Getriebe Belehrung

Meine neue R1250 GS ADV macht immer noch Zicken. Also nix wirklich umwerfend schwieriges, sondern eher eine ärgerliche Nuance. Die hat mir allerdings schon ein-, zweimal das Herz in die Hose rutschen lassen. Oder anders ausgedrückt, da ist ein Fehler im Computer-System.

Was ist passiert. 

Der Schaltassistent gibt zu viel Zwischengas beim Runterschalten vom 5. in den 4. Gang. Das ist auf den ersten Blick nichts das einen an den Rand der Verzweiflung treibt, oder das Fahren mit dem Motorrad zur Qual werden lässt. Nein es ist eher eine Sache die ich an einem +20.000 € Motorrad gefixet haben möchte.

Also mal der Reihe nach. Beim Runterschalten von sagen wir mal 100 km/h, zum Beispiel vor einer Kurve passiert folgendes:
– Gas ZU und im Schiebebetrieb
– Tritt auf den Schalthebel um vom 6. Gang in den 5. Gang zu kommen.
– Schaltassistent unterbricht den Kraftfluss der auf dem Getriebe lastet mit einem kurzzeitigem Gas Schub, oder auch Zwischengas genannt.
– 5. Gang rastet ohne Ruckeln ein und das Motorrad verzögert weiter (weil Gas ZU, im Schiebbetrieb)
– Sauberer Übergang von einem in den nächsten Gang.

Jetzt nochmal das ganze weiter in den 4.
– Gas immer noch ZU und immer noch Schiebebetrieb
– Tritt auf den Schalthebel um vom 5. Gang in den 4. Gang zu kommen.
– Schaltassistent unterbricht den Kraftfluss, der auf dem Getriebe lastet mit einem kurzzeitigem Gas Schub, der jetzt allerdings ZUVIEL Drehzahl erzeugt. Weil aber der 4. Gang jetzt schon eingelegt ist, aber die Gasstellung der Drosselklappen zu hoch ist BESCHLEUNIGT das Motorrad kurzzeitig.
– Beifahrerin SCHLÄGT in den Rücken ein, weil die genau wie der Fahrer nicht mit der Beschleunigung gerechnet hat. Oder wenn Solo unterwegs, wildes Bremsen um den notwendigen Verzögerungswert doch noch hinzubekommen um einigermaßen korrekt durch die Kurve zu kommen.
– Drosselklappen gehen wieder zu und 4. Gang ist eingerastet und das Motorrad verzögert weiter. Der Herzschlag wurde um den Faktor 4 beschleunigt. 
Alles weiteren Schaltvorgänge runter sind wieder in Ordnung, sozusachen ein „Träumschen

Ich denke, Honda hatte schon mal ein ähnliches Problem, dabei der Rennfahrer Guy Martin verunglückt und nie wieder auf diesen Typ Maschine aufgestiegen. Ich glaube John McGuinness hatte ein ähnliche Problem mit dem elektrischen Gas. Soweit so gut. Das kann man ja alles ändern, also den Computer tauschen der den Fehler hat, denn eigentlich sollte der bordeigene Rechner die Drehzahl der Getriebewellen, der Kurbelwelle, der Gastellung, Temperatur und so weiter genauestens kennen. Es kommt also nur auf die Programmierung an.

Was allerdings nicht OK ist, fängt damit an, dass mir bei einem der größeren BMW Händler in München ein Meister erzählt, dass dieses Verhalten NORMAL ist und dass man das nicht ändern kann. Mit der Begründung [OT] „die Übersetzung macht zwischen dem 5. und 4. Gang einen zu großen Sprung und deswegen ist das Verhalten normal; ich bin gerade ein anderes Motorrad gefahren, da ist das genauso„. Dieses Geschwalle läßt der Besitzer der defekten 1250er in asiatisch anmutender Ruhe mit einem Lächeln über sich ergehen (klick links auf Weissheiten von Bruce Lee) und denkt sich „What the Fuck, haben die eine VonderLeyen Kopie hier sitzen“ (labert viel und kann nix). Das ist doch ein verfickter Computer, der das alles ausrechnet. Der kennt sogar die Temperatur meines Hosenbodens, wenn er genau hinsieht.

Zuhause habe ich zuerst das Handbuch gewälzt und natürlich die Getriebeabstufung für die R 1250er GS Adventure dort gefunden (immer nach dem Motto „Read the Fucking Manual“ oder als RTFM bekannt). 
2,438 (39:16 Zähne), 1. Gang  2,4375   
1,714 (36:21 Zähne), 2. Gang  1,7143  
1,296 (35:27 Zähne), 3. Gang  1,2962   
1,059 (36:34 Zähne), 4. Gang  1,0588   
0,943 (33:35 Zähne), 5. Gang  0,9428 
0,848 (28:33 Zähne), 6. Gang  0,8484  
Ein bisschen rumgerechnet und egal wie ich es mir ansehe, der Unterschied zwischen den Gängen ist übersetzungstechnisch nicht groß. Immer so UNGEFÄHR 5 % Sprünge (sagt mein Taschenrechner), also rein rechnerisch ist das nix mit der Smoke-Screen Ausrede vom Frankfurter Ring.

Außerdem, wir reden hier über einen Computer, der mehr Rechenleistung als ein Spaceshuttle hat und neben einer Zündungsmatrix auch noch eine variable Nockenwellenverstellung, ein Schräglagen ABS und Schräglagen ASR berechnen kann. Der Bordcomputer kennt die Drehzahl jeder einzelnen Welle bis auf die 1-stelligen Werte. Daher ist es mir völlig unverständlich, dass dieses SCHUB-Verhalten als normal deklariert wird und nicht eine anständig Fehlersuche gemacht wird. Man könnte ja eventuell den Austausch der Recheneinheit in die Planung aufnehmen. Aber nein, da wird dem Kunden ein technischer Smoke-Screen entgegen geblasen und damit hat sich das Problem -zumindest für den Mitarbeiter- aufgelöst, der muss jetzt nix mehr machen. 

Ich muss das für mich allerdings irgendwie geregelt bekommen. Es gibt 2 Möglichkeiten.
A – Das Problem wird irgendwie gefixt, dann ist alles gut (Rückruf, bin ich denn der einzige?).
B – Die Maschine hat ein Problem, das am Ende in einem Unfall enden könnte, dann muss ich den Schaltassistenten ausbauen lassen, wieder manuell schalten. Das heisst aber ich hätte gerne eine anteilige Kaufpreisrückerstattung.
C – Ja, es gibt noch eine C Lösung, die heisst: ein anderes Motorrad kaufen.

Aber Option „C“ ist die letzte Wahl, denn eigentlich gefällt mir die Adventure so wie sie ist. Deswegen habe ich bei meinem Lieblings Händler auf dem Rückweg vom Altmühltal eine Zwischenrast gemacht und den dortigen Meister um eine Probefahrt und eine Bewertung gebeten. Kaum 30 Minuten später kommt er zurück und erklärt, dass er AUCH das Schalt-Beschleunigen hat (puuuuuhh, ist also nicht meine Fahrweise, ich hatte kurz mal drüber nachgedacht) und dass jetzt über eine PUMA Meldung mit BMW über den Austausch des Motorsteuergeräts verhandelt wird. So geht Kundenservice meiner Meinung nach, da wird nicht rumgelabert, es werden keine Anekdoten aus dem Arsch gezogen und als Kunde geht man hier gerne hin, vor allen Dingen kommt man immer wieder zurück.  Selbst wenn BMW sagt „Nö das machen wir nicht“ ist das immer noch besser als die andere Antwort. Man fühlt sich halt einfach als Kunde sachverständig behandelt. WARUM IST DAS NUR SO WEIT NACH UNTERBIERWANG ???

Ja ja ja, die Leute die jetzt sagen, elektrischer Humbug, verwende das nicht, neumodischer Kram usw. Haltet einfach die Klappe, eure Hinterwälder Philosophie könnt ihr euch dahin stecken wo die Sonne seltenst hinkommt. 

Erklärungen : 
PUMA Meldung – Puma-Maßnahmen bezeichnen BMW-interne Verfahrensanweisungen, wie mit bekannten Problemen umzugehen ist.
Schaltassistent Pro – Bitte hier Nachlesen

Joerg Wenzel – Blog-ender Motorrad Enthusiast – aus München – schreibt http://www.WhyAskWhy.de

Warum „Marshal“ auf der IoM

#IoM #TTCourse #TT
TT Course

Ein Kollege vom BVDM (dem Bundesverband der Motorradfahrer) hat mich kürzlich gefragt, warum ich Marshal (Streckenposten mit Sonderrechten) bei der „Tourist Trophy“ auf der „Isle of Man“ mache. Meine normale Antwort ist dazu fast immer: „Weil dann keiner mehr vor mir stehen kann und ich mir meinen Renn-Aussichts-Punkt selber aussuchen kann“.

Das stimmt ja auch zum Teil, aber diese Frage hat mich zum Nachdenken gebracht. Warum also nehme ich mir Urlaub um während der „Tourist Trophy“ als Marshall auf der „Isle of Man“ meinen Urlaub zu verbringen. Hmm, eigentlich aus den oben genannten Gründen, zumindest zum Teil. 

Ja es geht mir extrem auf den Wecker das man bei Rennveranstaltungen eine Eintrittskarte benötigt. Das ist ja kein Zoo, sondern ein Rennen, bei dem sich Rennfahrer Treffen um den besten Fahrer auszufechten. Reden wir mal über Preise, also im Vergleich zu anderen TOP-Rennserien. Die meisten Rennveranstaltungen haben mir schon mit dem Eintrittspreis „das Kraut ausgeschüttet“. Eine 3 Tage Karte z.B. bei dem MotoGP am Sachsenring kostet gleich schlappe 125 Euro, als Stehplatz, für einen Tribünen Platz kommt dann nochmal 100 Euro drauf, also unter 220 Euro ist nix zu machen. 

Ich bin mir sicher das es notwendig ist diese Preise zu verlangen, aber dann kommt noch etwas hinzu, die Entfernung. Also nicht die Fahrentfernung zum Event, das wären zum Sachsenring von hier nur 380 km, nein ich meine die Entfernung zum Renngeschehen. Bei den meisten modernen Rennserien ist der Zuschauer hinter hohen Zäunen und hinter grossen Auslaufzonen auf einer Tribüne. Und dann ist da noch kein Zeltplatz oder andere Übernachtungsmöglichkeit eingeschlossen. Aber ich schweife ein bisschen ab.

#TT2019 #Ramsey
Parliament Square Ramsey, IoM

„Weil keiner mehr vor mir stehen kann“ ist vielleicht der dümmste Grund Marshal zu werden aber auf der anderen Seite hat’s einfach eine GENIALE Aussicht auf das Renngeschehen. Näher geht nicht mehr dran. Da ich aber nicht völlig verblödet bin habe ich mir „Marshal“-Punkte ausgesucht an denen eine eher geringe Unfallgefahr ist. Ramsey Parliament Square, Goosneck, Ramsey Hairpin sind alles Namen die das Herz des interessierten Strassenrennsport-Fans höher schlagen lassen, aber auf der anderen Seite sind diese Punkte auch Bereiche in denen mit relativ geringer Geschwindigkeit durch die 90 bzw. 180 Grad Kurven gefahren wird. Wenn da etwas passiert (wie schon gehabt) sind das alles bisher Unfälle gewesen die mit Lederkombi abklopfen und Maschine aufrichten erledigt sind. 

K-Tree 2018 #TT2018
K-Tree #TT2018

Anders sieht es natürlich auf den Hochgeschwindigkeits-Passagen mit Geschwindigkeiten über 250 km/h aus, aber das Erspare ich mir einfach. Bin ja Marshal und kann mir meinen „Arbeitsplatz“ mehr oder weniger aussuchen. Und ja das ganze ist natürlich gefährlich, wie so vieles im Leben. Tauchen, Fallschirmspringen, Motorradfahren, das Leben  im allgemeinen, aber das ist auch alle ein Teil meines Seins, daß die Nähe zu Motorrädern die an mir Vorbeifahren keine wirkliche Fluchtreaktion auslösen. Ich Denke ich weiss was ich mache, ich glaube die Rennfahrer wissen auch was sie machen und somit kann ich der Veranstaltung ganz Entspannt folgen.

Ramsey Hairpin, Photo copyright by Christine von Manxarts. http://manxarts.com

Gibts noch einen Grund warum ich Marshal bin? Klar noch eine ganze Menge, einer der anderen wichtigen Punkte ist das ich in einer Gemeinschaft Gleichgesinnter bin, wir nennen uns nicht umsonst die „Orange Army“ (nach den Signalwesten). Nicht zu verwechseln mit den „Gelb-Kutten“ und den „Bob der Baumeister Westen“. Es werden für jede Veranstaltung ca. 550 Personen benötigt um die Rennstrecke Renntauglich zu machen. Da müssen Strassen gesperrt werden, Flaggen Posten stehen und Radio Operator tätig sein, Medizinische Ersthelfer und Doktoren vor Ort bereitstehen, Anzeigetafel Bediener und viele andere Tätigkeitsbereiche müssen abgedeckt werden, damit so ein Renntag stattfinden kann. Es ist ja nicht damit getan der jemand 25 Runden um einen abgesperrten 4 km langen Rundkurs fährt. Das ist Strassenrennen, durch Dörfer, über Berge und Landschaft. Eine Runde ist über 60 km lang (60,725 km) mit mehr als 200 Kurven. Das bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von über 200 km/h, im Vergleich dazu sind MotoGP Maschinen echt langsam mit ihrem ca. 160 km/h Durchschnitt. (Informationen dazu aus Wikipedia)

Ramsey Hairpin Crew
Die Crew vom Ramsey Hairpin, Photo copyright by Christine von Manxarts. http://manxarts.com

Ach so ja das Gemeinschaftgefühl als Marshal ist ein ganz wichtiger Punkt warum ich überhaupt dort mit mache. Natürlich ist es wichtig das Rennen korrekt ablaufen zu lassen, da sind auch alle Marshals Top dabei, viele haben freiwillig eine Weiterbildung gemacht um als „IMC“ (Incident Management Course) geschulter Marshal dort im Falle eines Falles genau zu Wissen was gemacht werden muss. Aber am Ende kommt auch noch der Spass zwischen den Rennabschnitten nicht zu kurz. Weil man seinen Posten währen der Streckensperrung nicht verlassen kann, es gibt dort meistens auch etwas zu Trinken (Bleifrei na klar) es wird manchmal gekocht, Kuchen wird fast immer mitgebracht und unter den Kollegen verteilt, alles in allem schon eine leichte Volksfest Stimmung. Wieviel mehr Spass kann man denn beim Motorradrennen noch haben. Ja ich weiss das mit dem Spass ist alles im Auge des Betrachters, aber für mich persönlich und viele anderen „Marshal’s“ ist diese Tätigkeit es das schönste was man am Renntag machen kann. Das macht die ganze Sache aus so Stimmungsvoll, ach ja UND weil man auf der „Isle of Man“ ist, dem „World Capitol of Street Racing“ mit einer Aussicht zum Umfallen. 

#IoM #TT2018 Goosneck Panorama

Hier noch ein kleines Video bei Youtube gespeichert.

Interesse geweckt, dann schau doch mal bei der „Isle of Man Tourist Trophy Marshals Organisation“ rein (IoMTTMA). Die freuen wirklich wenn sie neue Marshals anwerben können.  Das ist ein EHRENAMT, also keine Bezahlung oder ähnliches.  Bei Fragen einfach ein Mail schicken und ich bemühe mich das Zeitnahe zu Beantworten. Ach so als Schlusswort, meine Fähre für 2020 ist schon gebucht.

Einige Photos sind von Christine bei ManxArts, geniale Photografin, schau mal auf Ihre WEB-Seite

Joerg Wenzel – Blog-ender Motorrad Enthusiast – aus München – schreibt http://www.WhyAskWhy.de

 

 

2300km Rocket-Ride

Tacho_1024x768So die ersten 2300 km auf der Rocket sind rum. Was kann ich bisher sagen ?? IST IMMER NOCH GEIL WIE AM 1. TAG!!
Rocket-Fahren ist FUCKING COOL !!

Wie hat alles angefangen (im Schnelldurchgang). Bei Triumph am Pressetag teilgenommen. Frau verliebt sich in Rocket und dann die Maschine gekauft.

Nach dem ersten Wochenende ist dann das Bike zum 1.Service gefahren worden und hatte da 996 km auf der Uhr.

RocketMaedelIn der Zwischenzeit hat sich das neue Bike ganz toll in den vorhandenen Fuhrpark eingefügt und  auch die Rocket Besitzerin fühlt sich ganz ausgezeichnet auf dem Teil.

Wenn man mal mit einer Rocket fährt, dann fährt man ein Motorrad das immer und in allen Lagen einen Vorschub produziert der Atemberaubend ist. Es fühlt sich an, als wenn der Magen sich um die Wirbelsäule wickelt. Oder wie man das auch immer anders Beschreiben kann. So nach dem Motto, na dann wollen wir mal Überholen, Upps schon dran vorbei. Genau, so schnell kann das mit der Rocket gehen. Deswegen heisst sie ja auch so.

RocketIII_1024x1017Bisher sind keine Defekte aufgetreten, ich hatte das auch nicht anders erwartet. Die Rocket hat einen „Fly-Screen“ in Matt-Schwarz mit weißen Streifen bekommen um die Instrumenten Becher ein bisschen zu schützen. Der „Fly-Screen“ hat aber keinerlei Windschutz. Auch das hatte ich nicht anders erwartet.

Der Kraftstoffverbrauch hält sich im unter 10 L Bereich. Die Rocket Roadster ist bei 193 km/h abgeregelt aber wer will schon immer mit dem Tempo bei dem breiten Lenker fahren. Es ist nicht geplant die Rocket noch sonst irgendwie zu Verändern oder zu Erweitern. Na gut ich suche immer noch einen Platz für die Stebel aber bisher noch nix gefunden. Ach ja ein Navi-Halter für das „Garmin Zumo 660“ wurde noch angebaut. Das war es dann aber auch schon.

Die Beifahrerin (und Besitzerin) der Rocket ist immer noch Hellauf begeistert und wann immer es zum Biken geht wird die Rocket zuerst gewählt. Will ich damit extrem lange Strecken fahren ?? Wahrscheinlich eher nicht. Aber um hier im Alpenvorland Touren zu fahren ist die Rocket eines der genialste Motorrad.

M_J_Bike_1024x683

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Servus, ich bin Joerg. Biker seit 1975, Nordrhein-Vandale nun langjähriger Beute-Bayer und ein Schreiber für dieses Blog. Auch mit meinem Namen „Joerg Wenzel“ oder dem Hastag #WhyAskWhy in anderen Social Medien zu finden wie zum Beispiel -Twitter – Google+ – Facebook – Instagram  sowie bei YouTube.

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November Bilder Buch Tour

Was soll ich sagen, schaut euch die Bilder an, das Wetter war der Knaller heute.

Wirklich nett ist die Begegnung mit anderen bei diesem Wetter, jeder hat ein fettes Grinsen im Gesicht, vor allen Dingen die Motorradfahrer.

Klar ist es morgens erstmal Kalt und Nebelig, ist ja auch kein Hochsommer. Aber gegen Mittag sind die Temperaturen um 17 C PLUS und das fühlt sich einfach GUT an.

 


 

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Wir fährt sich eigentlich eine eigene Postleitzahl ??

Einer Einladung von Triumph Motorrad Deutschland folgend sind wir (meine „Pillion-Writer“ und ich) am Samstag nach Rosbach (bei FFM) gefahren und haben uns einige der Motorräder aus der aktuellen Produktpalette angesehen und auch ein paar davon Probegefahren.

Aber alles der Reihe nach, erstmal frühstücken, grins. Das ist schon mal ein guter Start in den Tag und dann hat Uli Bonsel und sein Team eine Klasse Veranstaltung auf die Beine gestellt. Firmen Informationen über Triumph in unterhaltsamer Weise präsentiert,  Tourguides für die aus der gesamten Republik angereisten und genügend Mitarbeiter aus dem technischen Bereich vorhanden um die Fragen der Teilnehmer zu beantworten.

Danke, alles gut gemacht, wir haben uns wohl und auch willkommen gefühlt.

Ach und dann ging es raus auf das Firmengelände wo schon die Englischen Schönheiten in ausreichender Anzahl warteten (kennt ihr das noch “ Her mit den kleinen Engländerinnen„, lach). Die Entscheidung fiel mir heute aber total leicht und ich habe mir gleich das Schwergewicht der Truppe geangelt. Die „Triumph Rocket III Roadster„, was für eine Maschine!

Wer ist nur auf die Idee gekommen eine 2,3 l Dreizylinder Engine in ein Motorrad einzubauen?? Egal, wer auch immer das war, vielen Dank dafür.

Motorblock_1024x706
Hier bekommt ein Motorrad endlich seine eigene Postleitzahl. Wie sich das anfühlt wenn man mit seiner eigenen Postleitzahl durch den Taunus fährt?

FUCKING GREAT 🙂

Beim Überholen frag’ ich mich nicht in welchem Gang ich gerade bin und ob die Beschleunigung ausreichen wird, sondern mit welcher Geräuschkulisse ich fahren will.

Es gibt da mehrere Optionen, einfach nur den (elektrischen) Gashahn auf und ohne eine große Veränderung der Soundkulisse ist der Überholvorgang abgeschlossen, selbst wenn man ursprünglich in der höchsten Fahrstufe mit 50 km/h fährt.

Tja dann könnte ich eine Steigerung in die Sache bringen und 1 Gang runterschalten, damit auch jeder in der näheren Umgebung mitbekommt, dass hier gerade beschleunigt wird.

Oder die Version die mich nach dem Motorrad süchtig macht, 2 Gänge runterschalten, die Umklammerung der Beifahrerin  sowie die Trompeten von Jericho genießend, das Opfer (bei dieser Beschleunigung gibt es keine Gegner mehr) überholen.
(Anmerkung der Sozia: ‘schnupfen’ würden die Bayern sagen).

Und um es kürzer zu sagen, “Soo-Cool” . “Great” und “Fucking Great”.

Das könnte ich den ganzen Tag machen. Nur gut dass ich auf einer Leihmaschine sitze und mir keine Gedanken über die Haltbarkeit des Hinterrads machen muss.

Auf der anderen Seite sind die Bremsen auch völlig auf der Höhe der Technik, ABS kombiniert mit richtig zupackenden Scheiben-Bremsen eliminieren die Geschwindigkeit ohne dass man drüber nachdenken muss.  Die Federung ist komfortabel aber bestimmt nicht “Butterweich”, genau so wie sie meiner Meinung nach für einen Cruiser sein sollte.

Alles in allem fühle ich mich „Sau-Wohl“ auf der Rocket III und könnte mir vorstellen das die Roadster ein weiteres Motorrad in unserem Fuhrpark werden wird. Ich muss allerdings nochmal mit meinem Finanzvorstand und auch Triumph reden, denn 18K-€ für die voll ausgestattete Rocket III sind ein dicker Batzen, selbst wenn man ein Motorrad in Arnold Schwarzenegger Format dafür bekommt.

Rocket III

Hier aber zum Vergleich die Meinung meines  “Pillion-Writer”.

Der Tag der Überraschungen oder „überblüft“ – der Triumph Pressetag am 14.6. in Rosbach.

Ich darf mit meinem Motorradfahrer zu Triumph zum Probefahren, ich werde wieder die  gefahrenen Maschinen aus Sicht des Sozius betrachten (Mein Fahrer sagt ich bin der “Writing Pillion”, was soviel wie heißt wie “Schreibende Beifahrerin”).

Der Event findet rund um den Feldberg im Taunus statt, Treffpunkt ist das Firmengelände von Triumph in Rosbach. Wir werden mit einen leckeren Frühstück empfangen. Das Wetter ? Na ja, es ist stark bewölkt, der Horizont zeigt sich tiefschwarz, aber an Ende des Tages sind es wirklich nur 2 Tropfen die vom Himmel fallen..

Im Rahmen einer sehr informativen Firmenpräsentation werden die Tour Guides vorgestellt, die drei Gruppen von Probefahrern (u.a. Blogger von Hamburg bis München) durch die kurvenreiche Gegend und zeitlich abgestimmt an die Fotopunkte führen werden.

Ich bin schon auf vielen Maschinen vieler Hersteller auf dem hinteren Polster der Sitzbank gesessen und dachte, ich würde die verschiedenen Modelle immer bereits im Vorfeld in die richtige Schublade einordnen können, aber dann begegne ich der “Triumph Rocket III Roadster”. Die zeigt mir, dass Schubladendenken nicht die beste Vorgehensweise ist. Sicherlich erleichtert es meist die erste Klassifizierung, aber manchmal landet man ganz weit neben der Realität.

Ich öffne folgende Schublade: “unhandliche Cruiser” und stopfe die Rocket III rein – VERSEHENTLICH, wie sich im Folgenden zeigt.

Triumph Rocket III

Und dann nähere ich mich der ersten Probefahrt und stehe erstmal vor der Maschine:
Ich betrachte das neben der Bulligkeit der Maschine verschwindend kleine Sitzpad für den Beifahrer und die Nähe der Auspuffrohre zu den Fußrasten und entscheide mich -trotz der eigentlich geringen Höhe der Sitzfläche- über die Fußraste aufzusteigen. Linker Fuß also auf die Fußraste, linkes Bein strecken und damit den Körper über das Moped heben, rechtes Bein über das Heck schwingen und auf der Fußraste aufsetzen, dann hinsetzen. Gute Entscheidung, so beschließe ich für mich, denn ich bin nicht -wie befürchtet- an den Auspuff bekommen.  (So steigt man übrigens auch bei Pferden auf, nur ein Hinweis)

Gewohnheitsgemäß möchte ich die Sitzposition optimieren und suche nach einer Möglichkeit mich mittels Aufstützen auf die Sitzbank oder (nicht vorhandener) Haltegriffe hochzustemmen um die Sitzposition neu zu wählen…  aber Moment mal … die Sitzposition kann nicht verbessert werden, denn ich sitze schon optimal.

Bei der ersten Kurve bin ich froh, als wir diese beim vom Fahrer gewählten Radius unbeschadet genommen haben. Bei dem Kreisverkehr dahinter bin ich nicht sicher ob wir den langen Weg außen herum oder den kurzen mittendurch wählen werden – aber nach diesen beiden erfolgreich absolvierten Gewöhnungsmanövern ist das Moped wie angewachsen an meinen Fahrer und benimmt sich wie eine kleine, leichte, handliche Maschine.

Ich hatte zunächst Bedenken, ob ich mich beim Beschleunigen festkrallen werden muss – aber weit gefehlt, ich sitze wie festbetoniert auf der Maschine (und die Armierungseisen in diesem Beton sind auch wohl platziert, kein bisschen nach vorne oder hinten klappen).

Wie sieht es denn aus, könnte ich meinen Dienst als „Hütehund“ bei Touren mit anderen erfüllen? Ich sehe im Spiegel meine Haare fliegen – ich habe heute früh mein Halstuch vergessen, und so machen sich die Haare auf in die Luft und flattern unter meinem Helm. Aber es ist ganz egal, dass ich die Straße hinter uns nicht sehe, die Fahrer, die uns folgen, sollen sich einfach am sonor donnernden Gebrüll der originalen Auspuffanlage orientieren, sie können uns einfach nicht verlieren.

Die Soundkulisse hat dann auch gleich eine Mitfahrerin dazu animiert immer hinter uns her zu fahren, hört sich wahrscheinlich dahinter noch besser an, als auf dem Motorrad und da ist es schon eine Gänsehaut erzeugende (legale) Soundkulisse, alles aus einem 2,3 l Dreizylinder.

Beim ersten Stopp will ich meiner Überraschung über diese Maschine Ausdruck verleihen und beginnen meinen Satz mit: „ich bin total über-„, mein Gehirn arbeitet im Hintergrund und beschließt dass überrascht in diesem Zusammenhang ein viel zu wenig aussagekräftiges Wort wäre und verblüfft doch besser passen würde und so vollende ich den Satz zu: “Ich bin total überblüfft“.
Ja genau, das trifft es am besten, ich bin überblüfft!

Die Rocket Roadster ist nicht nur Roadster sondern eher ein “Road Star” mit Tourer-Qualitäten, eine ausgiebige Ausfahrt auf dieser Maschine kann ich mir jederzeit vorstellen.

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Zum Wenden auf übrigens kleinstem Raum wechselt mein Mann auf der Rocket überraschenderweise von seiner gewohnten Richtung gegen den Uhrzeigersinn zum wenden im Uhrzeigersinn (für mich wäre die Richtung selbstverständlich, weil ich wegen meinen zu kurzen Armen die Kupplung loslassen müsste und nicht schleifen lassen könnte, wenn ich mit diesem breiten Lenker im Uhrzeigersinn zu wenden versuchen würde… aber er kuppelt doch gar nicht, wozu auch..). Das fällt mir einfach mal wertfrei auf.

Cruiser sind ja nicht so meine am liebsten (bei-)gefahrenen Maschinen, aber die Rocket…, die Rocket passt einfach gar nicht in diese Schublade.


Technische Daten und den ganzen anderen Kram gibt’s wie immer bei Triumph Motorräder im WEB oder bei deinem Triumph-Händler deines Vertrauens.

Bilder : Copyright bei „Triumph Motorcycles

 


 

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