Getriebe Belehrung

Meine neue R1250 GS ADV macht immer noch Zicken. Also nix wirklich umwerfend schwieriges, sondern eher eine ärgerliche Nuance. Die hat mir allerdings schon ein-, zweimal das Herz in die Hose rutschen lassen. Oder anders ausgedrückt, da ist ein Fehler im Computer-System.

Was ist passiert. 

Der Schaltassistent gibt zu viel Zwischengas beim Runterschalten vom 5. in den 4. Gang. Das ist auf den ersten Blick nichts das einen an den Rand der Verzweiflung treibt, oder das Fahren mit dem Motorrad zur Qual werden lässt. Nein es ist eher eine Sache die ich an einem +20.000 € Motorrad gefixet haben möchte.

Also mal der Reihe nach. Beim Runterschalten von sagen wir mal 100 km/h, zum Beispiel vor einer Kurve passiert folgendes:
– Gas ZU und im Schiebebetrieb
– Tritt auf den Schalthebel um vom 6. Gang in den 5. Gang zu kommen.
– Schaltassistent unterbricht den Kraftfluss der auf dem Getriebe lastet mit einem kurzzeitigem Gas Schub, oder auch Zwischengas genannt.
– 5. Gang rastet ohne Ruckeln ein und das Motorrad verzögert weiter (weil Gas ZU, im Schiebbetrieb)
– Sauberer Übergang von einem in den nächsten Gang.

Jetzt nochmal das ganze weiter in den 4.
– Gas immer noch ZU und immer noch Schiebebetrieb
– Tritt auf den Schalthebel um vom 5. Gang in den 4. Gang zu kommen.
– Schaltassistent unterbricht den Kraftfluss, der auf dem Getriebe lastet mit einem kurzzeitigem Gas Schub, der jetzt allerdings ZUVIEL Drehzahl erzeugt. Weil aber der 4. Gang jetzt schon eingelegt ist, aber die Gasstellung der Drosselklappen zu hoch ist BESCHLEUNIGT das Motorrad kurzzeitig.
– Beifahrerin SCHLÄGT in den Rücken ein, weil die genau wie der Fahrer nicht mit der Beschleunigung gerechnet hat. Oder wenn Solo unterwegs, wildes Bremsen um den notwendigen Verzögerungswert doch noch hinzubekommen um einigermaßen korrekt durch die Kurve zu kommen.
– Drosselklappen gehen wieder zu und 4. Gang ist eingerastet und das Motorrad verzögert weiter. Der Herzschlag wurde um den Faktor 4 beschleunigt. 
Alles weiteren Schaltvorgänge runter sind wieder in Ordnung, sozusachen ein „Träumschen

Ich denke, Honda hatte schon mal ein ähnliches Problem, dabei der Rennfahrer Guy Martin verunglückt und nie wieder auf diesen Typ Maschine aufgestiegen. Ich glaube John McGuinness hatte ein ähnliche Problem mit dem elektrischen Gas. Soweit so gut. Das kann man ja alles ändern, also den Computer tauschen der den Fehler hat, denn eigentlich sollte der bordeigene Rechner die Drehzahl der Getriebewellen, der Kurbelwelle, der Gastellung, Temperatur und so weiter genauestens kennen. Es kommt also nur auf die Programmierung an.

Was allerdings nicht OK ist, fängt damit an, dass mir bei einem der größeren BMW Händler in München ein Meister erzählt, dass dieses Verhalten NORMAL ist und dass man das nicht ändern kann. Mit der Begründung [OT] „die Übersetzung macht zwischen dem 5. und 4. Gang einen zu großen Sprung und deswegen ist das Verhalten normal; ich bin gerade ein anderes Motorrad gefahren, da ist das genauso„. Dieses Geschwalle läßt der Besitzer der defekten 1250er in asiatisch anmutender Ruhe mit einem Lächeln über sich ergehen (klick links auf Weissheiten von Bruce Lee) und denkt sich „What the Fuck, haben die eine VonderLeyen Kopie hier sitzen“ (labert viel und kann nix). Das ist doch ein verfickter Computer, der das alles ausrechnet. Der kennt sogar die Temperatur meines Hosenbodens, wenn er genau hinsieht.

Zuhause habe ich zuerst das Handbuch gewälzt und natürlich die Getriebeabstufung für die R 1250er GS Adventure dort gefunden (immer nach dem Motto „Read the Fucking Manual“ oder als RTFM bekannt). 
2,438 (39:16 Zähne), 1. Gang  2,4375   
1,714 (36:21 Zähne), 2. Gang  1,7143  
1,296 (35:27 Zähne), 3. Gang  1,2962   
1,059 (36:34 Zähne), 4. Gang  1,0588   
0,943 (33:35 Zähne), 5. Gang  0,9428 
0,848 (28:33 Zähne), 6. Gang  0,8484  
Ein bisschen rumgerechnet und egal wie ich es mir ansehe, der Unterschied zwischen den Gängen ist übersetzungstechnisch nicht groß. Immer so UNGEFÄHR 5 % Sprünge (sagt mein Taschenrechner), also rein rechnerisch ist das nix mit der Smoke-Screen Ausrede vom Frankfurter Ring.

Außerdem, wir reden hier über einen Computer, der mehr Rechenleistung als ein Spaceshuttle hat und neben einer Zündungsmatrix auch noch eine variable Nockenwellenverstellung, ein Schräglagen ABS und Schräglagen ASR berechnen kann. Der Bordcomputer kennt die Drehzahl jeder einzelnen Welle bis auf die 1-stelligen Werte. Daher ist es mir völlig unverständlich, dass dieses SCHUB-Verhalten als normal deklariert wird und nicht eine anständig Fehlersuche gemacht wird. Man könnte ja eventuell den Austausch der Recheneinheit in die Planung aufnehmen. Aber nein, da wird dem Kunden ein technischer Smoke-Screen entgegen geblasen und damit hat sich das Problem -zumindest für den Mitarbeiter- aufgelöst, der muss jetzt nix mehr machen. 

Ich muss das für mich allerdings irgendwie geregelt bekommen. Es gibt 2 Möglichkeiten.
A – Das Problem wird irgendwie gefixt, dann ist alles gut (Rückruf, bin ich denn der einzige?).
B – Die Maschine hat ein Problem, das am Ende in einem Unfall enden könnte, dann muss ich den Schaltassistenten ausbauen lassen, wieder manuell schalten. Das heisst aber ich hätte gerne eine anteilige Kaufpreisrückerstattung.
C – Ja, es gibt noch eine C Lösung, die heisst: ein anderes Motorrad kaufen.

Aber Option „C“ ist die letzte Wahl, denn eigentlich gefällt mir die Adventure so wie sie ist. Deswegen habe ich bei meinem Lieblings Händler auf dem Rückweg vom Altmühltal eine Zwischenrast gemacht und den dortigen Meister um eine Probefahrt und eine Bewertung gebeten. Kaum 30 Minuten später kommt er zurück und erklärt, dass er AUCH das Schalt-Beschleunigen hat (puuuuuhh, ist also nicht meine Fahrweise, ich hatte kurz mal drüber nachgedacht) und dass jetzt über eine PUMA Meldung mit BMW über den Austausch des Motorsteuergeräts verhandelt wird. So geht Kundenservice meiner Meinung nach, da wird nicht rumgelabert, es werden keine Anekdoten aus dem Arsch gezogen und als Kunde geht man hier gerne hin, vor allen Dingen kommt man immer wieder zurück.  Selbst wenn BMW sagt „Nö das machen wir nicht“ ist das immer noch besser als die andere Antwort. Man fühlt sich halt einfach als Kunde sachverständig behandelt. WARUM IST DAS NUR SO WEIT NACH UNTERBIERWANG ???

Ja ja ja, die Leute die jetzt sagen, elektrischer Humbug, verwende das nicht, neumodischer Kram usw. Haltet einfach die Klappe, eure Hinterwälder Philosophie könnt ihr euch dahin stecken wo die Sonne seltenst hinkommt. 

Erklärungen : 
PUMA Meldung – Puma-Maßnahmen bezeichnen BMW-interne Verfahrensanweisungen, wie mit bekannten Problemen umzugehen ist.
Schaltassistent Pro – Bitte hier Nachlesen

Joerg Wenzel – Blog-ender Motorrad Enthusiast – aus München – schreibt http://www.WhyAskWhy.de

Meinung: Biker als GEFANGENE der Händler!

OK, meine Meinung, aber ich bin halt nur ein Mensch und kann mich Irren.

Immer wieder liest Mann mal das der ein oder andere nicht an einem Motorrad Event Teilnehmen kann/will, weil „Mein Motorrad Service bald fällig ist“ und er/sie Angst hat die Garantie zu verlieren wenn der Termin nicht genau auf Punk getroffen wird.

Ihr habt doch mehrere Tausend Euro ausgegeben, damit ihr die „schönste Sache der Welt die man Angezogen machen kann“ zu Erleben. 

Jeder von Euch geht mehr oder weniger pfleglich mit seinem (neuen) Fahrzeug um, warum in aller Welt lasst ihr es euch dann Gefallen das euer „Händler“ euch einen Service Termin gibt, der euch „Zwingt“ euer Motorrad für 3 Wochen nicht zu Fahren. Also eigentlich seid ihr doch ganz einfach „Gefangene“ eures Händlers.

Und das lasst ihr euch so Gefallen ?? Da stellt sich keiner auf die Hinterbeine und erklärt dem Herrn Händler das ihr Fahren und nicht Warten wollt.

 

Übrigens Danke an Manni und seine Truppe in Unterbierwang, die es immer wieder schaffen mich zu Begeistern, sogar wenn ich mal eben von einem auf den anderen Tag 1.000 km auf mein Bike drauf-drehe und dann einen Inspektion benötige.
Sollte jemand die Adresse benötigen, schick mir ein Mail.

 

Joerg Wenzel – Blog-ender Motorrad Enthusiast – aus München – schreibt http://www.WhyAskWhy.de

Bandit 2000

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Woher stammt nur meine Vorliebe für Japanische Vierzylinder.

Irgendwie kommt das von der Kawasaki GPz 900 R, aber es gab natürlich noch andere GENIALE Motorräder.

Eines davon war der Vorgänger meiner SUZUKI GSX 1400.

Die Suzuki GSF 1200 Bandit, hier in der Amerika Ausführung. Ich hab ein paar Jahre in den USA gelebt und eines der Motorräder dort war eben jene GSF 1200 Bandit. Das ganze wurde noch mit ein paar Teilen von „Holeshot“ und „Yosimura“ überarbeitet, eine kürzere Kettenübersetzung drauf und fertig ist der Ampel-Brenner mit dem überirdischen Sound. 

Warum man in den USA einfach solche Teile einbauen kann ?  Weil die keinen TÜV haben.

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Allerdings kann Dich jeder Sheriff wegen, seiner Meinung nach unsicherem Fahrzeug, aus dem Straßenverkehr ausschließen und dann wird es teuer.

Da hilft auch kein guter Anwalt und vor allen Dingen hilft kein Meckern vor Ort, das bringt so gut wie immer nur Handschellen und Stress ein.

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Aber zurück zur Bandit, in Deutschland wurde sie von den Motorrad-Medien nicht so sehr gefeiert wie sie sich in den USA gut angefühlt hat.  Mit einem breiterem Superbike Lenker hat man das Bike sehr gut in der Hand. Die etwa 98 PS sind bei „Holeshot“, durch diverse Tuningmassnahmen wie einer kompletten Vergaser-Batterie-Überarbeitung, neuen Nockenwellen und Abstimmung der Yosimura Anlage auf einem Leistungsprüfstand, auf knapp 130 PS hochgedreht worden.

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Das dann mit der Kettenübersetzung vorn 2 weniger und hinten 3 mehr, hat die Höchstgeschwindigkeit um ca. 30 % gesenkt, aber wen interessiert das schon in einem Land wo man maximal 55 Meilen (88 km/h)auf der Strasse fahren darf. Dafür ist die Bandit immer ein Hingucker gewesen, vor allen Dingen wenn irgendein Spinner in seiner Japanischen Turbogeladenen Blechkiste an einer Ampel meinte ein Sprint-Rennen bis zur nächsten Ampel zu machen.

Meistens bin ich dann schon auf der anderen Seite der Kreuzung gewesen, bevor sich das Auto mit durchdrehenden Reifen überhaupt in Bewegung gesetzt hat. das hat übrigens auch mit großvolumigen Amerikanischen Auto funktioniert.

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Nur bei den aufgemotzten Allradfahrzeugen wurde es dann manchmal etwas schwierig. Keine Ahnung warum die deutschen Redakteure das Fahrwerk bemängeln, hier ist doch alles in Ordnung.

Na gut es geht hier auch öfter gerade aus als in Deutschland und die Federung schluckt wirklich viele Kanten und Querrillen.

Leider gibt es keine Soundfiles von dem Motorlauf, aber das Bike war in meinen Augen das am besten Klingende Motorrad das ich jemals hatte. Da kommen leider die heutigen Bikes auch mit einer Klappen-steuerung nicht dran.

Nicht das der Sound extrem laut war, er war eher wie bei der GSX 1400 mit der SR-Racing Anlage ein Dumpfer Ton der beim Dreh am Gasgriff einen grollenden Sound in die Welt schickte der allen in der näheren Umgebung die Haare aufstellte.

Ich liebe diese Yosimura Anlage aber leider kann man die heute nicht mehr in der Ausführung wegen den verschärften Emissionswerten in Deutschland an eine Maschine bauen.

SkyLine_Blvd_CA

Da es in Kalifornien auch sehr viele kleine Strassen durch die Berge (entweder Richtung Monterey oder in den Santa Cruz Mountains) gibt und vor allen Dingen den Skyline Boulevard, kann man hier das Drehmoment und die Leistung des Motors richtig gut laufen lassen.

Der Belag ist griffig, die Strasse einsam (obwohl gleich neben San Jose, CA) und wenn man früh morgens unterwegs war, dann traf man dort keine Sheriffs an, sondern eher Leute die für den „100 Mile Club“ trainierten. Auf alle Fälle die geniale Strasse für die Bandit. Und solche Strassen sind in dieser Gegend gar nicht so selten, deshalb ist die Bandit eines meiner bevorzugten Fahrzeuge gewesen.

Ahh die alten Zeiten, schade das es heutzutage nicht mehr möglich ist solche schönen Fahrzeuge zu bauen und zu Bewegen. Oder vielleicht doch, vielleicht sollte man sich mal eine Bandit aus dem Jahr 1999 kaufen und die dann entsprechend Umzubauen. Ist das nicht schon ein historisches Fahrzeug ?

Anyway, mal sehen was die nächste Zeit so bringt.


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Servus, ich bin Joerg. Biker seit 1975, Nordrhein-Vandale nun langjähriger Beute-Bayer und ein Schreiber für dieses Blog. Auch mit meinem Namen „Joerg Wenzel“ oder dem Hastag #WhyAskWhy in anderen Social Medien zu finden wie zum Beispiel -Twitter – Google+ – Facebook – Instagram  sowie bei YouTube.

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Kleine Tour in “California” – 3

Hier geht’s weiter mit dem 3.-Teil  California Tour.

Also San Francisco ist ja ganz nett, aber so langsam wird es Zeit das weite Land zu sehen. Also zuerst in Richtung Yosemite Park. File_063Von San Francisco aus, fährt man erstmal ein Stück durch das „Silicon Valley“ meiner alten Arbeitsstätte (von 1995 bis 2002) und dann geht’s ins „amerikanische Voralpenland“ um das mal einfachst zu Beschreiben.

Aus den  Jahren des Wilden Westens haben Ort wie „Chinese Camp“ oder auch „Copper Cove Village“ immer noch einen kleinen Beigeschmack von Eisenbahn Bau und Schürfen nach wertvollen Metallen.

Der Highway #120 führt uns aus dem flachen Land immer weiter in die Berge, und am Ende kommt der Tioga Pass mit seinen 3.031 m Höhe, eine der vielen Abenteuer-Strecke die wir in diesem Urlaub noch haben werden.

Da oben wird die Luft schon ganz schön dünn. Aber die Boxer mit ihren Einspritz Motoren haben fast keine Leistungseinbußen gehabt. Hätten wir eh nicht gemerkt, denn wir waren eh mit Gucken und Bewundern beschäftigt.

File_059Wir vorher sind natürlich auch in Yosemite Village gewesen, haben das „übliche“ Sightseeing gemacht, uns den „El Capitan“ angesehen und witziger weise auch einen (schwarzen) Bären in „freier“ Wildbahn erblickt.

Auf den Motorrädern hatten wir natürlich keine große Lust stehen zu bleiben und einen „High-Five“ mit dem Bären zu haben, also sind wir langsam aber Spurt bereit an der Waldschneise vorbei. Gucken ja, Anhalten NEIN.

Auf der anderen Seite geht es dann nach Mono Lake runter und dort kann sich der einzelne Fahrer nochmal Entscheiden ob er nach Rechts (Süden) oder Links (Norden) fahren will. File_061Obwohl wir ja nach Süden in Richtung Death Valley wollten haben wir uns hier aber erst für die nördliche Richtung entschieden.

Ganz einfach, weil in einer sehr kurzen Distanz das alte Goldgräber Örtchen „Bodie State Historic Park“ liegt. Eine Geisterstadt die von den Parkbehörden in einem Zustand des „aufgehaltenen Verfalls“ gehalten wird.

Heißt, die Häuser und Bauwerke werden nicht restauriert, sondern in dem Zustand gehalten in dem sie gerade sind. Schon seit einigen zig Jahren übrigens. Hier weht der Atem der Goldgräber Zeit, grins.

Kam uns jedenfalls so vor. Wenn man in der Gegend ist, sollte man sich hier wirklich  umschauen. File_058Um nach Bodie zu kommen muss man ca. 10 Meilen über eine Rüttelpiste (eine „Dirt-Road“ die ein Waschbrett-Muster hatte) fahren und dabei haben wir dann festgestellt, das es 2 Geschwindigkeiten gibt die man Fahren kann.

Einmal wie die Amerikanischen Biker im mehr oder weniger Schritt-Tempo und auf der ganz rechten Seite der Strasse. ODER wie man das hier macht, lach. Volle Kanne. Grins.

Nee nicht wirklich volle Kanne, sondern nur so schnell das dieses Rütteln in eine leichte Massage des Hintern verändert wird. Dazu muss an ca. 30 % schneller Fahren als die Fahrzeuge die so eine Rüttelpiste gemacht haben.

Also sind wir mal so mit knapp 90-120 km/h über die Piste geflogen und haben natürlich eine Staubschleppe von guten (gefühlten) 5 km hinter uns hergezogen.

Hehehe, hat im Rückspiegel auch irgendwie total cool ausgesehen. Nur die armen Biker auf ihren wunderlichen Kisten, prrruusst. Nee da sind wir dann schon schön langsam geworden beim Überholen. File_057Das es Staubt lässt sich halt nicht verhindern.

Ich habe leider keine Bilder davon, denn es schreibt sich zwar ganz einfach „Da sind wir mit… gefahren“ aber in Wirklichkeit ist das Motorrad am Tanzen wie Sau, die Reifen berühren nur noch die Spitzen der Welle und sind 50% der Zeit ohne Bodenkontakt.

Und das ganze auf einer GS mit 2 Personen und Gepäck für 3 Wochen. Also das war „Rasen“ für Fortgeschrittene.

Auf der anderen Seite, war es auch Spass für Fortgeschrittene und auf dem Parkplatz in Bodie haben uns dann andere Besucher gefragt warum wir mit BMW#s fahren und bevor wir mit einer intelligenten Antwort kamen, haben die amerikanischen Biker geantwortet : „Weil die mit den Beemer’n richtig schnell über das Waschbrett fahren können, ohne auch nur einmal zu Wackeln“. Wenn der wüsste wie sich das auf dem Fahrersitz angefühlt hat.

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Kleine Tour in “California” – 2

File_046 Zurück zu dem „California“ Trip. Als weitere fahrtechnische Aufwärmrunde sind wir von San Francisco nach Santa Cruz an den Boardwalk gefahren, denn dort musste ich meine alten Freunde die Seelöwen und Surfer besuchen, grins.

Aber zuerst ging es erstmal durch die Berge hinter Los Altos zu Alice’s Restaurant. Arlo Guthry hat zwar mal ein Album gemacht das „Alice’s Restaurant“  heisst (1967) aber das ist ein anderes Restaurant und es ging um das „Alice’s Restaurant Massaker“. Andere Story, anderer Bundesstaat.

File_047Aber trotzdem ist der Highway #9 und der Skyline Boulevard immer wieder schön zu fahren. Vor allen Dingen wenn man sich einfach dem Fahren hingeben kann, ohne grossartig auf den Verkehr zu Achten (gibt da fast keinen) und die Wälder auf dem Weg nach Santa Cruz ein bisschen kühle Luft spenden.

Ach ja die Kurven sind natürlich auch Klasse, grins. Kalifornien mit seinen verschiedenen Bereichen ist schon eine coole Motorrad Ecke. Aber zurück zu der Strecke nach Santa Cruz, hier in den Bergen im „Henry Cowell State Park“ (war ein Musiker, sagt jedenfalls Wikipedia).

Man findet auch so witzige Sachen wir den Santa Cruz Mistery Spot im Wald. File_027Ich habe einige Jahre gebraucht bis ich da endlich  hingekommen bin. Man sieht doch immer wieder mal Bilder von Gegenden wo die Schwerkraft angeblich anders funktioniert.

Ein Ball rollte eine Strasse rauf und so weiter und so weiter. Hier hat man das ganze eben auf Amreikanischen Weise aufbereitet. Ist aber auch Schick.

The Mystery Spot is a gravitational anomaly located in the redwood forests just outside of Santa Cruz, California. Come experience these phenomena for yourself

Das sagt die Werbung von der WEB-Seite auch, aber ich bin sicher das es besser ist den Spot selber zu besuchen als das ich hier jetzt eine Beschreibung der „Anomalien“ aufliste, grins.

File_031Zurück zum Boardwalk, mit meinen Buddies den Seelöwen. Die Viecher liegen dort echt auf jedem Balken der Boardwalk Konstruktion.

Sieht echt ‚Lustisch‘ aus, wenn ein Seelöwe versucht aus dem Wasser mit einem Sprung von ungefähr 1 Meter auf einen der Balken zu kommen und dort schon ein zwei oder drei liegen, ist eine echt Zirkusreife Nummer. Um die Tiere von übereifrigen Touristen zu schützen sind die Beobachtungs-bereiche natürlich eingezäunt und dicke Schilder warnen File_026davor die Seelöwen zu Füttern.

Wobei ich mir immer nicht sicher bin ob das nun Seehunde oder Seelöwen sind und worin der eigentliche Unterschied besteht. Auf alle Fälle ist der Boardwalk in Santa Cruz ein Besuch wert, vor allen Dingen wenn man noch den Jet Lag in den Knochen hat.

Aber es gibt hier nicht nur gutes Essen und Unterhaltung, nein in der Nähe des Boardwalks ist auch einer der beliebtesten (nicht unbedingt der beste)  Surf Spots in der Gegend.

File_045Hab ich mal vor einigen Jahren versucht, aber das ist irgendwie nicht mein Bewegungsablauf. Rauf auf’s Brett, Welle spült dich wieder runter, rauf auf’s Brett, Welle spült dich wieder runter ………

Neben Sightseeing sind wir aber zum Biken hier und es gibt nur einen Weg von Santa Cruz nach San Francisco zurück. meiner Meinung nach natürlich.

File_021Eine abendliche Tour entlang der Küste auf dem Highway #1 und in die untergehende Sonne fahren. Ganz grosse Gefühle als Biker werden plötzlich wach und ich weiss immer noch nicht warum ich diese Gegend vor einigen Jahren überhaupt verlassen habe.

Mehr darüber gibts im nächsten Teil


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