200 PS Und Mehr

200 PS Und Mehr. Wieviel Motorrad braucht der Mensch?

Die wirklich DUMME Diskussion ob und warum Mann / Frau 200 PS (+200er) in einem Motorrad braucht kann beendet werden. Der nachfolgende Artikel bringt es auf den Punkt. Ende aus Feierabend.

Hier der Artikel in der „NWZ Online“ 
http://www.nwzonline.de/auto-motor/wieviel-motorrad-braucht-der-mensch_a_24,0,493459159.html


Am Ende kommt der wichtigste Punkt warum die +200er zwar am Markt sind aber eher ein Nischendasein fristen.

„Trotz Leistungsplus, modernster Technik und der optischen Nähe zu reinen Rennmaschinen entwickelt sich das Supersportler-Segment zu einer immer kleineren Nische. Ein denkbarer Grund dafür ist, dass die zusammen gekauerte Körperhaltung einfach nicht zum immer älter werdenden Durchschnitts-Biker passt. Vergangenes Jahr sanken die Verkaufszahlen bei den Supersportlern in Deutschland um mehr als 23 Prozent auf knapp über 4500 Fahrzeuge. Die deutlich schwächeren Klassik-Modelle legten zu – um satte 89 Prozent.“

Und genau das hat sich am Freitag auch auf der IMOT gezeigt. Die „Vergreisung“ des Motorradfahrers. Da konnte man den ein oder anderen Herrn sehen, dem sein Kumpel / Frau geholfen hat auf das Bike zu kommen. Respekt für den Versuch, aber die Herren werden mit Sicherheit keine +200er Kaufen und am Randbereich fahren. Ansonsten war die Anzahl der „Graumelierten“ schon erstaunlich hoch. Klar es war Freitag, aber trotzdem, der Altersdurchschnitt war mit Sicherheit um die +50.

🙂 🙂 🙂

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Warum zum Gardasee „F-F-F“ Teil 2

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Vorgestern wurden die ersten zwei Teile der Frage: „Warum ich so gern zum Gardasee fahre“ beantwortet. Vielleicht kann man den See auf dem Bild gaaaanz weit im Hintergrund schon sehen 🙂 Ja und bei dem Wetter hier ist es am See um Lichtjahre WÄRMER 🙂 Übrigens wird der Gardasee bei Insider auch „München-Süd“ genannt, dort gibt es mehr M-x-xxx Nummern-schilder als Italienische, sieht jedenfalls so aus.

Anyway: hier kommt jetzt die Erklärung für das dritte „F“ in  „F-F-F“ aus dem „Freunde – Futter – Fahren“ also dem Fahren.  Also von München City nach München – Süd (dem Gardasee) zu kommen gibt es mehrere Möglichkeiten. Die direkte Verbindung ist über die Autobahn. Dauert 4:47 h:min bei einer Entfernung von 409.5 km  und Autobahn Gebühren von 24,80 € zzgl. Vignette s.o. (Quelle ADAC)

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Eine der anderen Strecken ist aber eher KURVIGER. Heißt die Lieblingsstrecke des Biker. Von München gehst zum Hahntennjoch (Video bei YouTube), dort gibt es die ersten schicken Kurven. Dann rüber zum Reschensee, dort gibt es auf dem Weg ein kleines Panzermuseum (wie man an dem abhängendem Biker sehen kann). Der Reschensee ist dann mehr oder weniger nur eine Durchgangsstrecke, denn außer dem Kirchturm im Wasser ist das Fahren hier eher anspruchslos. Fast überall nur lang-gestreckte Kurven am See, kurze Ecken sind hier fast nirgendwo.  Auf dem Weg runter nach Burgeis kommen noch ein paar schöne Kurven aber hier ist das Risiko ein Ticket zu bekommen extrem hoch. Tja und dann einfach rüber auf die andere Seite vom Tal und zum Stilfser Joch rauf.

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Kommst Du allerdings im August/September hier vorbei, bist Du eventuell am Arsch, denn das Wetter hier kann sehr schnell sehr extrem umschwenken.

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Sieht das Stilfser Joch in etwa so aus, dann sollte man sich Überlegen ob es wirklich Sinn macht hier her zu Fahren, oder vielleicht doch um zudrehen und über Meran an den See zu Fahren. Oben sieht unter Umständen noch ein bisschen Winterlicher aus.

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Klick mal auf das Bild, da sind Skifahrer im Hintergrund zu sehen, also ein eindeutiges Zeichen, dass man hier nicht mehr ohne weiteres durchkommt. Aber meistens ist auch hier die Motorradfahrerwelt in Ordnung und das Stilfser Joch und der darauf folgende Gavia Pass sind eine Klasse für sich. Das Stilfser mit seinen engen Spitzkehren und dann der Gavia mit seiner minimalistischen Breite von 2,20. Ja und ?- wird sich jetzt der geneigte Leser denken. Aber wenn man sich überlegt, dass eine GS 1200 Adv. mit Koffer 1,07 Meter Breit ist, wird es am Gavia schon mal so eng,  dass bei Begegnung zwei solcher Dickschiffe der eine anhalten und sich gegen den Berg lehnen muss damit der andere Schrammen frei vorbeikommt.
Am Ende des Gavia könnte der Biker dann nochmal übers Tanken nachdenken. Denn die weitere Strecke führt dann wieder in eher LEERE Gegenden. Na ja, nicht wirklich leer, aber keine größeren Städte. Es gibt auch hier wieder zwei Strecken entweder über den Lago Isidro oder über den Lago Iseo. Beide Strecken sind Klasse, halt eine extrem coole Gegend durch die man fährt. Da kümmert es auch nicht weiter, dass man bis zum geplantem Ziel am Südufer des Sees etwa drei mal solange braucht wie auf der kürzesten Strecke.

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Warum zum Gardasee „F-F-F“ Teil 1

Warum ich so gern zum Gardasee oder auch „München-Süd“  genannt fahre ??
Vielleicht hilft ja das zur Erklärung. Freunde – Futter – Fahren

Poser

Klar ist es immer gut, wenn man seine Freunde mit hat. Aber noch besser wenn die Freunde schon da sind, lach. Dann kann man sich die Anreise einfach nach Gusto, oder Arbeitszeit aussuchen. Es gibt da zwei Strecken (zumindest von München) die der Biker nehmen kann.

My GS ADV in Italy :-)

Eine geht einfach auf der Brenner Autobahn runter bis nach Rovereto bzw. Garda Nord, oder Affi bzw. Garda Süd, je nachdem wo man hin will /muss. Mit dem Motorrad aus München hilft es schon mal die „Pickerl“ – also die Autobahngebühr – beim ADAC in München zu kaufen.

Ich werde es nie verstehen wieso z.B. Konzertkarten im Vorverkauf mehr Geld kosten als an der Abendkasse. Das „Pickerl“ kostet beim ADAC genauso viel wie an der Verkaufsstelle an der Grenze.  Ach ja, es ist auch dieses Jahr teurer geworden.
Typ                      Motorrad
Jahres-Vignette          33,60 €
2-Monats-Vignette     12,70 €
10-Tages-Vignette        5,00 €
Schnellste Route im Sommer ist : München – Rosenheim – Kufstein – Innsbruck – Brenner – Bozen – Trient – Bardolino (Südbereich Gardasee). Dauer    4:47 h:min
Entfernung    409.5 km  Gebühren    24,80 € zzgl. Vignette s.o. (Quelle ADAC)

Food, what else :-)
Breakfast at the Lake

Da kommen wir schon zum Punkt 2 meiner Liste Freunde – Futter – Fahren, genau, dem Futter.  Der Gardasee ist quasi eine Fundgrube für Fisch. Jedenfalls sieht es um den See so aus, als wenn man in jedem zweitem Lokal lokale Fische bekommt. Italien ist ja nicht nur Pizza und Nudeln, na ja man bekommt hier auch Pizza mit „See-Früchten“, oder Nudeln mit Fishies.

Da kommen wir schon zum Punkt 2 meiner Liste Freunde – Futter – Fahren, genau, dem Futter.  Der Gardasee ist quasi eine Fundgrube für Fisch. Jedenfalls sieht es um den See so aus, als wenn man in jedem zweitem Lokal lokale Fische bekommt. Italien ist ja nicht nur Pizza und Nudeln, na ja man bekommt hier auch Pizza mit „See-Früchten“, oder Nudeln mit Fishies.

OK, in der heutigen Zeit bekommt man natürlich auch alle anderen „Meeresfrüchte“ im Restaurant, auch wenn der Gardasee keine „Gardasee-Shrimps“ hat. Grins 🙂
Meiner Meinung nach schmeckt der Fisch am besten wenn er am Grill direkt vor deiner Nase gebraten wird. ODER auf dem Campingplatz auf dem eigenen Rost.

Morzarella and Tomato, different style, but absolute good.

Übrigens Campingplatz, so als Zwischenspiel, also Campingplätze gibt es genügend am See. Und einige davon haben „feststehende“ Wohnmobile zum Mieten. Diese sind meistens für 6-8 Personen ausgelegt und haben eine eigene Nasszelle und Toilette. Damit wird das leidige Problem des „über den Platz zum Klo“ Rennen ausgeblendet. Eine kleine Küche die in das Wohnzimmer eingebunden ist, gibst auch noch dazu.

Bei Preisen zwischen 45 und 70 Euro je nach Größe ist es eine gern genommene Alternative für den Gardasee Urlauber. Eigentlich mag ich diese Mobilheime, hier kann man am morgen auf der eigenen quasi Terrasse sitzen und soviel Frühstück wie nötig haben. Das einzige das „Nervt“ ist der Nachbar, der genau das gleiche macht 🙂 Futter war doch das Thema, oder ? Natürlich gibst hier Cappuccino, wir sind ja schließlich in Italien. Ob das Croissant nun genau dazu passt ist eigentlich egal, es schmeckt auf alle Fälle außerordentlich gut.  Nicht vergessen darf man die unendliche Auswahl an Gemüse. Ein Vegetarier könnte hier mal so richtig FETT werden. Der Gardasee hat im Norden den Wein, im Osten und Süden Olivenbäume sowie Zitrusfrüchte.

West side of Lake Garda
Up towards Passo Stelvio

Und da wir ja schon mal dabei sind, könnte man auch ein paar Worte über den Wein verlieren. Hier gibt es die  Rebsorten Groppello Gentile, Barbera, Cabernet Franc, Cabernet Sauvignon, Chardonnay, Cortese, Merlot, Pinot Blanc, Pinot Noir, Pinot Gris und Riesling. Tja da kann man sich schon mal den ein oder anderen Abend mit der Erkundung der Lokalen Weinerzeugnisse verbringen. Solange das nicht ausartet und am nächsten morgen der Kopf wieder Frei ist für den dritten Teil von Freunde – Futter – Fahren nämlich dem Fahren. Wie schon am Anfang erwähnt gibt es zwei Möglichkeiten zum Gardasee zu kommen.

Don't ask how I made this photo

Das ist nicht ganz richtig. Es gibt unzählige Wege von München zum Gardasee, eine davon ist der schnelle Weg über die Autobahn. Aber als Motorradfahrer ist das eher eine NOTLÖSUNG, wenn sooooooo viele schöne Passstraßen „im Weg“ zum Gardasee stehen.

Die Erklärung gibt es im nächsten Artikel.

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Danke GOTT für die EU!!

Heute muss ich mal eine Fahne für jemanden anders schwenken, Uwe Flammer

Uwe hat in seiner Erklärung der EU für Motorradfahrer, mehr oder weniger auf den Punkt gebracht warum die EU für uns Motorradfahrer GUT ist. Besser hätte ich es auch nicht ausdrücken können.

Und BITTE MACHT MIT, am Schluss des Artikels ist ein Link zu WIE WERDE ICH MITGLIED IM BVDM

O-Ton Uwe :

Leute, Ihr alle solltet jeden Tag auf Knien durch die Garage rutschen und dem lieben Gott danken, dass es die Europäische Union gibt.

Glaubt Ihr denn im Ernst, dass wir heute noch eine europäische Motorradindustrie hätten, wenn es nicht diesen gemeinsamen Markt gäbe mit 500 Millionen Einwohnern, in dem überall die gleichen Führerscheinregelungen und die gleichen Vorschriften für die Typzulassung gelten?

In dem ein und dasselbe Motorrad in 28 Staaten identisch verkauft werden kann, ohne dass ein Teil angepasst werden oder ein Ersatzteil speziell hergestellt werden muss? Was glaubt Ihr denn, wie es geschehen konnte, dass es Firmen wie KTM, Ducati, MV Agusta, Moto Guzzi oder Triumph heute immer noch oder wieder gibt?

Und glaubt Ihr, deutsche Bürokraten würden irgendetwas besser machen, wenn man sie alleine werkeln ließe? Wie war das denn damals, in der alten Bundesrepublik?

Als 16-jährige maximal 50 ccm fahren durften? Als die japanischen Hersteller sich „freiwillig“ auf 100 PS beschränken mussten, um der Keule des Gesetzgebers zu entgehen?

Als Doppelscheinwerfer streng verboten waren, weil man sonst das Motorrad bei Nacht hätte für ein Auto halten können?
Als der TÜV bei Umbauten jede Kleinigkeit mit dem Zollstock nachmaß und man jeden noch so kleinen Scheiß abnehmen und eintragen lassen musste?

Als wir mit riesigen Kuchenblechen am Heck unterwegs waren?

Seit stolz auf die 12 Sterne auf euren Nummernschildern und haltet sie in Ehren, denn diese 12 Sterne sind nicht nur ein Symbol für Reisefreiheit auf einem Kontinent mit offenen Grenzen, sondern sie stehen auch für den Schutz vor der Willkür übereifriger Regionalpolitiker, die am liebsten eigene Zulassungsvorschriften für jedes Bundesland einzeln erlassen würden, wenn sie uns das Motorradfahren nicht schon ganz verbieten können.

Hört auf zu jammern und seit bereit, Euch zu wehren – gemeinsam mit uns im BVDM und unseren Motorradfreunden aus ganz Europa, die mit uns in der FEMA organisiert sind.

Nur Einigkeit macht stark, über Staatsgrenzen hinweg!

Wenn Ihr noch nicht Mitglied bei uns seit, hier könnt Ihr es werden:
http://www.bvdm.de/mitgliedschaft.html

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Servus, ich bin Joerg. Biker seit 1975, Nordrhein-Vandale nun langjähriger Beute-Bayer und ein Schreiber für dieses Blog. Auch mit meinem Namen „Joerg Wenzel“ oder dem Hastag #WhyAskWhy in anderen Social Medien zu finden wie zum Beispiel -Twitter – Google+ – Facebook – Instagram  sowie bei YouTube.

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Bullerei :-)

Aus gegebenen Anlass unterbreche ich die Reihenfolge der Stories und komme mit etwas sehr sehr Altem, also eine Storie aus den 80er, aber mit Bezug zur Neuzeit. Los ging es mit einem Bild bei Facebook. Und wie ich noch mit Tränen in den Augen da sitze und drüber Nachdenke ob ich nicht genau zwei solcher Typen kennen, fällt mir die Storie aus dem 80er Jahren ein.

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Ich fahre mit meiner damaligen LAB (Lebens Abschnitts Begleiterin) aus dem Sauerland (auch bekannt als Woll-Gebirge) so mir nichts dir nichts mit knapp 180 km/h auf der Autobahn. Das Fahrzeug ? Es war meine geliebte Kawasaki „GPz 900 R“ und wir waren auf dem Weg nach Hockenheim, früh am Morgen im Sauerland losgefahren und deswegen entsprechend DICK eingepackt.

Leder, Jacke und noch zum Abdichten eine Regenkombi drüber. Selbst mit der in den 80er noch vorhandenen schlanken Figur, haben wir ausgesehen wie zwei Michelin Männchen.

Da fahren wir also so gegen 06:00 morgens auf der Autobahn, kurz vor Hockenheim und freuen uns schon auf einen Kaffee auf dem Zeltplatz und die Überraschung unserer Freunde, das wir schon da sind. Da kommt langsam ein weinroter (ich glaube) BMW auf der linken Seite an mir vorbei und eine Uniformierte Person hält mit 2 Händen ganz verzweifelt eine Kelle halb aus dem Fenster.

Musste erstmal lachen, weil es einfach Witzig aussah, wie das Männchen versucht hat die Kelle in dem Sturm von knapp 180 km/ nicht zu verlieren, oder sie doch mir vor die Nase halten zu wollen. Ich hab dann höflich eine Hand vom Lenker genommen und ihm mit einem Finger gezeigt was ich von der Aktion halte.

Da ich aber auch damals schon wusste das man über den ersten Reflex noch Nachdenken soll, hab mir überlegt das es besser ist den Daumen als Kommunikationszeichen zu geben, anstelle des Mittelfingers. Die zwei sind dann vor mir eingeschert und ich bin langsamer geworden und ihnen auf einen Parkplatz gefolgt.

KawaHsk

OK, Kopfkino einschalten. Augen zu, folgende Situation:
2 Leute auf dem Bike, sitzen da schon seit knapp 1 Stunde in der kalten Morgenluft und sind eingepackt als wenn sie in die Antarktis wollten. Anhalten vom Bike sieht dann nicht so elegant aus. (Fertig mit dem Lachen).

Also die zwei Sheriffs, wahrscheinlich aus Österreich importiert (weil die dort damals Messinstrumente in ihrem Körper eingebaut hatten, die alten Biker Wissen worüber ich spreche), also die zwei raus aus ihrem Wagen und kommen ganz aufgeregt auf mich zu und plärren mich an, das dies eine ALLGEMEINE VERKEHRSKONTROLLE wäre und sie SOFORT meine Papiere sehen wollen.

Ich hab, immer noch bis oben hin zugepackt und im Ohr die guten Ohropax, ne runde rumgeschaut ob noch jemand da ist. Das muss den einen anscheinend noch mehr Aufgeregt haben, und er brüllt mich an, das ich sofort die Papiere abzuliefern habe. Na ja ich habe ihm dann gesagt das die Papiere in der Innentasche meiner Lederjacke sind und das ich ein bisschen Ausziehen müsse um daran zu kommen.

Meine LAB und ich habe angefangen mit dem „Auspellen“, wie man sich Denken kann, gaaaannnzzzz langsam und ordentlich. Gibt es nicht so ne Werbung von IKEA?? Der Typ packt erst seine Sachen einsortiert die gerade Ausgezogen hat. Ungefähr in der Art.

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Die zwei, ich nenne sie mal „Knallschote“ und „Kasperkopf“, sind in der Zwischenzeit immer um das Motorrad rum, haben Bilder von den Reifen gemacht (alles I.O., nagelneu und völlig legal), der Auspuffanlage (Termignioni, der gleiche Hersteller der seit neuestem auch für die neue African Twin den Auspuff produziert, war an der GPz LEGAL damals), der Verkleidung (alles Original, gab noch keine LED Blinker, also eine Sorge weniger)und alles in allem sind sie sehr aufgeregt um das Bike rum und haben immer wieder nach den Papieren gefragt.

Die kamen auch dann irgendwann einmal. Der mit dem Perso ist sofort zu seinem Wagen gestiefelt und hat anscheinend bei Mutti angerufen um zu Fragen ob ich wirklich der bin der sich mit dem Perso ausweist. Der andere allerdings hat sich alles ganz genau im Schein angesehen und ist von einer Stelle zu nächsten gerutscht und hat Nummern verglichen und eine Stelle gesucht an der er mich Ficken kann.

Anscheinend ist dann der Punkt gekommen wo er die EG Nummer der Auspuffanlage gesucht hat und weil er sie nicht finden konnte (haben die ganz geschickt in Italien nach unten gemacht, stört eh nur das Design), blafft er mich an ob ich an der Auspuffanlage rumgebastelt hätte. Das hab ich mir mit einer Andeutung einer Dienstaufsichtsbeschwerde damit verneint, das die Anlag eine komplett verschweißte Anlage ist.

Und wenn er die Nummer nicht findet, liegt das daran das er sich nicht drunter gelegt hätte, denn dann hätte er sie gesehen. Er also auf dem Rücken unter der (ist schon klar, das die glühend Heiss ist, wir sind ja gerade erst von der Bahn runter) die Auspuffanlage und verbrennt sich doch auch sofort die Finger als er versucht die Nummer mit seinem Zeigefinger zu ertasten. Es ist sooooo was von verdammt schwer nicht loszulachen bei der Situationskomik.

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Anyway, der andere kommt zurück gibt mir die Papiere und sag, die Maschine wäre sehr laut, und ich nur kurz gesagt, alle eingetragen und Street-Legal was aber ein Fragezeichen in das Gesicht der Kontrolleure gepackt hat. Kommt der andere wieder vom Boden hoch und sag zu mir: „Starten Sie den Motor mal und halten ihn dann auf 6.000 U/Min“. Das hat dann ein Fragezeichen in mein Gesicht gepackt und er erklärt mir das er HÖHREN will ob die Maschine zu Laut ist. Tja und dann geht er auf die Knie neben den Auspuff und lauscht.

Mir bliebt dann nix anderes übrig als festzustellen das der eine Unten kniet, der andere sich auch in die Richtung beugt und beide nicht sehen können ob jetzt nun 6.000 oder 10.000 anstehen. Schon mal ne 900er Kawasaki mit einer 4-in-1-Auspuffanlage auf dem Seitenständer in den Drehzahlbegrenzung laufen lassen ? Das hört sich Schrecklich an, der ganze Bock vibriert wie Sau und wandert auf der Bodenfläche. 

Dreht sich der eine um und sagt (anscheinend) „Das reicht jetzt“ und ich Grins ihn nur an und lass den Hahn offen stehen. Dann kommt der andere hoch und wirbelt wild mit seinen Armen rum, das es jetzt gut ist und er genug gehört hat.

Kaum ist der Motor aus und die beiden sind immer noch dabei das Klingeln in ihren Ohren zu beenden, kommt auf der Autobahn neben uns ein holländischer Chopper mit einer hochgezogenen Auspuffanlage (offen) und offenen Ansaugtrichter vorbei geöttelt. Wir könnten das schlürfen der Vergaser in knapp 600 m Entfernung noch hören, lach.

Und plötzlich haben die zwei also nicht besseres zu tun als mir meine Papiere in meine Hand zu drücken ruft dem anderen zu „Denk holen wir uns“ und Rennen los um sich in ihre komische Kiste zu schwingen um dem Holländischen Kollegen einen Besuch abzustatten. Ich denke mal das sie dort auch auf keinerlei Mitgefühl und auch keine Dollars gestossen sind. Damals gab es noch keine grenzüberschreitende Zusammenarbeit. 

Meine LAB und ich haben uns dann wieder angezogen und sind die letzten paar Kilometer zum Hockenheim Ring gefahren. Geschichten wie sie das Leben schreibt, kann man garnicht besser erfinden. lach.

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Servus, ich bin Joerg. Fahre 2 Räder mit Motor Biker seit 1975, „Nordrhein-Vandale“ nun langjähriger Beute-Bayer und ein Schreiber für dieses Blog. Mit dem Hastag „#WhyAskWhy“ in anderen Social Medien zu finden .
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Mehr Informationen hier : VirtuellDriver.