auch so.

RocketIII_1024x1017Bisher sind keine Defekte aufgetreten, ich hatte das auch nicht anders erwartet. Die Rocket hat einen „Fly-Screen“ in Matt-Schwarz mit weißen Streifen bekommen um die Instrumenten Becher ein bisschen zu schützen. Der „Fly-Screen“ hat aber keinerlei Windschutz. Auch das hatte ich nicht anders erwartet.

Der Kraftstoffverbrauch hält sich im unter 10 L Bereich. Die Rocket Roadster ist bei 193 km/h abgeregelt aber wer will schon immer mit dem Tempo bei dem breiten Lenker fahren. Es ist nicht geplant die Rocket noch sonst irgendwie zu Verändern oder zu Erweitern. Na gut ich suche immer noch einen Platz für die Stebel aber bisher noch nix gefunden. Ach ja ein Navi-Halter für das „Garmin Zumo 660“ wurde noch angebaut. Das war es dann aber auch schon.

Die Beifahrerin (und Besitzerin) der Rocket ist immer noch Hellauf begeistert und wann immer es zum Biken geht wird die Rocket zuerst gewählt. Will ich damit extrem lange Strecken fahren ?? Wahrscheinlich eher nicht. Aber um hier im Alpenvorland Touren zu fahren ist die Rocket eines der genialste Motorrad.

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Wir fährt sich eigentlich eine eigene Postleitzahl ??

Einer Einladung von Triumph Motorrad Deutschland folgend sind wir (meine „Pillion-Writer“ und ich) am Samstag nach Rosbach (bei FFM) gefahren und haben uns einige der Motorräder aus der aktuellen Produktpalette angesehen und auch ein paar davon Probegefahren.

Aber alles der Reihe nach, erstmal frühstücken, grins. Das ist schon mal ein guter Start in den Tag und dann hat Uli Bonsel und sein Team eine Klasse Veranstaltung auf die Beine gestellt. Firmen Informationen über Triumph in unterhaltsamer Weise präsentiert,  Tourguides für die aus der gesamten Republik angereisten und genügend Mitarbeiter aus dem technischen Bereich vorhanden um die Fragen der Teilnehmer zu beantworten.

Danke, alles gut gemacht, wir haben uns wohl und auch willkommen gefühlt.

Ach und dann ging es raus auf das Firmengelände wo schon die Englischen Schönheiten in ausreichender Anzahl warteten (kennt ihr das noch “ Her mit den kleinen Engländerinnen„, lach). Die Entscheidung fiel mir heute aber total leicht und ich habe mir gleich das Schwergewicht der Truppe geangelt. Die „Triumph Rocket III Roadster„, was für eine Maschine!

Wer ist nur auf die Idee gekommen eine 2,3 l Dreizylinder Engine in ein Motorrad einzubauen?? Egal, wer auch immer das war, vielen Dank dafür.

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Hier bekommt ein Motorrad endlich seine eigene Postleitzahl. Wie sich das anfühlt wenn man mit seiner eigenen Postleitzahl durch den Taunus fährt?

FUCKING GREAT 🙂

Beim Überholen frag’ ich mich nicht in welchem Gang ich gerade bin und ob die Beschleunigung ausreichen wird, sondern mit welcher Geräuschkulisse ich fahren will.

Es gibt da mehrere Optionen, einfach nur den (elektrischen) Gashahn auf und ohne eine große Veränderung der Soundkulisse ist der Überholvorgang abgeschlossen, selbst wenn man ursprünglich in der höchsten Fahrstufe mit 50 km/h fährt.

Tja dann könnte ich eine Steigerung in die Sache bringen und 1 Gang runterschalten, damit auch jeder in der näheren Umgebung mitbekommt, dass hier gerade beschleunigt wird.

Oder die Version die mich nach dem Motorrad süchtig macht, 2 Gänge runterschalten, die Umklammerung der Beifahrerin  sowie die Trompeten von Jericho genießend, das Opfer (bei dieser Beschleunigung gibt es keine Gegner mehr) überholen.
(Anmerkung der Sozia: ‘schnupfen’ würden die Bayern sagen).

Und um es kürzer zu sagen, “Soo-Cool” . “Great” und “Fucking Great”.

Das könnte ich den ganzen Tag machen. Nur gut dass ich auf einer Leihmaschine sitze und mir keine Gedanken über die Haltbarkeit des Hinterrads machen muss.

Auf der anderen Seite sind die Bremsen auch völlig auf der Höhe der Technik, ABS kombiniert mit richtig zupackenden Scheiben-Bremsen eliminieren die Geschwindigkeit ohne dass man drüber nachdenken muss.  Die Federung ist komfortabel aber bestimmt nicht “Butterweich”, genau so wie sie meiner Meinung nach für einen Cruiser sein sollte.

Alles in allem fühle ich mich „Sau-Wohl“ auf der Rocket III und könnte mir vorstellen das die Roadster ein weiteres Motorrad in unserem Fuhrpark werden wird. Ich muss allerdings nochmal mit meinem Finanzvorstand und auch Triumph reden, denn 18K-€ für die voll ausgestattete Rocket III sind ein dicker Batzen, selbst wenn man ein Motorrad in Arnold Schwarzenegger Format dafür bekommt.

Rocket III

Hier aber zum Vergleich die Meinung meines  “Pillion-Writer”.

Der Tag der Überraschungen oder „überblüft“ – der Triumph Pressetag am 14.6. in Rosbach.

Ich darf mit meinem Motorradfahrer zu Triumph zum Probefahren, ich werde wieder die  gefahrenen Maschinen aus Sicht des Sozius betrachten (Mein Fahrer sagt ich bin der “Writing Pillion”, was soviel wie heißt wie “Schreibende Beifahrerin”).

Der Event findet rund um den Feldberg im Taunus statt, Treffpunkt ist das Firmengelände von Triumph in Rosbach. Wir werden mit einen leckeren Frühstück empfangen. Das Wetter ? Na ja, es ist stark bewölkt, der Horizont zeigt sich tiefschwarz, aber an Ende des Tages sind es wirklich nur 2 Tropfen die vom Himmel fallen..

Im Rahmen einer sehr informativen Firmenpräsentation werden die Tour Guides vorgestellt, die drei Gruppen von Probefahrern (u.a. Blogger von Hamburg bis München) durch die kurvenreiche Gegend und zeitlich abgestimmt an die Fotopunkte führen werden.

Ich bin schon auf vielen Maschinen vieler Hersteller auf dem hinteren Polster der Sitzbank gesessen und dachte, ich würde die verschiedenen Modelle immer bereits im Vorfeld in die richtige Schublade einordnen können, aber dann begegne ich der “Triumph Rocket III Roadster”. Die zeigt mir, dass Schubladendenken nicht die beste Vorgehensweise ist. Sicherlich erleichtert es meist die erste Klassifizierung, aber manchmal landet man ganz weit neben der Realität.

Ich öffne folgende Schublade: “unhandliche Cruiser” und stopfe die Rocket III rein – VERSEHENTLICH, wie sich im Folgenden zeigt.

Triumph Rocket III

Und dann nähere ich mich der ersten Probefahrt und stehe erstmal vor der Maschine:
Ich betrachte das neben der Bulligkeit der Maschine verschwindend kleine Sitzpad für den Beifahrer und die Nähe der Auspuffrohre zu den Fußrasten und entscheide mich -trotz der eigentlich geringen Höhe der Sitzfläche- über die Fußraste aufzusteigen. Linker Fuß also auf die Fußraste, linkes Bein strecken und damit den Körper über das Moped heben, rechtes Bein über das Heck schwingen und auf der Fußraste aufsetzen, dann hinsetzen. Gute Entscheidung, so beschließe ich für mich, denn ich bin nicht -wie befürchtet- an den Auspuff bekommen.  (So steigt man übrigens auch bei Pferden auf, nur ein Hinweis)

Gewohnheitsgemäß möchte ich die Sitzposition optimieren und suche nach einer Möglichkeit mich mittels Aufstützen auf die Sitzbank oder (nicht vorhandener) Haltegriffe hochzustemmen um die Sitzposition neu zu wählen…  aber Moment mal … die Sitzposition kann nicht verbessert werden, denn ich sitze schon optimal.

Bei der ersten Kurve bin ich froh, als wir diese beim vom Fahrer gewählten Radius unbeschadet genommen haben. Bei dem Kreisverkehr dahinter bin ich nicht sicher ob wir den langen Weg außen herum oder den kurzen mittendurch wählen werden – aber nach diesen beiden erfolgreich absolvierten Gewöhnungsmanövern ist das Moped wie angewachsen an meinen Fahrer und benimmt sich wie eine kleine, leichte, handliche Maschine.

Ich hatte zunächst Bedenken, ob ich mich beim Beschleunigen festkrallen werden muss – aber weit gefehlt, ich sitze wie festbetoniert auf der Maschine (und die Armierungseisen in diesem Beton sind auch wohl platziert, kein bisschen nach vorne oder hinten klappen).

Wie sieht es denn aus, könnte ich meinen Dienst als „Hütehund“ bei Touren mit anderen erfüllen? Ich sehe im Spiegel meine Haare fliegen – ich habe heute früh mein Halstuch vergessen, und so machen sich die Haare auf in die Luft und flattern unter meinem Helm. Aber es ist ganz egal, dass ich die Straße hinter uns nicht sehe, die Fahrer, die uns folgen, sollen sich einfach am sonor donnernden Gebrüll der originalen Auspuffanlage orientieren, sie können uns einfach nicht verlieren.

Die Soundkulisse hat dann auch gleich eine Mitfahrerin dazu animiert immer hinter uns her zu fahren, hört sich wahrscheinlich dahinter noch besser an, als auf dem Motorrad und da ist es schon eine Gänsehaut erzeugende (legale) Soundkulisse, alles aus einem 2,3 l Dreizylinder.

Beim ersten Stopp will ich meiner Überraschung über diese Maschine Ausdruck verleihen und beginnen meinen Satz mit: „ich bin total über-„, mein Gehirn arbeitet im Hintergrund und beschließt dass überrascht in diesem Zusammenhang ein viel zu wenig aussagekräftiges Wort wäre und verblüfft doch besser passen würde und so vollende ich den Satz zu: “Ich bin total überblüfft“.
Ja genau, das trifft es am besten, ich bin überblüfft!

Die Rocket Roadster ist nicht nur Roadster sondern eher ein “Road Star” mit Tourer-Qualitäten, eine ausgiebige Ausfahrt auf dieser Maschine kann ich mir jederzeit vorstellen.

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Zum Wenden auf übrigens kleinstem Raum wechselt mein Mann auf der Rocket überraschenderweise von seiner gewohnten Richtung gegen den Uhrzeigersinn zum wenden im Uhrzeigersinn (für mich wäre die Richtung selbstverständlich, weil ich wegen meinen zu kurzen Armen die Kupplung loslassen müsste und nicht schleifen lassen könnte, wenn ich mit diesem breiten Lenker im Uhrzeigersinn zu wenden versuchen würde… aber er kuppelt doch gar nicht, wozu auch..). Das fällt mir einfach mal wertfrei auf.

Cruiser sind ja nicht so meine am liebsten (bei-)gefahrenen Maschinen, aber die Rocket…, die Rocket passt einfach gar nicht in diese Schublade.


Technische Daten und den ganzen anderen Kram gibt’s wie immer bei Triumph Motorräder im WEB oder bei deinem Triumph-Händler deines Vertrauens.

Bilder : Copyright bei „Triumph Motorcycles

 


 

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Und dann kam die Triumph Explorer XC.

Und dann kam die Explorer.  *Es gab mal einen Film der hieß: “Und dann kam Polly”, mit J.Aniston*
MJ1_0301_2048x1365Warum fahre ich eigentlich noch ein weiteres Motorrad, die Wahl für mein nächstes Bikes ist doch schon passiert.

Aber privat fahre ich eine GS Adventure und die Triumph Tiger Explorer XC ist ja DAS Bike welches im GS Umfeld fährt. Also mit dem „Writing Pillion“ rauf auf die Explorer (mit komplettem Kofferset) und da passt schon in der ersten Sekunde meine Sitzposition, der Griff zu allen Schaltern und auch der Kontakt mit der Hinterfrau ist gerade Richtig. Also schon mal 10 Punkte hier.

Auf der Straße ist der 3 Zylinder mit 1200 Kubik bestens aufgestellt. Mit dem Teil kann man bestimmt noch bis nach “Pusemuckel-Anton” fahren und fühlt sich dann noch Frisch und Ausgeruht. Wir sind jedenfalls auf den kleinen Straßen rund um den Feldberg unterwegs und das ist ein Gebiet wo die Explorer in einem Ihrer Elemente ist. Die Schaltung ist kurz und knapp, hier hakelt nix und die Kupplung ist bisher das „am leichtest Bedienbare“ Element das mir jemals untergekommen ist.

Bremsen sind in dieser Klasse einfach dazu da um im Hintergrund so unauffällig wie möglich Ihren Dienst zu verrichten und doch im Notfall mit einer Bremsleistung aufzuwarten die ABS-Unterstützt die Fuhre in kürzester Zeit zum stehen bringt.
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Eine Besonderheit ist der „Elektrische Gasgriff“, heisst es gibt keinen Gaszug im ursprünglichen Sinn, sondern die Drehstellungs-Informationen werden elektrisch an einen Stellmotor weitergeleitet, der super-schnell den Drosselklappenöffungswinkel verstellt. Damit verbunden ist auch ein sensationell schnelles Motoransprechverhalten. Machst einfach Spass mit der Explorer zu Fahren.

Als eingefleischter GS-Fahrer würde mich natürlich auch ein kleiner Off-Road Einsatz freuen, aber damit wäre die mitfahrenden Kollegen auf Ihren Strassenmotorrädern hoffnungslos unterlegen. Deren Federung hat ja schon Probleme die schlechten Strassen hier um den Feldberg auszugleichen. Da hat es das Federungssystem der Explorer einfacher, sie bügelt mit ihrem langem Federweg einfach alle Unebenheiten weg und lässt die Beifahrerin ganz entspannt hinten sitzen. Ich gehe mal davon aus, das sie das genauso anstandslos im Geländer machen würde.

Ein Wort zum Geländeeinsatz der Gross-Enduros. Meiner Meinung nach sind diese Motorräder ALLE nicht dafür gemacht Motor-Cross zu fahren. Keine GS, obwohl der Name es suggeriert (Gelände/Strasse), keine Explorer oder CrossTourer. Es geht darum unbefestigte Wege der normalen Feldweggattung ohne Probleme befahren zu können. Oder auf dem Zeltplatz mal auf der Wiese zu fahren. Aber bitte keine Geländerexkursionen die etwas mit Matsch oder Morast oder ähnlichem zu tun haben. Klar macht der Enduro-Park von BMW und diverse Anbieter von Enduro Trainings ein Bombengeschäft mit Fahrer der Groß-Enduros, aber am Ende fahren von den zig Tausend GS (oder ähnliches) Besitzer sicherlich 99,5 % NUR auf der Strasse, denn dafür sind die Maschinen gemacht. Komfortabel lange und längste Strecken zurückzulegen. Klar kann ich mit dieser Meinung keinen Blumentopf bei den Marketing Abteilungen der verschiedenen Herstellern gewinnen, aber so ist es halt. Es ist meine Meinung dazu.

AR6K3613_2048x1365Aber zurück zur Explorer. Bei etwas schneller Gangart (immer im legalen Speed-Limit Bereich) entzückt die Explorer mit einer bemerkenswerten Laufruhe. Der 3-Zylinder läuft einfach Turbinengleich und faucht durch das Endrohr einen ruhigen aber druckvollen Ton.
Der weiter unten angesprochene (und in den Bildern sichtbare) N44 von Nolan wird in einem anderem Artikel beschrieben. Jetzt hat erstmal die “Writing – Pillion” das Wort.
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Wir fahren zurück zum Firmengelände, um uns zu stärken (Gulaschsupe) und neue Probefahrzeuge auszuwählen.

Mein Mann beschließt einen Helm-Test einzubauen. Triumph und Nolan habe eine  Firmenpartnerschaft geschlossen und Nolan stellt seine Helme in den gängigen Größen zum Testen zur Verfügung.

Wir nehmen auf der Tiger Explorer XC Platz und schließen auf „unseren“ Tourguide auf. Es fallen zwei Tropfen Wasser vom Himmel (buchstäblich nur zwei Tropfen!), mehr Regen gibt es heute den ganzen Tag nicht mehr.

Auch die Explorer XC wartet mit einer Überraschung auf, aber vielleicht liegt das auch an dem Probe gefahrenen Helm meines Fahrers, das muss ich mal offen lassen, denn wir haben keine Vergleichsfahrt gemacht.

Die Explorer XC ist ein klassisches Adventure-Bike, wir fahren diesen Tourer mit zwei Koffern. Mein Fahrer ist fasziniert vom multifunktionalen LCD Display und er probiert alle Einstellungen gründlich durch. (den beim endlich Finden der Tempomateinstellung verursachten Abwurfversuch nehme ich nicht übel, war ja auch nur ein erfolgloser Versuch).

Ich als Beifahrer bekomme den Fahrtwind überraschenderweise direkt an den Helm, ich fühle mich als wäre ich auf einem Naked Bike ohne Fahrer unterwegs, meine Halsmuskeln müssen den Winddruck gefühlt alleine abfangen ohne Schutz von Scheibe oder Fahrer.

Das ist also das ‚verrascht‘ Erlebnis passend zum ‚überblüft‘ zu Beginn.

Im Spiegel sehe ich die Straße hinter mir, ich habe einen guten Blick. Die Sitzposition ist erwartungsgemäß sehr bequem und ich könnte es auf viele (hundert) Kilometer auf dem Sitz aushalten. Fotografieren könnte ich während der Fahrt auch ohne Probleme nach hinten, ideale Sitzposition und Bewegungsfreiheit für mich als Beifahrerin.
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Technische Daten und den ganzen anderen Kram gibt’s wie immer bei Triumph Motorräder im WEB oder bei deinem Triumph-Händler deines Vertrauens.

Bilder : Copyright bei “Triumph Motorcycles


Copyright bei “Jörg Wenzel
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