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Kleine Tour in “California” – 2

File_046 Zurück zu dem „California“ Trip. Als weitere fahrtechnische Aufwärmrunde sind wir von San Francisco nach Santa Cruz an den Boardwalk gefahren, denn dort musste ich meine alten Freunde die Seelöwen und Surfer besuchen, grins.

Aber zuerst ging es erstmal durch die Berge hinter Los Altos zu Alice’s Restaurant. Arlo Guthry hat zwar mal ein Album gemacht das „Alice’s Restaurant“  heisst (1967) aber das ist ein anderes Restaurant und es ging um das „Alice’s Restaurant Massaker“. Andere Story, anderer Bundesstaat.

File_047Aber trotzdem ist der Highway #9 und der Skyline Boulevard immer wieder schön zu fahren. Vor allen Dingen wenn man sich einfach dem Fahren hingeben kann, ohne grossartig auf den Verkehr zu Achten (gibt da fast keinen) und die Wälder auf dem Weg nach Santa Cruz ein bisschen kühle Luft spenden.

Ach ja die Kurven sind natürlich auch Klasse, grins. Kalifornien mit seinen verschiedenen Bereichen ist schon eine coole Motorrad Ecke. Aber zurück zu der Strecke nach Santa Cruz, hier in den Bergen im „Henry Cowell State Park“ (war ein Musiker, sagt jedenfalls Wikipedia).

Man findet auch so witzige Sachen wir den Santa Cruz Mistery Spot im Wald. File_027Ich habe einige Jahre gebraucht bis ich da endlich  hingekommen bin. Man sieht doch immer wieder mal Bilder von Gegenden wo die Schwerkraft angeblich anders funktioniert.

Ein Ball rollte eine Strasse rauf und so weiter und so weiter. Hier hat man das ganze eben auf Amreikanischen Weise aufbereitet. Ist aber auch Schick.

The Mystery Spot is a gravitational anomaly located in the redwood forests just outside of Santa Cruz, California. Come experience these phenomena for yourself

Das sagt die Werbung von der WEB-Seite auch, aber ich bin sicher das es besser ist den Spot selber zu besuchen als das ich hier jetzt eine Beschreibung der „Anomalien“ aufliste, grins.

File_031Zurück zum Boardwalk, mit meinen Buddies den Seelöwen. Die Viecher liegen dort echt auf jedem Balken der Boardwalk Konstruktion.

Sieht echt ‚Lustisch‘ aus, wenn ein Seelöwe versucht aus dem Wasser mit einem Sprung von ungefähr 1 Meter auf einen der Balken zu kommen und dort schon ein zwei oder drei liegen, ist eine echt Zirkusreife Nummer. Um die Tiere von übereifrigen Touristen zu schützen sind die Beobachtungs-bereiche natürlich eingezäunt und dicke Schilder warnen File_026davor die Seelöwen zu Füttern.

Wobei ich mir immer nicht sicher bin ob das nun Seehunde oder Seelöwen sind und worin der eigentliche Unterschied besteht. Auf alle Fälle ist der Boardwalk in Santa Cruz ein Besuch wert, vor allen Dingen wenn man noch den Jet Lag in den Knochen hat.

Aber es gibt hier nicht nur gutes Essen und Unterhaltung, nein in der Nähe des Boardwalks ist auch einer der beliebtesten (nicht unbedingt der beste)  Surf Spots in der Gegend.

File_045Hab ich mal vor einigen Jahren versucht, aber das ist irgendwie nicht mein Bewegungsablauf. Rauf auf’s Brett, Welle spült dich wieder runter, rauf auf’s Brett, Welle spült dich wieder runter ………

Neben Sightseeing sind wir aber zum Biken hier und es gibt nur einen Weg von Santa Cruz nach San Francisco zurück. meiner Meinung nach natürlich.

File_021Eine abendliche Tour entlang der Küste auf dem Highway #1 und in die untergehende Sonne fahren. Ganz grosse Gefühle als Biker werden plötzlich wach und ich weiss immer noch nicht warum ich diese Gegend vor einigen Jahren überhaupt verlassen habe.

Mehr darüber gibts im nächsten Teil


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Servus, ich bin Joerg. Biker seit 1975, Nordrhein-Vandale nun langjähriger Beute-Bayer und ein Schreiber für dieses Blog. Auch mit meinem Namen „Joerg Wenzel“ oder dem Hastag #WhyAskWhy in anderen Social Medien zu finden wie zum Beispiel -Twitter – Google+ – Facebook – Instagram  sowie bei YouTube.

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Allgemein HEIDENAU Testbericht WhyAskWhy

Gummi Porno :-)

Hab heute die neuen Reifen für meine 2018er GS bekommen. Die „alten“ runden Dinger hatten endlich kein Profil mehr.  Sind schliesslich für knapp 12.000 auf meiner GS drauf gewesen.

Ist der Heidenau K60 Scout der „perfekte“ Reifen für die GS ?? Na ja sagen wir mal so, der Reifen ist fast immer der 2. bei den Reifen Tests. Dafür aber der 2. in allen Tests, heisst für mich, dass dieser Reifen eigentlich der Gewinner bei der Kategorie „Over-All“ sein müsste. Blöd ist nur, dass der Reifen ein, zwei Macken hat.

Soweit ich weiss, hat diese Version des Reifens den Status „wird nicht mehr gebaut“ und es werden nur noch Lagerbestände ab verkauft. Irgendwas mit dem M&S Kennzeichen oder so, genaueres gibt’s bei Heidenau.  Ach ja, es gibt keine Mindesthaltbarkeit bei Motorradreifen (bei Autoreifen übrigens auch nicht, nur bei Anhängern).  20140502_103035

Das kann nichts mit der „Winterreifen Pflicht“ zu tun haben, die gibt es ja nicht für Motorräder. Und die Freigabe Bescheinigung hat was von 2024 als Datum drin stehen.
(Heidenau Reifenfreigabe BMW_R1200GS_R12_Adv  )

Also alles in allem eine Sache, die im Augenblick nicht zur Panik aufruft, sondern eher das ruhige Gefühl von „Warten wir mal ab was passiert“ aufkommen lässt.

20140502_103025Macken, das war das Thema.

Das Profil ist so eine Sache, zumindest in der 170er Version wie sie auf der 2018er GS drauf sind.  Wenn man sich die dicke Rinne neben dem Mittelsteg anschaut, kann man erraten, dass der in der Kurve ein „interessantes“ Fahrgefühl erzeugt. Also, die dicke Rinne neben dem Mittelsteg. Fühlt sich für einen Moment so an, als ob das Bike wegrutscht, weil es über die Rinne ein bisschen in die Kurve fällt. Das ist ja noch ganz witzig wenn es trocken ist, aber im Nassen muss man die Arschbacken schon ganz gut zukneifen um nicht dagegen zu Steuern. Das endet u.U. dann auch nicht immer auf der richtigen Strassenseite.

Und mit dem Profil kommt noch eine weitere Macke zum Vorschein. Der Reifen hat ein extrem lautes Abrollgeräusch im Bereich von 75 bis 90 km/h. Also genau der Landstraßenbereich wenn man im Ausland (CZ,CH,A) unterwegs ist. Beim letzten Ausflug zur Biker Höhle in Tschechien bin ich die meiste Zeit mit Ear-Plugs gefahren.

Gibt es was Erfreuliches ? Na klar, die Laufleistung, das Nassgrip-Verhalten, das Trockengrip-Verhalten, die Geländefähigkeit, die Bremsleistung.

Wenn einmal von der Kippelneigung des Reifens abgesehen wird, kann das Motorrad ziemliche Schräglagen sicher fahren. Dabei hilft auch der relativ große Rückmeldungbereich des Reifens. Also kein „Upps und wech“, sondern eher ein „na jetzt wird es langsam Zeit über die Schräglage nachzudenken“ Verhalten. Ich fahre den Reifen schon länger auf den verschiedensten GS Modellen und muss sagen, bisher hatte ich noch nie einen „Upps“ Moment, aber schon viele Rückmeldungen der „es wird langsam kritisch“ Art.

Im Trockenen kann ich mich nicht beklagen, egal ob in den Alpen beim Kurvenjagen oder in der Stadt, immer ein exzellentes Ansprechverhalten. Selbst „Not“-Bremsungen wegen z.B. Rehen auf der Straße, bringen den Reifen nicht in eine Problemzone.  Er bremst „lauter“ als andere Reifen, das ist aber der Profilform geschuldet.

Über Stock&Stein, da möchte ich zwar ab und zu einen anderen Reifen haben, aber wenn es wieder zurück auf den Asphalt geht ist der dann wieder Mist. Also bleibt der zweit-plazierte K60 Scout auch in dieser Disziplin sozusagen die Nummer 1. Wenn man im Gelände genau wie ich mit verringertem Luftdruck fährt (so um die 2 Bar) und am Ende den Druck auf Straßenverträgliche 3 Bar erhöhen kann, ist dieser Reifen das „Non-Plus-Ultra“ der Großenduro Reifen.

Gibt es sonst noch was? Der Preis ist im unteren 300€ Bereich inklusive Montage und Entsorgung der Alt-Reifen. Und mit eigen-ermittelten 12.000 bis 15.000 km Laufleistung auf der „normal“ gefahrenen GS/ADV kommt man mit dem Reifen eine komplette Saison aus. Ich persönlich Wechsel gerne im Spätherbst, weil ich dann im Winter ein noch mehr oder weniger intaktes Profil habe. Ach ja, im Schnee kann man mit dem Reifen auch fahren. Vorsichtig, aber es geht. Denn fällt die Karre mal um, dann wird es schwer mit dem aufrichten 🙂


Nachtrag, so sieht der Reifen aus, wenn er gewechselt werden kann 🙂

 

 


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